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Zuchtlinie

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Als Zuchtlinie (auch: Linie) werden Teilpopulationen einer Pflanzensorte oder einer Tierrasse bezeichnet, die genetisch einheitlicher sind als die Sorte oder Rasse, der sie angehören und die nur mit Angehörigen ihrer eigenen Teilpopulation verpaart werden.

Pflanzenzucht

Im engeren Sinne bezeichnet eine Linie in der Pflanzenzüchtung die „Einzelnachkommenschaft eines Selbstbefruchters, die durch die nach Mutterpflanzen getrennte Aussaat der Samen gewonnen wird.“<ref>Eintrag Linie in: Lexikon der Biologie in acht Bänden. Herder, Freiburg, Basel und Wien 1985.</ref> Solche Einzelnachkommenschaften werden in der Botanik auch als „Stämme“ bezeichnet. Da sich viele Pflanzen sowohl vegetativ als auch generativ vermehren lassen, ist die Möglichkeit einer Reinzucht gegeben („reine Linie“). Vor allem bei der vegetativen Vermehrung ist der Erhalt der genetischen Merkmale gegeben und wird nur durch mögliche Mutation bedroht.

Bei der Hybridzüchtung von Pflanzen werden verschiedene Inzuchtlinien miteinander gekreuzt.

Tierzucht

In der Tierzucht sind Zuchtlinien häufig durch gezielte oder geduldete, mäßige Inzucht entstanden („Linienzüchtung“), in der Erwartung, dass bestimmte erwünschte Merkmale mit besonders großer Wahrscheinlichkeit auch in der nächsten Generation wieder in Erscheinung treten und durch Auslese erhalten bleiben. Während die Zugehörigkeit eines Tieres zu einer Art und häufig auch bereits zu einer Rasse durch genetische Analysen eindeutig nachweisbar ist, kann die Zugehörigkeit zu einer Zuchtlinie meist nur durch Abstammungsnachweise erbracht werden. In der englischen Fachliteratur steht die Zuchtlinie unterhalb der Rasse (auch: Subspezies) in der Hierarchie.<ref>T. Gotoh et al.: Host race formation in Tetranychus urticae: genetic differentiation, host plant preference, and mate choice in a tomato and a cucumber strain. In: Entomologia Experimentalis et Applicata. Band 68, Nr. 2, 1993, S. 171–178, doi:10.1111/j.1570-7458.1993.tb01700.x.</ref><ref>I. Buddenhagen: Understanding Strain Diversity in Fusarium oxysporum f. sp. cubense and History of Introduction of 'Tropical Race 4' to Better Manage Banana Production. In: Acta Horticulturae. Band 828, 2009, S. 193–204, doi:10.17660/ActaHortic.2009.828.19.</ref> Hingegen steht der sogenannte „Genetische Zuchtkern“ (genetic nucleus) in der Hierarchie unterhalb der Zuchtlinie und bezieht sich auf eine oder mehrere kleine Populationen männlicher und weiblicher Individuen (z. B. Rinder), die zum Erzeugen spezieller Selektionskandidaten im Rahmen eines Zuchtprogramms verwendet werden.<ref>Auszuchtstämme, Zuchtmethoden und genetische Eigenschaften. Fachinformation aus dem Ausschuss für Genetik und Labortierzucht der Gesellschaft für Versuchstierkunde. (PDF, Seite 4), zuletzt abgerufen am 17. April 2022.</ref><ref>{{#if:{{#ifexpr:{{#if:EP|0|1}} or {{#if:3362578|0|1}}|1}}|Fehlender Parameter {{#if:EP||„Land“{{#if:3362578|| und }}}}{{#if:3362578||„V-Nr“}}|}}{{#if: {{#invoke:Expr|TemplateBooland}}|{{#ifeq:Patentanmeldung|Patentanmeldung|Patentanmeldung|{{#ifeq:Patentanmeldung|Gebrauchsmuster|Gebrauchsmuster|Patent}}}} {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|EP3362578A2|{{#switch: {{{DB}}} | DEPATIS =EP3362578A2 | WIPO = EP3362578 | Google = EP3362578A2 | #default =EP3362578A2 }}}}{{#if:Verfahren zur genomischen Beurteilung bei Vieh2016-10-142018-08-22Inguran LLCJohn Dobrinsky et alSeite 24|:|.}}{{#if:Verfahren zur genomischen Beurteilung bei Vieh| Verfahren zur genomischen Beurteilung bei Vieh.}}{{#if:2016-10-14| Angemeldet am {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}{{#if:2018-08-22Inguran LLCJohn Dobrinsky et al|,}}}}{{#if:2018-08-22|{{#if:2016-10-14| veröffentlicht am | Veröffentlicht am }}{{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}{{#if:Inguran LLCJohn Dobrinsky et al|,}}}}{{#if:Inguran LLC| Anmelder: Inguran LLC{{#if:John Dobrinsky et al|,}}}}{{#if:John Dobrinsky et al| Erfinder: John Dobrinsky et al}}{{#if:Seite 24| (Seite 24)}}{{#if:2016-10-142018-08-22Inguran LLCJohn Dobrinsky et alSeite 24|.}}}}{{#invoke:TemplatePar|match |template= Vorlage:Patent |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Patent}} |format= |preview=@@@ |1=Land= ABC+ |2=V-Nr= /^[0-9A-Z]+$/ |3=Titel= * |4=Erfinder= * |5=Anmelder= * |6=A-Datum= * |7=V-Datum= * |8=Typ= ASCII |9=Code= ASCII |10=Kommentar= * |11=KeinLink= ASCII |12=DB=ASCII }}</ref>

Auch in der Geflügel-, Hunde- und Katzenzucht wird häufig von Zuchtlinien gesprochen, wobei hier in der Regel die Herkunft der Tiere von bestimmten Züchtern gemeint ist. Eine gewisse Relevanz bekam die Unterscheidung von „Rasse“ und „Zuchtlinie“ im Zusammenhang mit der Diskussion um sogenannte Kampfhunde. Hier dreht sich die Auseinandersetzung zwischen Tierzüchtern, Haltern und Polizeibehörden oft um die Frage, ob die gesamte Rasse als gefährlich einzustufen ist oder ob dies nur für bestimmte Zuchtlinien gilt.<ref>H. Eichelberg: Kampfhunde – Gefährliche Hunde? In: Deutsche tierärztliche Wochenschrift. Band 107, Nr. 3, 2000, Verlag M. & H. Schaper, Alfeld (Leine), S. 91–93.</ref>

Diverse Zuchtlinien der Hausmaus und der Wanderratte werden in Forschungseinrichtungen als Testtiere verwendet.

Siehe auch

Belege

<references />