Zum Inhalt springen

Ziegenkopfadler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:DEU Gemuenden (Wohra) COA.svg
Gemünden (Wohra)

Der Ziegenkopfadler, kurz nur Ziegenadler oder auch als Bockadler<ref>Christian Samuel Theodor Bernd: Die Hauptstücke der Wappenwissenschaft. Band 2: Die allgemeine Wappenwissenschaft in Lehre und Anwendung. Beim Verfasser und Eduard Weber, Bonn 1849, S. 214. </ref> bezeichnet, ist ein zusammengesetztes Wappentier in der Heraldik.

Gestaltung und Blasonierung

Datei:Wappen Stadt Neukirchen (Knüll).jpg
Veränderte Darstellung in Neukirchen (Knüll)

Als gemeine Figur ist das Fantasietier im Wappen selten. Auf einem Adlerkörper wird ein Ziegenkopf aufgesetzt. Die Hauptblickrichtung des Kopfes ist nach heraldisch rechts und die Stellung des Adlerkörpers folgt der Adlerdarstellung. Bei der Farbgebung gelten die heraldischen Regeln der Tingierung.<ref>Ziegenkopfadler auf heraldik-wiki.de, abgerufen am 26. April 2023</ref>

Verwendung

Datei:DEU Ziegenhain (Schwalmstadt) COA.png
Ziegenhain (Schwalmstadt)

Da die Stadt Ziegenhain ursprünglich zum Geschlecht der Grafen von Ziegenhain gehörte, ist kein Ziegenadler, sondern ein Hahn mit Ziegenkopf in ihrem Wappen. Die in der Literatur für die Grafen von Ziegenhain dargestellte Form ist ein Ziegenkopfadler in der üblichen Adlerdarstellung und mit einem Brustschild belegt.<ref>Walter Leonhard: Das große Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung. 2., durchgesehene und erweiterte Auflage. Georg D. W. Callway, München 1978, ISBN 3-7667-0345-5.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />