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Wsewoloschsk

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Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Infobox Ort in Russland Wsewoloschsk (Vorlage:RuS, Vorlage:FiS) ist eine Stadt in der nordwestrussischen Oblast Leningrad und hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geografie

Die Stadt liegt auf der Karelischen Landenge etwa 20 km nordöstlich der Oblasthauptstadt Sankt Petersburg am Flüsschen Lubja, einem linken Nebenfluss der in die Newa mündenden Ochta.

Wsewoloschsk ist der Oblast administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte

Auf dem Territorium der heutigen Stadt befand sich ab dem 18. Jahrhundert der Gutshof Rjabowo, welchen Peter I. nach dem Großen Nordischen Krieg 1700–1721 seinem Vertrauten und Feldmarschall Alexander Menschikow geschenkt hatte.

Von 1774 bis 1779 war der deutsch-baltische Hofbankier der Zarin Katharina II. Baron Johann Freedericksz (Iwan Frederiks) Besitzer des Hofes und ließ dort die Käseherstellung sowie die Trockenlegung der umliegenden Sümpfe aufnehmen.

Ab 1818 gehörten Hof und entstandenes Dorf der Adelsfamilie Wsewoloschski, welche die Meliorationsarbeiten fortsetzen, eine Zuckerfabrik sowie bedeutende Obstgärten und Gewächshäuser einrichten ließ, aus welchen Sankt Petersburg beliefert wurde. Es entstand ein Theater, anfangs mit leibeigenen Schauspielern; Wsewoloschsk war die erste Ortschaft Russlands, in welcher die Straßen mit Gaslaternen beleuchtet wurden. Rjabowo wurde zur beliebten Sommerfrische und ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer bekannten Landhaussiedlung, in der sich die aristokratischen Kreise Sankt Petersburgs trafen. So besuchten die Komponisten Michail Glinka, Alexander Aljabjew und Alexei Werstowski sowie der Bildhauer und Maler Fjodor Tolstoi den Ort.

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Das „Kulturhaus“ in Wsewoloschsk

Seit dem Jahr 1892 führte eine für die Belieferung Sankt Petersburgs mit Torf und den Ausflugsverkehr errichtete Schmalspurbahnstrecke, die Irinowkabahn (russisch Vorlage:Lang/Irinowskaja schelesnaja doroga), durch das Gebiet der heutigen Stadt. Wenige Kilometer westlich von Rjabowo öffnete zunächst die Station Christinowka, die bald nach dem Besitzer der dortigen Ländereien, dem Adeligen Bernhard (russisch Berngard), in Berngardowka umbenannt wurde und bis heute so heißt. 1895 entstand der heute wichtigste Bahnhof der Stadt Wsewoloschskaja nach den Besitzern Rjabowos. In Folge ging dieser Stationsname auch auf den Ort über.

Im Zweiten Weltkrieg verlief während der Leningrader Blockade die „Straße des Lebens“ (russisch Дорога жизни) durch Wsewoloschsk, welche das belagerte Leningrad mit dem Rest der Sowjetunion verband.

1963 wurde das Stadtrecht verliehen. Heute ist Wsewoloschsk eine wachsende Satellitenstadt Sankt Petersburgs.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1939 11.848
1959 27.768
1970 26.978
1979 28.588
1989 31.946
2002 45.310
2010 59.704

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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