Wüsten-Buchholz
Wüsten-Buchholz Stadt Perleberg
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(107)&title=W%C3%BCsten-Buchholz 53° 8′ N, 11° 51′ O
{{#coordinates:53,128611111111|11,85|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Wüsten-Buchholz | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Fläche: | 5,65 km² | |||||
| Einwohner: | 107 (1. Jan. 2011)<ref name="SP">Wüsten-Buchholz auf www.stadt-perleberg.de, offizielle Internetseite der Stadt Perleberg. Abgerufen am 9. Dezember 2011.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 19 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 19348 | |||||
| Vorwahl: | 03876 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Wüsten-Buchholz, auch Wüsten Buchholz, ist ein Ortsteil im Norden der Stadt Perleberg im Landkreis Prignitz.
Geografie
Wüsten-Buchholz liegt im Norden der Stadt Perleberg. Südöstlich benachbart ist der Perleberger Ortsteil Groß Buchholz, im Südwesten schließt sich der Ortsteil Quitzow, im Westen der Ortsteil Schönfeld an. Im Nordwesten grenzt Wüsten-Buchholz an die Gemeinde Karstädt, im Nordosten an die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz).
Im Süden des Ortes findet sich der Wohnplatz Kolonie.
Geschichte
Auf dem Gebiet von Wüsten-Buchholz befand sich im 10. bis 12. Jahrhundert eine slawische Siedlung. 1345 wird der Ort erstmals als slavicali bucholt (Wendisch Buchholz) belegt. Der Zusatz Wendisch bezog sich auf die im Ort lebenden Slawen und sollte zur Unterscheidung zu Deutsch-Buchholz (heute Groß Buchholz) dienen. Auf der wahrscheinlich 1499, sicher aber 1542 wüst gewordenen Feldmark entstand dann die Gutssiedlung Wüsten Buchholz.<ref>Sophie Wauer: Brandenburgisches Namenbuch. Teil 6. Die Ortsnamen der Prignitz. Weimar 1989, ISBN 3-7400-0119-4, S. 73.</ref>
1790 erwarb der Amtmann zu Stesow und Bochin, Georg Livonius (1748–1827),<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1909. In: "Der Gotha". Briefadelige Häuser nach alphabetischer Ordnung. 3. Auflage. Livonius. Justus Perthes, Gotha 22. November 1908, S. 483–484 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 26. Oktober 2022]).</ref> das Rittergut Wüsten Buchholz von der verwitweten Majorin Ilsabe Sibylle Gans Edlen Frau zu Putlitz.<ref name="Enders Prignitz 2000">Lieselott Enders: Die Prignitz – Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis 18. Jahrhundert. Verlag für Berlin-Brandenburg GmbH, Potsdam 2000. 1. Auflage, S. 947. ISBN 3-935035-00-4.</ref> Um 1880 weits das erstmals amtlich publizierte General-Adressbuch der Rittergutsbesitzer für die Provinz Brandenburg für Wüsten-Buchholz ein kreistagsfähiges Rittergut aus, hier mit der Bezeichnung Buchholz-Wüster. Gutsherr ist ein Herr Dunte. Zum Besitz gehörten 467 ha Acker, 16 ha Wiesen und 80 ha Forsten, gesamt 563 ha Fläche.<ref>P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell: General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1879, S. 268–269, doi:10.18452/377 (hu-berlin.de [abgerufen am 26. Oktober 2022]).</ref> Kurz vor der großen Wirtschaftskrise 1929/30 heißt der Gutsbesitzer Arno Böckelmann, der Pächter ist Günter Böckelmann. Das Rittergut hatte hier insgesamt 539 ha, die Größe blieb also relativ stabil.<ref>Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Hogrefe: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. 1929. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts. Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII. 4. Auflage. Regierungsbezirk Potsdam. Kreis West-Prignitz, Letzte Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe. Verlag Niekammer’s Adreßbücher GmbH, Leipzig 1929, S. 170 (martin-opitz-bibliothek.de [abgerufen am 26. Oktober 2022]).</ref>
Am 3. Juli 1972 wurde die Gemeinde Schönfeld, zu der Wüsten-Buchholz bis dahin gehörte, nach Quitzow eingemeindet. Am 6. Dezember 1993 wurde Wüsten-Buchholz zusammen mit Quitzow und Schönfeld in die Kreisstadt Perleberg eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.</ref>
Bauwerke
Sehenswürdig ist das Gutshaus, das vermutlich im frühen 19. Jahrhundert erbaut wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gutshaus ( vom 15. März 2013 im Internet Archive) auf www.gutshaus-wuestenrose.de, abgerufen am 10. Dezember 2011.</ref>
Einwohnerentwicklung
| Datum | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1800 | 67<ref name="Ortslexikon">Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil I Prignitz. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1962, S. 53 f.</ref> |
| 1817 | 52<ref name="Ortslexikon" /> |
| 1840 | 64<ref name="Ortslexikon" /> |
| 1858 | 99<ref name="Ortslexikon" /> |
| 1895 | 97<ref name="Ortslexikon" /> |
| 1925 | 134<ref name="Ortslexikon" /> |
| 11. Jan. 2011 | 107<ref name="SP" /> |
| 31. Dez. 2012 | 97<ref>Michael Beeskow: 12 188 Menschen lebten in Perleberg am 31. Dezember 2012 – Moderater Bevölkerungsrückgang. MAZ, 19. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. März 2016; abgerufen am 20. Januar 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> |
Persönlichkeiten
- George von Livonius, in Wüsten-Buchholz geboren, Sohn des Amtmann Livonius
Literatur
- Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil 1 – Prignitz – A–M. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 3. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-032-6, S. 116 f.
- BLHA, Rep. 78 III Orte B 38: Wüsten Buchholz: Testament der Ilsabe Sibylle Gans Edle zu Putlitz, Witwe des Balzer Friedrich v. d. Marwitz, 28. April 1682. - Verkauf des Gutes Wüsten Buchholz durch die Frau des Majors v. Putlitz an den Bürgerlichen Livonius, 1788, und dessen Huldigung des Livonius, 1682–1798. Digitalisat
Weblinks
- Wüsten Buchholz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
- Wüsten-Buchholz auf www.stadt-perleberg.de
Einzelnachweise
<references />
Dergenthin | Düpow | Gramzow | Groß Buchholz | Groß Linde | Lübzow | Quitzow | Rosenhagen | Schönfeld | Spiegelhagen | Sükow | Wüsten-Buchholz