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Zwerg-Schwertlilie

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Zwerg-Schwertlilie
Datei:Iris pumila sl7.jpg

Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila)

Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Unterfamilie: Iridoideae
Tribus: Irideae
Gattung: Schwertlilien (Iris)
Art: Zwerg-Schwertlilie
Wissenschaftlicher Name
Iris pumila
L.

Die Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schwertlilien (Iris).

Die im Gartenhandel als Iris pumila bezeichneten Pflanzen sind allerdings meist Sorten aus der Gruppe Iris Barbata-Nana, die aus Iris lutescens hervorgegangen ist.<ref name="Fischer" />

Merkmale

Die Zwerg-Schwertlilie ist ein ausdauernder Geophyt, der Wuchshöhen von 10 bis 17 Zentimeter erreicht. Das Rhizom<ref name="Fischer" /> ist kurz und dicht rasenbildend. Der Stängel ist niedrig, fast schon verborgen und fast immer einblütig. Die Laubblätter sind schwertförmig, graugrün, 6 bis 20 Millimeter breit, spitz, stachelspitzig, bis 10 Zentimeter lang und immer länger als der Stängel.<ref name="Hegi" />

Die beiden Hochblätter sind lanzettlich, oberwärts am Rand breit häutig und am Rücken abgerundet. Die Blüte ist ungestielt. Die Perigonblätter sind meist blauviolett, können seltener aber auch blassrot, gelb oder weiß sein. Die Perigonröhre ist 5 bis 7 Zentimeter lang und ragt aus dem obersten Hochblatt heraus. Sie ist ebenso lang oder länger als die Perigonzipfel. Die äußeren Perigonabschnitte sind bis 5 Zentimeter lang und kürzer als die inneren. Die Griffel weisen lanzettliche und an den Rändern gezähnte Äste auf. Die Staubfäden sind fast ebenso lang wie die Staubbeutel. Die Kapselfrucht ist länglich, eiförmig-dreikantig, 4 bis 6 Zentimeter lang und spitz. Die Samen sind eiförmig und 4 bis 7 Millimeter lang. Ihre Schale ist fleischig und bald runzelig.<ref name="Hegi" />

Die Blütezeit liegt im April und Mai.<ref name="Hegi" /> Die Blüten sind nektarlose Täuschblumen.<ref name="Fischer" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32, seltener 30 oder 36.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Zwerg-Schwertlilie reicht von Niederösterreich, Tschechien, Ungarn, den nördlichen Balkan, das südliche Russland, den Kaukasus bis Transkaukasien.<ref name="WCSP" /> In Mitteleuropa kommt sie ursprünglich westlich nur bis Niederösterreich vor, verwilderte aber an zahlreichen Stellen. Die kalkliebende Art wächst hier stellenweise in der Ebene auf steinigen, sonnigen und sandigen Abhängen und Höhenlagen bis 650 Meter.<ref name="Hegi" />

In Österreich ist die Zwerg-Schwertlilie im pannonischen Gebiet heimisch: Burgenland, Wien, Niederösterreich, in Oberösterreich ist sie ausgestorben. Sie wächst hier in Felssteppen und steinigen, lückigen Trockenrasen.<ref name="Fischer" />

Systematik

Man kann zwei Unterarten unterscheiden:<ref name="WCSP" />

  • Iris pumila subsp. attica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss. & Heldr.) K.Richt. (Syn.: Iris attica <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss. & Heldr.): Sie kommt vom Mazedonien bis Griechenland vor.<ref name="WCSP" />
  • Iris pumila subsp. pumila: Sie kommt von Mitteleuropa bis zum Kaukasus vor.<ref name="WCSP" />

Bilder

Belege

<references> <ref name="Fischer"> </ref> <ref name="Hegi"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mittel-Europa, II. Band: Monocotyledones, II. Teil. J. F. Lehmanns, München 1926, S. 286–287. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks

Commons: Zwerg-Schwertlilie – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien