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Zwölf-Apostel-Kirche (Mannheim)

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Datei:Mannheim-Vogelstang-Zwoelf-Apostel-Kirche.jpg
Zwölf-Apostel-Kirche
Datei:Mannheim Vogelstang Zwölf Apostel 20100728.jpg
Frontansicht

Die Zwölf-Apostel-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche im Mannheimer Stadtteil Vogelstang. Sie wurde zwischen 1967 und 1969 nach den Plänen von Heinz Heß erbaut. In Anlehnung an die namengebenden Zwölf Apostel hat sie ein zwölfteiliges Dach.

Geschichte

Die ersten Bewohner der ab 1964 angelegten für 20.000 Einwohner konzipierten Großwohnsiedlung Vogelstang bezogen im Dezember 1965 ihre Wohnungen. Für die Gottesdienste nutzten die Katholiken zunächst für drei Monate einen Kapellenwagen der Ostpriesterhilfe, sodann gemeinsam mit den Protestanten bis 1968 eine Baracke als Notkirche. Nach Vollendung des evangelischen Gemeindezentrums konnte dieses bis zur Fertigstellung der eigenen Kirche von den Katholiken mitbenutzt werden.

Zu Beginn gehörten die Katholiken noch zur Käfertaler Pfarrei St. Laurentius. 1966 wurde die Expositur Mannheim-Vogelstang und 1969 die Pfarrkuratie Zwölf Apostel eingerichtet. Für die Kirche erfolgte 1967 die Grundsteinlegung und am 3. November 1969 Einweihung der Zwölf-Apostel-Kirche eingeweiht werden. 2003 schlossen sich die Pfarreien Zwölf Apostel, St. Laurentius und St. Hildegard zur Seelsorgeeinheit Käfertal-Vogelstang zusammen.

Beschreibung

Datei:Mannheim-Vogelstang-Zwoelf-Apostel-Kirche-Portal.jpg
Eingangsportal

Die Zwölf-Apostel-Kirche befindet sich neben dem Einkaufszentrum und allen anderen zentralen kommunalen und sozialen Einrichtungen im Zentrum des verkehrsberuhigten Stadtteils Vogelstang in Mannheim. Der Sakralbau mit seinem auf einem Zwölfeck basierendem annähernd kreisförmigem Grundriss wurde auf einen quadratischen Bau mit vorragender Terrasse gestellt, in dem sich Gruppen- und Veranstaltungsräume befinden. Der Kirche wurde kein Glockenturm zur Seite gestellt. Das Dach ist einem großen Zelt mit 12 Firststrahlen nachempfunden. Der Grundriss des inneren Kirchenraums wiederholt sich beim radial gefalteten, zur Mitte hin ansteigenden Dach. Die verglasten Giebel sorgen für die Beleuchtung des Gottesdienstraumes, in den sieben Eingänge führen. Der gesamte den Zentralraum zu ca. zwei Dritteln umlaufende großzügig gestaltete Eingangsbereich, in dem sich auch der Taufbereich und zwei abgetrennte Räume mit Kirchenbestuhlung befinden, ist durch Glaswände und -türen auf das Geschehen am Altar ausgerichtet und ermöglicht so zurückgezogen dem Geschehen im Inneren zu folgen. Das in einem 240-Grad-Winkel radial angeordnete Gestühl schließt an den kreisrunden und etwas erhöht in der Raummitte gelegenen Altarraum, der durch einen, zuletzt 2004 erneuerten, Leuchter aus zwölf im Kreis angeordneten Teilen beleuchtet wird. Das 4,90 Meter hohe Standkreuz aus Kupferblechen schuf Roland Peter Litzenburger. Von ihm stammen auch Altar, Ambo, Tabernakel, Leuchter und die Türgriffe an den Portalen. Elisabeth T. Veith gestaltete den raumumspannenden, rund 100 Meter langen, Zwölf-Apostel-Fries. Vor der Altarwand befindet sich neben dem Tabernakel das Gestühl für Priester und Messdiener, dahinter eine Werktagskapelle. Seit einigen Jahren befindet sich auf dem Dach der Kirche auch ein Kreuz, welches die Gemeinde durch Spenden selbst finanzierte.

Literatur

  • Gemeinnütziger Bürgerverein Mannheim-Vogelstang (Hrsg.): Mannheim-Vogelstang: eine Stadtteilchronik. Mannheim 1993.
  • Werner Wolf-Holzäpfel: Katholische Kirchen. In: Mannheim und seine Bauten 1907–2007. Band 3: Bauten für Bildung, Kultus, Kunst und Kultur. Mannheim 2002, ISBN 3-923003-85-4.
  • Andreas Schenk: Architekturführer Mannheim. Berlin 1999, ISBN 3-496-01201-3.

Weblinks

Commons: Zwölf-Apostel-Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 30′ 42″ N, 8° 32′ 18″ O

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