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Zwitter (Geologie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mit Zwitter bezeichnet man in der Geologie und in der Bergmannsprache eine Gesteinsbildung in Granit-Stöcken, die mit Greisen verbunden ist. Es handelt sich um feinkörnige und wenig umgewandelte Zinnlagerstätten von geringer Mächtigkeit. Größere „Stock“-artige Vorkommen dieser Art sind die sogenannten „Zwitterstöcke“ oder „Zwitterstockwerke“. Diese Lagerstätten enthalten oft bedeutende Erzvorräte.

Die Bezeichnung stammt aus dem Erzgebirge (15. Jahrhundert). Damals hielt man das Zinndioxid Kassiterit (<math> SnO_2</math>) für einen Zwitter aus Erz und Gestein.

Literatur

  • Hans Murawski & Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 10., neu bearb. u. erw. Aufl., 278, Enke Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-432-84100-0.

Siehe auch

Weblinks