Ziestblättrige Teufelskralle
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| Ziestblättrige Teufelskralle | ||||||||||||
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| Datei:Teufelskralle blau blühend.jpg
Ziestblättrige Teufelskralle (Phyteuma betonicifolium) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Phyteuma betonicifolium | ||||||||||||
| Vill. |
Die Ziestblättrige Teufelskralle (Phyteuma betonicifolium), auch Betonienblättrige Rapunzel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Teufelskrallen (Phyteuma) innerhalb der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Ziestblättrige Teufelskralle ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist aufrecht und einfach, das obere Drittel ist meist kahl. Die Grundblätter sind langgestielt und ihre Blattspreite ist am Grund herzförmig oder gerundet, spitz und stumpf gezähnt und drei- bis achtmal so lang wie breit. Die oberen Stängelblätter sind schmal-lanzettlich und sitzend.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der ährige Blütenstand ist eiförmig-zylindrisch. Die Hüllblätter sind schmal-lanzettlich. Die Blüten sind fünfzählig. Die hell-blauviolette Blütenkrone misst 7 bis 12 Millimeter und ist vor dem Aufblühen gerade. Der Griffel überragt die Blütenkrone und endet in meist drei Narben.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Die Ziestblättrige Teufelskralle kommt von Frankreich, der Schweiz bis nach Italien und von Deutschland über Österreich bis zum früheren Jugoslawien vor. Sie kommt in den Alpen in subalpinen bis alpinen Höhenstufen in Höhenlagen von 1000 bis 2700 Meter vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie von 1300 Metern am Grünten auf der Schwandalpe bis zu einer Höhenlage von 2380 Metern an der Rothornspitze auf.<ref name="Dörr-Lippert" />
Die Ziestblättrige Teufelskralle meidet Kalk und gedeiht am besten auf leicht sauren, mageren Böden. Sie ist ziemlich häufig und gedeiht in Wiesen, Weiden und Gebüschen. Sie ist pflanzensoziologisch eine Charakterart des Verbandes Nardion.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Phyteuma betonicifolium erfolgte 1787 durch Dominique Villars in Histoire des Plantes de Dauphiné Band 2 Seite 518 Tafel 12. Synonyme für Phyteuma betonicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Vill. sind: Phyteuma spicatum var. betonicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vill.) Lapeyr., Phyteuma michelii subsp. betonicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vill.) Nyman.<ref name="WCSP" />
Von Phyteuma betonicifolium gibt es zwei Unterarten:<ref name="WCSP" />
- Phyteuma betonicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Vill. subsp. betonicifolium (Syn.: Phyteuma betonicifolium var. pubescens <templatestyles src="Person/styles.css" />A.DC., Phyteuma betonicifolium var. sessilifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />A.DC., Phyteuma veronicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Schrad. ex A.DC., Phyteuma michelii var. veronicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Schrad. ex A.DC.) Nyman, Phyteuma betonicifolium var. lanceolatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Rich.Schulz, Phyteuma michelii var. sessilifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.DC.) Rouy): Sie kommt im gesamten Verbreitungsgebiet der Art vor.<ref name="WCSP" />
- Phyteuma betonicifolium subsp. scaposum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rich.Schulz) Pignatti (Syn.: Phyteuma scaposum <templatestyles src="Person/styles.css" />Rich.Schulz, Phyteuma michelii subsp. scaposum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rich.Schulz) P.Fourn., Phyteuma elegans <templatestyles src="Person/styles.css" />Hegetschw.): Sie kommt im südöstlichen Frankreich, in der Schweiz, in Italien und in Österreich vor.<ref name="WCSP" />
Literatur
- Elias Landolt: Unsere Alpenflora. 5. Auflage 1984, ISBN 3-85902-045-5.
- Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Dörr-Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 558–560.</ref> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Phyteuma - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 7. April 2016.</ref> <ref name="InfoFlora"> Phyteuma betonicifolium Vill. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>
Weblinks
- Phyteuma betonicifolium Vill., Betonien-Teufelskralle. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Ziestblättrige Teufelskralle. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Teufelskralle Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).