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Zentrum für Sicherheits- und Katastrophenschutztechnik

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Datei:Hemer-ZSK1.JPG
Blick über das ZSK-Gelände vom Jübergturm

Das Zentrum für Sicherheits- und Katastrophenschutztechnik (kurz: ZSK) in Hemer, Nordrhein-Westfalen, war ein Verbund von Unternehmen und Einrichtungen aus dem Gebiet der Katastrophenschutztechnik. Anfangs gehörten 20 Einrichtungen dem ZSK an. Das Standortmanagement erfolgt durch die GSW-Consulting<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ministerium für Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen: Broschüre Ein Modellprojekt stellt sich vor. Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung in NRW Das Modellprojekt in Hemer (Seite 28–31 ) (Memento vom 26. November 2013 im Internet Archive) (PDF; 1,6 MB), abgerufen am 25. Februar 2011.</ref> GmbH, Gesellschaft für Beratung der sicherheits- und wehrtechnischen Wirtschaft,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Registerportal: Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf, HRB 55212. (Memento vom 3. Januar 2007 im Internet Archive)</ref> die mit einem Insolvenzeröffnungsverfahren belastet war, in welchem am 15. Dezember 2010 Sicherungsmaßnahmen beschlossen und ein vorläufiger Insolvenzverwalter unter Anordnung eines Zustimmungsvorbehaltes<ref>Zustimmungsvorbehalt laut Eintragung im Handelsregister Düsseldorf HRB 55212 vom 27. Dezember 2010.</ref> bestellt wurde.<ref>Amtsgericht Hagen (Nordrhein-Westfalen): Sicherungsmaßnahmen im Insolvenzeröffnungsverfahren gemäß §§ 21, 22 InsO, 106 IN 318/10.</ref> Das Insolvenzverfahren wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 18. März 2011 eröffnet.<ref>Aktenzeichen 106 IN 318/10 sowie Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf vom 21. März 2011 unter HRB 55212</ref> Durch Kaufvertrag vom 15. September 2010 ist das Grundstück der insolventen GSW auf die AquaConcept GmbH<ref>Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn HRB 5666</ref> in Hemer, Deilinghofer Straße 35–37, übergegangen,<ref>IKZ: AquaConcept aus Altena vergrößert sich in Hemer.[1]</ref>

Geschichte

Datei:Hemer-Bluecherkaserne1-Bubo.JPG
Die Blücher-Kaserne vor ihrer Schließung

Am 1. November 2004 gab der damalige Bundesverteidigungsminister Peter Struck das neue Stationierungskonzept der Bundeswehr bekannt. Dies hatte für die Stadt Hemer zur Folge, dass sämtliche Truppenteile und Dienststellen verlegt bzw. aufgelöst wurden.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.bundeswehr.deBundesministerium der Verteidigung: Die Stationierung der Bundeswehr in Deutschland (Seite 114) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2020. Suche im Internet Archive )</ref> Während die Stadt Hemer sich daraufhin mit dem nördlichen Teil der Kaserne erfolgreich um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2010 bemühte, begann zeitgleich die Planung eines Zentrums für Sicherheits- und Katastrophenschutztechnik. Erst waren die Planungen als Alternative zur Landesgartenschau gedacht, schließlich gründete die GSW-Consulting GmbH im ehemals technischen, südlichen Bereich der Blücher-Kaserne dennoch das ZSK.<ref>IKZ Hemer: „Millionenschwere Projekte für die Zukunft“, vom 6. August 2007, abgerufen am 7. Juli 2015</ref>

Bereits im Sommer 2007 siedelte sich die Firma AIRMATIC Gesellschaft für Umwelt und Technik GmbH<ref>Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Iserlohn unter HRB 2417</ref> aus Hemer an und entwickelte als erstes Projekt einen Löschpanzer; sie ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens vom 1. April 2011 aufgelöst.<ref>Amtsgericht Hagen (Nordrhein-Westfalen): Sicherungsmaßnahmen im Insolvenzeröffnungsverfahren gemäß §§ 21, 22 InsO, 106 IN 39/11.</ref>

Bis Ende 2008 waren im ZSK insgesamt rund 100 Arbeitsplätze geschaffen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.gsw-nrw.deGSW-Consulting GmbH – Sicherheits- und Katastrophenschutz aus Hemer (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2016. Suche im Internet Archive ), PDF-Datei</ref> Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützte das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von 10 Millionen Euro.<ref name="Eröffnung">IKZ Hemer: „Besonderer Tag für Hemer, die Region und NRW“, vom 5. März 2009, abgerufen am 8. Juli 2015</ref> Ende Januar 2009 bezog auch das Deutsche Rote Kreuz – Ortsverein Hemer Räume im ZSK, bevor das Zentrum im März desselben Jahres offiziell eröffnet wurde.<ref>IKZ Hemer: „Im Konvoi in das neue Domizil“, vom 1. Februar 2009, abgerufen am 8. Juli 2015</ref><ref name="Eröffnung" />

Im August 2012 plante das ZSK, das erste Vollsicherheitshotel der Welt auf dem dann ehemaligen Landesgartenschau-Gelände zu eröffnen.<ref name="Eröffnung" />

Projekte

Datei:Hemer-Löschpanzer1-Bubo.JPG
Im ZSK entwickelter Löschpanzer

Um Waldbrände künftig effizienter zu bekämpfen, arbeiten einige Firmen des ZSK Hemer am Projekt „Internationale Waldbrandbekämpfung“ (iWBB). Das Projekt sieht eine Drohne vor, die die genaue Position des Brandherds ermittelt und automatisch meldet. Zur Löschung wurde im ZSK ein Löschpanzer entwickelt, der sehr nah an die Brände herankommt und deshalb effektiver löscht. Daneben entwickelt das ZSK zum Beispiel Simulationstechniken zur Schulung möglicher Löschpanzer-Piloten.<ref>innovationsallianz.nrw.de: @1@2Vorlage:Toter Link/innovationsallianz.nrw.deIm Fokus: Innovationsallianz – Universität Paderborn – Schnelle Eingreiftruppe gegen Waldbrände. SciTechs, Magazin für Technologietransfer, Ausgabe 2/2008, S. 16. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2020. Suche im Internet Archive ) (PDF; 2,7 MB)</ref>

Das zweite bisher angestoßene Projekt trägt den Namen „Internationale Minenräumung – L.A.S.E.R.“. So wird erforscht und erprobt, wie man Landminen finden und auf möglichst ungefährliche Weise unschädlich machen kann. Ein Laser soll dies aus Entfernungen bis zu 100 Metern ermöglichen.

Außerdem arbeitet das ZSK an Projekten wie „CRBNE Task Force“ zur präventiven Nutzung von ABC-Abwehrmitteln, am weltweit ersten Vollsicherheitshotel sowie an einer Doktorandenschule für Sicherheitsforschung und Sicherheitstechnik.

Kritik

Kritik an der Ansiedlung wehrtechnischer Unternehmen äußerte Die Linke aus dem Märkischen Kreis im Vorfeld ihres politischen Aschermittwochs in Hemer 2009. Doch GSW-Geschäftsführer Michael Zacher und der verteidigungspolitische Sprecher der Linken-Fraktion im Bundestag, Paul Schäfer, wiesen diese Kritik zurück. Schäfer hält die Umwandlung alter Militärpanzer in Löschpanzer sogar für begrüßenswert, um den Rüstungsexport zu vermeiden.<ref>IKZ Hemer: „‚Rein zivile Projekte‘ im Sicherheitszentrum“, vom 27. Februar 2009</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />