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Zoologischer Garten Breslau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zoologischer Garten Breslau
Vollständiger Name Ogród Zoologiczny we Wrocławiu
Besonderheiten
Ort
Fläche 33 Hektar
Eröffnung 10. Juli 1865
Schließung {{{geschlossen}}}
Tierarten 1100 Arten
Individuen ca. 12.000 Tiere
Arten-
schwerpunkte
Besucherzahl
ISIN {{{ISIN}}}
Organisation
Leitung Tomasz Jóźwik
Trägerschaft
Förderorga-
nisationen
Mitglied bei
Datei:Wrocław, Główne wejście do ZOO - fotopolska.eu (277456).jpg
zoo.wroclaw.pl

Der Städtische Zoologische Garten in Breslau ist der Zoo der Stadt Breslau. Mit einer Fläche von ca. 33 Hektar ist er einer der größten Zoos Polens. Gezeigt werden über 12.000 Tiere, die 1100 Arten repräsentieren (in Bezug auf die Anzahl der Tierarten ist es die drittgrößte der Welt).

Geschichte

1864–1945

Bereits während der Gründungs- und Aufbauphase des Zoologischen Gartens wurde dem Arzt Franz Schlegel aus Altenburg am 1. August 1864 das Direktorat übergeben.<ref>Der Thiergarten. Hrsg. Dr. D. F. Weiland, I. Jahrgang. Stuttgart. 1864. Verlag von Ebner und Seubert. S. 168. Online-Ressource. Abgerufen am 15. November 2021.</ref> Die Eröffnung des Zoos erfolgte am 10. Juli 1865.

Es war die neunte deutsche Zoogründung.<ref>Breslau - Geschichte von Breslau. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Abgerufen am 24. November 2021</ref> Zur Eröffnung waren unter anderem ein Bärenzwinger, ein Wolfsbau sowie Häuser für Wildschweine, Hirsche, Fasanen, Büffel, Kamele, Eulen, Adler und kleine Raubtiere fertiggestellt. Der Tierbestand umfasste zur Eröffnung 189 zumeist heimische Tiere.<ref name=400a>Werner Kourist: 400 Jahre Zoo, S. 154. / vgl. Literatur</ref>

Datei:Colt statue by Inge Jaeger-Uhthoff Wrocław Zoo 1.jpg
Fohlen-Statue im Breslauer Zoo. Inge Jaeger-Uhthoff, 1939, Berlin
Datei:AG Breslauer Zoologischer Garten 1938.jpg
Aktie über 1000 RM der AG Breslauer Zoologischer Garten vom Juli 1938

Zehn Jahre nach der Eröffnung wurde das Große Raubtierhaus eröffnet. Unter Schlegels Nachfolger auf dem Direktorenposten, Hermann Stechmann, wurden in den Jahren 1886 bis 1890 verstärkt neue Tierhäuser gebaut, die das internationale Ansehen des Zoos weiter förderten.

1867 gab Direktor Franz Schlegel einen der weltweit ersten Zooführer „Führer im zoologischen Garten bei Breslau“ mit Lageplan und Geländeübersicht sowie einem Verzeichnis der Gehege mit den Gebäuden und den darin befindlichen Tieren heraus.<ref>Franz Schlegel: Führer im zoologischen Garten bei Breslau. Breslau, Verlag von Max Mälzer. 1867. Internet-Ressource. (PDF. 43,1 MB). Abgerufen am 17. November 2021</ref> 1872 erschien dieser Schlegelsche Zooführer in elfter, erweiterter Auflage. Zum 25-jährigen Jubiläum des Zoos erschien 1890 ein erweiterter Zooführer mit Lageplan und 48 Fotoansichten des Zoos und seiner Tiere.

Nachdem Friedrich Grabowsky 1901 die Leitung übernommen hatte, umfasste der Tierbestand zeitweilig 1800 Tiere in 650 Arten.<ref name=400a />

Aufgrund der Zerstörung und wirtschaftlichen Krise nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Zoo 1921 geschlossen und diente in den Folgejahren als Konzertgarten. Erst im Mai 1927 wurde er wieder eröffnet, zeigte dann aber bereits wieder 1850 Tiere in 480 Arten.<ref name=400a />

Ein für Anfang der 1930er Jahre geplantes Aquarienhaus konnte aufgrund der schlechten Finanzlage des Zoos nicht verwirklicht werden.

1935 wurde mit einer Anlage für Pinguine die erste Freianlage des Zoos eröffnet. Damit folgte der Zoo der Entwicklung, die mit der Eröffnung von Hagenbecks Tierpark in Hamburg-Stellingen begann, Tiere in einer Landschaftsumgebung möglichst ohne Gitter zu präsentieren. Ab 1937 wurde mit dem Ausbau eines Erweiterungsgeländes begonnen, in diesem Rahmen wurden eine Robbenanlage, eine Bärenfreianlage und eine Freianlage für Paviane geschaffen.

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges waren wieder 650 Arten im Tierbestand des Zoos. Am 7. Oktober 1944 fielen die ersten Fliegerbomben auf den Zoo, wenige Wochen später lag der Zoo in Trümmern. Am 9. Mai 1945 übergaben die sowjetischen Militärbehörden die Verwaltung der Stadt Breslau an Polen.

1948 bis heute

Am 16. Juli 1948 eröffnete die Breslauer Universität den Zoo erneut mit einem Bestand von etwa 150 Tieren. Nach 1956 wurde das Gelände erweitert. Im Jahr 1998 beging der Zoo sein 50-jähriges Bestehen in Polen.

Eine Attraktion des Zoos ist das im Jahr 2014 eröffnete<ref>Afrykarium-Oceanarium: Korallen und erste Fische [FOTOS, WIDEO]. Abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref> Afrikarium-Ozeanarium mit den Themenbereichen Rotes Meer, Nilpferde und große Seen, Haifischbecken, Skelettküste Namibia und Kongohalle.<ref> http://www.competitionline.de/site/20012003133010/20012003133010.php?wettbewerb_id=10374</ref> Eine weitere Attraktion ist das Odrarium (Fauna des Oder-Einzugsgebiets). 2018 konnten weitere neue Anlagen eröffnet werden. So gibt es nun einen Auslauf für Schneeleoparden und Nebelparder, eine Fischotteranlage im Odrarium sowie einen Auslauf für Wölfe. Darüber hinaus plant die Zooverwaltung, erstmals seit 1989 wieder Gorillas auf dem Gelände anzusiedeln. Sie sollen eine 1,5 Hektar große Fläche bekommen.<ref>https://polenjournal.de/tourismus/2554-breslauer-zoo-ganz-vorne</ref>

Zoodirektoren

Anmerkungen

<references />

Literatur

  • Horst G. W. Gleiss: Unter Robben, Gnus und Tigerschlangen. Chronik des Zoologischen Gartens Breslau 1865–1965, Natura et Patria Verlag, Wedel 1967.
  • Werner Kourist: 400 Jahre Zoo. Im Spiegel der Sammlung Werner Kourist, Bonn 1976, S. 154–157.
  • Annelore Rieke-Müller, Lothar Dittrich: Der Löwe brüllt nebenan. Die Gründung Zoologischer Gärten im deutschsprachigen Raum 1833–1869, Köln/Weimar/Wien 1998, S. 185–187.

Weblinks

  • Offizielle Homepage des Zoos
  • <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. mit meist historischen Informationen in deutscher Sprache
Commons: Wrocław Zoo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 6′ 17″ N, 17° 4′ 15″ O

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