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Zōjō-ji

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Zōjō-ji mit Untertempeln und Quartieren. Aus dem Kiri-ezu Atago-shita, 1859
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Große Halle und Tokyo Tower
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Sanmon
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Holzschnitt von Utagawa Hiroshige

Zōjō-ji (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein buddhistischer Tempel im Stadtteil Shiba-kōen in Minato in der Präfektur Tokio, Japan. Er war ursprünglich der große Haupttempel der Chinzai-Sekte des Shingon-shū. Der Gründer des Zōjō-ji war Yūyo Shōsō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Der Bergname (sangō<ref group="Anm">Um gleichnamige Tempel nach ihrer geografischen Lage unterscheiden zu können, wird ein Bergname vergeben. Dieser lautet meistens auf einen in der Nähe befindlichen Berg</ref>) des Tempels ist San’en-zan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Überblick

Shūei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 809–884), ein Schüler von Kūkai, gründete einen Tempel names Kōmyō-ji ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in Kaizuka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), dem heutigen Kōjimachi in Chiyoda; von diesem Tempel wird behauptet, er sei der Vorläufer des Zōjō-ji gewesen. Jahrhunderte später, im Jahre 1393 während der Muromachi-Periode zu Lebzeiten Yūyo Shōsōs, konvertierte der Tempel von der Shingon- zur Jōdo-Schule.

Während der Edo-Periode diente der Tempel den Tokugawa als Familientempel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), bodaiji). Tokugawa Ieyasu ließ den Tempel zunächst nach Hibiya (Bezirk von Chiyoda) verlegen, bevor er ihn 1598 erneut an seinen heutigen Standort verlegen ließ. In der Edo-Zeit gehörten 48 Untertempel und über 100 Quartiere für Studierende dazu. Mit dem Fall des Tokugawa-Shogunats kamen schwierige Zeiten für den Tempel, der unter der staatlich verordneten Aufwertung des Shintoismus zu Lasten des Buddhismus litt. Zudem brannte 1873 (und 1909) die Haupthalle ab. 1873 wurde das Tempelgelände zum Park erklärt. Dann aber setzte sich 1875 der führende Politiker Itō Hirobumi für den Tempel ein, so dass er wieder Aufschwung nehmen konnte.

Ein großer Teil der Tempel-Anlage wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Luftangriffe zerstört, der Tempel und seine Nebengebäude wurden aber zum größten Teil wieder aufgebaut. Verkauft wurde nach dem Krieg der nördliche Teil mit den zerstörten Tokugawa-Grabanlagen.<ref group="Anm">Heute steht dort das Tokyo Prince Hotel.</ref> Dabei wurden die Urnen der Tokugawa umgesetzt: sie befinden sich heute hinter der Haupthalle. Das Gebiet östlich des Tempels wird Shiba Daimon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Großes Shiba-Tor“) genannt, da sich dort das Tor (auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)Omote-mon genannt) als Zugang zu den weitläufigen Anlagen befindet, heute als Replik aus Beton. Es steht heute auf der in direkter Linie zum Tempel führenden Straße auf halbem Weg vom Bahnhof Hamamatsuchō.

Bauwerke

  • Das Sangedatsu-Tor ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Sangedatsu-mon) wurde 1622 errichtet und hat – wie auch der Sutren-Speicher (s. u.) – den Zweiten Weltkrieg überlebt. Das große zweistöckige Tor ist als wichtiges Kulturgut klassifiziert. San ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bedeutet drei und Gedatsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bedeutet Moksha. Wenn ein Mann durch dieses Tor schreitet soll er Erlösung von drei Leiden finden: Ton ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. Gier), Shin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. Hass) und Chi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. Dummheit).
  • Der Sutren-Speicher ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kyōzō), der ungewöhnlich groß ist, wurde 1605 erbaut. Er ist das älteste erhaltene Bauwerk in Tokyo, wenn auch nicht mehr ganz in der originalen Form.
  • Die große Halle ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Daiden) wurde erst 1974 aus Beton wiederaufgebaut und besitzt Merkmale sowohl klassischer buddhistischer Bauweise als auch moderne Züge.
  • Das Onarimon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), das wichtige Tor an der nördlichen, der Stadt zugewandten Seite des Tempelbezirkes steht nun außerhalb. Die U-Bahn-Station Onarimon ist ganz in der Nähe.
  • Die große Glocke (Daibonsho) des Tempels wurde 1673 fertiggestellt und wird zweimal täglich geläutet, je sechsmal morgens sowie abends. Dies soll nicht nur der Ansage der Zeit, sondern der spirituellen Reinigung der Menschen dienen.

Mausoleen der Tokugawa

Sechs der insgesamt 15 Tokugawa-Shogune liegen in Zōjō-ji begraben:

Die Grabanlagen von Hidetada und das Monument seiner Frau Sūgen'in, von Ienobu und von Ietsugu wurden als nationale Schätze deklariert, wurde aber im Zweiten Weltkrieg zerstört. Erhalten sind die metallenen Urnen in Form der kompakten Hōtō-Pagode. Sie sind nun hinter der Haupthalle in einem kleinen umzäunten Bezirk aufgestellt. Nur zwei Tore zu ehemaligen Grabanlagen sind erhalten, sie gehören jetzt nicht mehr zum Tempelbezirk:

  1. Daitokuin reibyō Somon (1632) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  2. Yushoin reibyō Niten-mon (1717) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))

Anmerkungen

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Literatur

  • Tōkyō-to rekishi kyōiku kenkyū-kai (Hrsg.): Tōkyō-to no rekishi sampo (Bd. 2). Verlag Yamakawa, 2000, ISBN 4-634-29630-6.

Weblinks

Commons: Zōjō-ji – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 35° 39′ 26,7″ N, 139° 44′ 54″ O

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