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Ziegelhütte (Heidenheim)

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Ziegelhütte
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(10)&title=Ziegelh%C3%BCtte 49° 1′ N, 10° 44′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(10) 49° 0′ 49″ N, 10° 44′ 9″ O
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Höhe: 516 m ü. NHN
Einwohner: 10 (30. Juni 2019)<ref name="Einwohner">Marktgemeinde Heidenheim – Ortsteile. Abgerufen am 2. Oktober 2021.</ref>
Eingemeindung: 1808
Postleitzahl: 91719
Vorwahl: 09833
Datei:Ziegelhütte 2012-06-15 (14).JPG
Anwesen Ziegelhütte Nr. 1

Ziegelhütte ist ein Gemeindeteil des Marktes Heidenheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Ziegelhütte liegt in der Gemarkung Heidenheim.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Oktober 2024.</ref>

Lage

Die Einöde liegt in der Fränkischen Alb etwa ein Kilometer südwestlich des Ortskerns von Heidenheim an der Stelzergasse und dem Rothenweg.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

In den Salbüchern des Klosters Heidenheim ist mehrmals eine Ziegelhütte aufgeführt, jedoch ohne Ortsangabe. Vermutlich hat man darauf verzichtet, da es nur eine Ziegelei in der Nähe des Klosters gab. So ist erstmals im Klostersalbuch von 1395 das „ziegel hauß“ genannt. Der Name wird gedeutet als „Hütte (im Sinne einer überdachten Werkstatt), in der Ziegel hergestellt werden.“<ref>Schuh, S. 356</ref> Grundherr der Ziegelei war also das Kloster Heidenheim, an das der Ziegler Reichnisse zu geben hatte. Nach der Säkularisation des Klosters 1537 waren die Abgaben an das brandenburgisch-ansbachische Klosterverwalteramt Heidenheim zu leisten. Weitere Belege für die klösterliche „Ziegelhütte(n)“ von 1517 und 1553 sind ebenfalls ohne Ortsangabe; erst 1616 ist ausdrücklich von der „Ziegelhütten zu Heidenheim“ die Rede, die dem Klosterverwalteramt vogt- und gültbar ist. 1650 lag die Ziegelei aufgrund des Dreißigjährigen Krieges öde. Im 18. Jahrhundert ist sie 1714 (Verkauf an zwei Schutzjuden aus Wassertrüdingen)<ref>Ulrich Winter: Aufsätze zur Heimatgeschichte von Martin Winter (German). Abgerufen am 2. Oktober 2021.</ref> und 1739 erwähnt.<ref>Die Angaben dieses Abschnittes hauptsächlich nach Schuh, S. 358</ref>

Am Ende des Heiligen Römischen Reichs unterstand die Ziegelhütte hochgerichtlich dem seit 1792 preußischen, ehemals markgräflichen Oberamt Hohentrüdingen und dem ehemals markgräflichen Klosterverwalteramt Heidenheim. Kirchlich war sie der evangelischen Pfarrei Heidenheim zugeordnet.<ref>Historischer Atlas, S. 128 online</ref>

Die mit dem Markgrafentum Ansbach königlich-preußisch gewordene Heidenheimer Ziegelhütte wurde infolge des Reichsdeputationshauptschlusses 1806 königlich-bayerisch. Als 1808 Steuerdistrikte gebildet wurden, kam die Ziegelhütte mit mehreren Mühlen und Einöden aus dem Besitz des ehemaligen Klosters Heidenheim in den Steuerdistrikt Heidenheim im Landgericht Heidenheim. Zwei Jahre später wurde aus dem Steuerdistrikt die etwas verkleinerte Ruralgemeinde Heidenheim. Durch das Gemeindeedikt von 1818 wurde Heidenheim wieder im Umfang von 1808 eine Gemeinde im gleichnamigen Landgericht.<ref>Historischer Atlas, S. 235</ref>

1833 gehörten zur Hügelhütte 8,2 Hektar Ackerland, 0,6 Hektar Wiese und 2,3 Hektar Wald.<ref>1250 Jahre Heidenheim, S. 38</ref> Das Ziegelbrennen wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt eingestellt; der Name „Ziegelhütte“ blieb aber für den Gemeindeteil erhalten.

Einwohnerzahlen

Literatur

Weblinks

Commons: Ziegelhütte (Heidenheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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