Zum Inhalt springen

Zierliches Johanniskraut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Zierliches Johanniskraut
Datei:Hypericum elegans sl5.jpg

Zierliches Johanniskraut (Hypericum elegans)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)
Gattung: Johanniskräuter (Hypericum)
Art: Zierliches Johanniskraut
Wissenschaftlicher Name
Hypericum elegans
Stephan ex Willd.

Das Zierliche Johanniskraut (Hypericum elegans), auch Schmuck-Johanniskraut oder Zierliches Hartheu<ref name="FloraWeb" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Johanniskräuter (Hypericum) innerhalb der Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae).

Beschreibung

Datei:Hypericum elegans sl11.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände
Datei:Hypericum elegans sl9.jpg
Zierliches Johanniskraut in Blüte

Vegetative Merkmale

Das Zierliche Johanniskraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 30, selten bis zu 50 Zentimetern erreicht.<ref name="Flora-de" /><ref name="FloraWeb" /> Es werden unter- und oberirdische Ausläufer gebildet. Der aufrechte bis niederliegende, schwarz drüsig punktierte Stängel ist stielrund und besitzt im oberen Teil zwei zarte Längsleisten.<ref name="FloraWeb" />

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind mindestens so lang wie die Stängelglieder. Die einfachen Blattspreiten sind länglich-lanzettlich und der Blattrand ist umgerollt. Die Blattspreiten sind dicht durchscheinend punktiert und am Rand befinden sich schwarze Drüsen.<ref name="FloraWeb" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli.<ref name="BiolFlor" /> Der Blütenstand ist locker und enthält viele Blüten.<ref name="FloraWeb" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter enden spitz und besitzen auf Fransen befindliche gestielte schwarze Drüsen.<ref name="Flora-de" /><ref name="FloraWeb" /> Die gelben Kronblätter sind bis zu 12 Millimeter lang und der gezähnte Rand besitzt schwarze Drüsen.<ref name="Flora-de" /><ref name="FloraWeb" /> Es sind viele Staubblätter vorhanden. Die Staubbeutel sind gelb.<ref name="Flora-de" />

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 8; es liegt Tetraploidie vor mit einer Chromosomenzahl von 2n = 32.<ref name="BiolFlor" /><ref name="FloraWeb" />

Es werden Kapselfrüchte gebildet.<ref name="BiolFlor" />

Ökologie

Beim Zierliche Johanniskraut handelt es sich um einen teilimmergrünen, rosettenlosen Hemikryptophyten.<ref name="BiolFlor" />

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Blütenökologisch handelt es sich um Pollenblumen, die typischerweise von kurzrüsseligen Bienen, Syrphiden, Käfer sowie Fliegen bestäubt werden.<ref name="BiolFlor" />

Vorkommen

Das Zierliche Johanniskraut ist ein europäisch-westsibirisches Florenelement in der submeridionalen bis meridionalen Zone. Das Zierliche Johanniskraut ist in Mittel-, Ost- sowie Südosteuropa, Westasien, im Kaukasusraum und in Sibirien verbreitet.<ref name="GRIN" />

Es gibt Fundortangaben für Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Serbien, Bulgarien, Montenegro, Rumänien, Moldawien, europäischer Teil Russlands, Belarus, Ukraine, die Krim, Ciskaukasien, Aserbaidschan, Georgien, Dagestan, die Türkei und die russischen Gebiete Altai, Region Krasnojarsk, Oblast Kemerowo, Nowosibirsk, Omsk sowie Tomsk.<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />

In Deutschland kommt es zerstreut in Rheinland-Pfalz (Rheinhessen), nördlichen Thüringen sowie selten im südlichen Sachsen-Anhalt vor. In Österreich ist das Zierliche Johanniskraut nur aus Niederösterreich bekannt.

Diese kalkstete Art wächst auf kontinentalen Trocken- und Halbtrockenrasen sowie in Trockengebüschsäumen. Das Zierliche Johanniskraut ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbandes Geranion sanguinei.<ref name="Oberdorfer2001" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Hypericum elegans erfolgte 1802 durch Christian Friedrich Stephan in Carl Ludwig Willdenow: Species Plantarum, 3, 2, S. 1469.<ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" />

Literatur

  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Hypericum elegans bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="BiolFlor"> Zierliches Johanniskraut. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland. </ref> <ref name="FloraWeb"> Hypericum elegans Stephan ex Willd., Zierliches Hartheu. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Clusiaceae. Datenblatt Hypericum elegans In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 664. </ref> <ref name="Flora-de"> Thomas Meyer: Datenblatt bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben) mit Bestimmungsschlüsser und Fotos. </ref> </references>