Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Butterkuchen – Wikipedia Zum Inhalt springen

Butterkuchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Zuckerkuchen)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Butter cake slice.jpg
Ein Stück Butterkuchen

Butterkuchen oder Zuckerkuchen (in Mecklenburg und Westfalen auch Platenkuchen) gehört als Blechkuchen zu den „Feinen Backwaren“<ref>Butterkuchen – alles in Butter beim Bäckerhandwerk? In: laves.niedersachsen.de. Abgerufen am 16. September 2023.</ref> und darf als Fett nur Butter enthalten.

Begriff und Verbreitung

Beim Butterkuchen enthalten der Hefeteig und die Auflage nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuchs als Fett nur Butter. Der Butteranteil (Teig einschließlich Auflage) beträgt mindestens 30 kg oder entsprechende Mengen Butterreinfett und/oder Butterfett, bezogen auf 100 kg Getreideerzeugnisse und/oder Stärken.<ref>Leitsätze für Feine Backwaren vom 17./18. September 1991. In: Bundesanzeiger. Abschnitt 11 (deutsche-lebensmittelbuch-kommission.de [PDF; abgerufen am 16. September 2023] Beilage Nr. 86 b zum BAnz. vom 8. Mai 1992, GMBl. Nr. 17 S. 325 vom 8. Mai 1992; zuletzt geändert am 8.1.2010; BAnz. Nr. 16 vom 29.1.2010, GMBl Nr. 5/6 S. 120 ff. vom 4.2.2010).</ref> Ein Kuchen, der diese Anforderung nicht erfüllt (etwa weil er ganz oder teilweise mit Margarine statt Butter zubereitet wurde), darf zum Beispiel als „Zuckerkuchen“ verkauft werden.<ref name="schuene"></ref>

Der Begriff Butterkuchen ist laut Deutschem Wörterbuch mindestens seit 1693 schriftlich überliefert.<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref>

Butterkuchen ist ein beliebter Bestandteil der norddeutschen Kaffeetafel, ebenso ist er in Dänemark bekannt. In Süddeutschland ist er ein Bestandteil der häuslichen Küche und wird auch in Kaffeehäusern angeboten. In Niedersachsen und Westfalen ist der Butterkuchen darüber hinaus auch fester Bestandteil aller wichtigen Familienfeste: Er wird zur Kindstaufe serviert, zur Konfirmation, zur Hochzeit und zur Beerdigung und wird deshalb zuweilen als Freud-und-Leid-Kuchen oder Beerdigungskuchen bezeichnet.<ref>Lebensmittel Lexikon.</ref> In den Niederlanden wird der ähnliche, doch unterschiedliche Boterkoek gegessen. In Sachsen ist er in der nur mit Butter und Zucker belegten Variante seit dem 18. Jahrhundert einfach als Zuckerkuchen bekannt.<ref>Sächsischer Zuckerkuchen. In: Tracks and the City. 1. Februar 2024, abgerufen am 23. April 2025.</ref>

Varianten der Auflage

Die Auflage des Butterkuches besteht aus Butterstückchen und Zucker.<ref>IREKS-Arkady-Institut für Bäckereiwissenschaft (Hrsg.): IREKS-ABC der Bäckerei. 4. Auflage. Institut für Bäckereiwissenschaft, Kulmbach 1985.</ref> Auf dem Teig bilden die Butterflocken nach dem Backen die typischen Kuhlen. Häufig werden geröstete Mandelblättchen oder gehackte Nüsse auf den Kuchen gestreut. Gelegentlich erhält der Kuchen auch Creme- oder Fruchtfüllungen.

Regional wird Butterkuchen statt nur mit Zucker mit einer Zucker-Zimt-Mischung bestreut, in Mecklenburg mit Kardamom gewürzt.

Datei:Butterkuchen2.JPG
Ganzer Butterkuchen vom Blech
Datei:Schiffsbäcker in der Kombüse beim Backen von Streuselkuchen.png
Schiffsbäcker beim Backen von Butterkuchen (an Bord im Jargon als Panzerplatten bezeichnet)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />