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Zoia Ceaușescu

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Datei:Zoia Ceaușescu 1981.jpg
Zoia Ceaușescu, 1. September 1981 (Bildausschnitt)<ref name=":0">Lavinia Betea: Prințesele roşii – Femei şi bărbați, părinți şi copii în ideologia şi cotidianul comunist. Corint Istorie Autori Români, Bucureşti 2024, ISBN 978-6-06088457-6, nicht paginierter Bildteil zwischen S. 256 und 257.</ref>
Datei:Zoia and Elena Ceaușescu 1978.jpg
Mit ihrer Mutter am 26. September 1978 (Bildausschnitt)<ref name=":0" />

Zoia Ceaușescu (* 1. März 1949 in Bukarest; † 20. November 2006 ebenda) war eine rumänische Mathematikerin und die Tochter des rumänischen Diktatorenpaares Elena und Nicolae Ceaușescu sowie die Schwester von Nicu und Valentin Ceaușescu.

Leben

Zoia Ceaușescus Eltern standen an der Staatsspitze der Sozialistischen Republik Rumänien. Auf diese Weise begleitete sie ihre Eltern Mitte Oktober 1969 beispielsweise auf einem Staatsbesuch nach Indien.<ref name=":0" /> Sie studierte Mathematik und arbeitete ab 1975 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften in Bukarest. 1980 heiratete sie Mircea Oprean, einen Professor und Ingenieur an der Polytechnischen Universität Bukarest. Ihr Arbeitsgebiet war die Funktionalanalysis. In den 1980er Jahren war sie Direktorin des Instituts für Mathematik der Rumänischen Akademie der Wissenschaften (INCREST, Institutul pentru Creaţie Ştiinţifică şi Tehnică).

Als Tochter des Generalsekretärs der Rumänischen Kommunistischen Partei genoss sie, wie die übrigen Familienmitglieder auch, zahlreiche Privilegien. Sie führte im Gegensatz zur übrigen Bevölkerung ein luxuriöses Leben und wohnte gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Geschwistern im Frühlingspalast. Als im Dezember 1989 im Zuge der Rumänischen Revolution Nicolae Ceaușescu gestürzt wurde, erging ebenfalls Haftbefehl gegen die Kinder des Diktators. Zoia Ceaușescu wurde daraufhin festgenommen und wegen „Verschwendung öffentlicher Gelder“ angeklagt. Nach acht Monaten wurde sie aus der Haft entlassen. Die Rückkehr an ihren alten Arbeitsplatz wurde ihr verwehrt, Ceaușescu klagte dagegen ohne Erfolg.

Anfang Januar 1990 wurde auch ihr Ehemann Mircea Oprean, Universitätsprofessor an der Polytechnischen Universität, festgenommen und blieb bis zum 8. August 1990 inhaftiert. Beide mussten in der Folge ihre Villa aufgeben und bei Freunden und Verwandten unterkommen. Ceaușescu führte darauf ein zurückgezogenes Leben und mied die Presse.<ref name="historia.ro" /> Zoia Ceaușescu war starke Raucherin und starb am 20. November 2006 an Lungenkrebs.<ref>Andrei Luca Popescu: Viața romanțată a familiei Ceaușescu, varianta pentru export. In: Radio Free Europe, 2019.</ref> Die Trauerfeier war bescheiden. Zoia Ceaușescu wurde im Krematorium Cenușa eingeäschert.<ref name="historia.ro">Zoia, singura fiică a cuplului Nicolae și Elena Ceaușescu, a murit în urma unui cancer pulmonar. In: historia.ro</ref>

In der Öffentlichkeit war ihr Name zuletzt aufgetaucht, als sie eine Exhumierung der Leichen aus dem Grab ihrer Eltern auf dem Ghencea-Friedhof in Bukarest durchsetzen wollte. Sie hatte stets behauptet, dass dort nicht ihre Eltern beerdigt worden seien.<ref name="historia.ro" /> Ihre Behauptung erwies sich 2010 als falsch.<ref>DNA-Analysen: Leiche von Ex-Diktator Ceausescu identifiziert. In: Spiegel Online. 3. November 2010, abgerufen am 27. März 2020.</ref>

Weblinks

Commons: Zoia Ceaușescu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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