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Zwiesel (Sattel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:NakedSaddle!.jpg
Sattel, bei dem das meiste Leder entfernt wurde, dadurch sind Baum und Sitzpolster sichtbar

Vorder- und Hinterzwiesel verbinden die Trachten<ref>Grundtypen der Sattelbäume.</ref> am Sattelbaum eines Reitsattels und sorgen dafür, dass kein Druck auf die Wirbelsäule des Pferdes entsteht.

Beim ursprünglichen Bocksattel, wie er heute noch bei Lasttieren verwendet wird, waren die Zwiesel gabelartige Querstücke aus Holz. Der Vorderzwiesel enthält das Kopfeisen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie aus Holz, später aus Eisen oder aus eisenverstärktem Holz gefertigt. Es sind auch Zwiesel aus Kunststoff auf dem Markt.

Bei Arbeitssätteln werden Vorder- und Hinterzwiesel oftmals höher ausgeführt, um dem Reiter einen sichereren und ermüdungsfreieren Sitz zu ermöglichen. Höhere Zwiesel geben Halt, schränken aber auch die Bewegungsfreiheit ein. Ausgeprägte Zwiesel haben zum Beispiel die Sättel der Gardians<ref>Arnim Basche: Geschichte des Pferdes. Sigloch, Künzelsau 1984; 2. Auflage. Stürtz, Würzburg 1991, ISBN 3-8003-0396-5, S. 134 f.</ref> und der Westernsattel, bei dem der Vorderzwiesel als Fork und der Hinterzwiesel als Cantle bezeichnet werden.

Anmerkungen

<references />