Wort des Jahres (Deutschland)
Das Wort des Jahres wurde in der Bundesrepublik Deutschland erstmals 1971 und wird seit 1977 regelmäßig von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden als sprachlicher Jahresrückblick veröffentlicht und seit 1978 in der Zeitschrift Der Sprachdienst publiziert.<ref>Wort des Jahres</ref> Seit 1991 wird zudem jährlich ein Unwort gewählt; von 2001 bis 2003 auch ein Satz des Jahres. Seit 2008 existiert zudem eine Ernennung zum Jugendwort des Jahres.
Ausgewählt werden nach Angaben der GfdS Wörter und Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen („verbale Leitfossilien“ eines Jahres). Es geht nicht um Worthäufigkeiten. Auch ist mit der Auswahl keine Wertung bzw. Empfehlung verbunden.
Zwischen 1977 und 1999 war das deutsche Wort des Jahres zugleich das deutschsprachige Wort des Jahres. Da aber immer häufiger Wörter gewählt wurden, die einen reinen Deutschlandbezug hatten, begannen die anderen Länder des deutschsprachigen Raumes, ihre eigenen Wörter des Jahres zu wählen. In Österreich geschieht dies seit 1999, in Liechtenstein seit 2002 und in der Schweiz seit 2003.
Im Jahr 1999 wurden die für das 20. Jahrhundert als besonders bezeichnend angesehenen 100 Wörter des Jahrhunderts in verschiedenen Medien vorgestellt.
Gesamtübersicht
Wort des Jahres
| Jahr | Wort des Jahres | Erklärung |
|---|---|---|
| 1971 | aufmüpfig | 1970/71 im westdeutschen Sprachgebrauch neu aufgekommen; bezog sich anfangs vor allem auf die 68er-Bewegung |
| 1977 | Szene | Steht für verschiedene Komposita (Terrorszene, Sympathisantenszene, Unterstützerszene) im Zusammenhang mit dem deutschen Herbst |
| 1978 | konspirative Wohnung | Im Zusammenhang mit der Entführung Hanns Martin Schleyers durch die Rote Armee Fraktion |
| 1979 | Holocaust | Etablierung des Begriffs nach der Ausstrahlung der Fernsehserie Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss |
| 1980 | Rasterfahndung | Einführung der Fahndungsmethode aufgrund der terroristischen Bedrohung der 1970er Jahre in Westdeutschland |
| 1981 | Nulllösung | Im Zusammenhang mit der Debatte um den NATO-Doppelbeschluss |
| 1982 | Ellenbogengesellschaft | Steht für den Vorwurf der SPD an die neue CDU-FDP-Regierung, sozial Schwache zu benachteiligen und den Egoismus in der Gesellschaft zu fördern |
| 1983 | heißer Herbst | Beschreibung der Proteste der Friedensbewegung gegen die Nachrüstung im Rahmen des NATO-Doppelbeschlusses |
| 1984 | Umweltauto | Diskussion um die Verpflichtung, Autos mit Katalysatortechnik herzustellen |
| 1985 | Glykol | Infolge des Glykolwein-Skandals |
| 1986 | Tschernobyl | Nach der Reaktorkatastrophe am 26. April |
| 1987 | Aids, Kondom | Zunehmende Angst vor der Immunschwächeerkrankung, die „im Begriff [ist], alle anderen gesellschaftlichen Ängste zu überwuchern“<ref>Die Zeit vom 1. Mai 1987, online.</ref> |
| 1988 | Gesundheitsreform | Versuch der Bundesregierung, die Medikamentenkosten zu begrenzen |
| 1989 | Reisefreiheit | Einführung derselben in der DDR |
| 1990 | Die neuen Bundesländer | Aufgrund der Wiedervereinigung |
| 1991 | Besserwessi | Das Portmanteauwort aus Besserwisser und Wessi ist ein Ausdruck, der nach der deutschen Wiedervereinigung entstanden ist |
| 1992 | Politikverdrossenheit | Zunehmende Unzufriedenheit und Skepsis der Bürger gegenüber der Politik, ihren Vertretern, Institutionen und Ergebnissen |
| 1993 | Sozialabbau | Bezieht sich auf eine breit geführte Diskussion über den Abbau staatlicher Leistungen im Sozialbereich |
| 1994 | Superwahljahr | Aufgrund der Bundestagswahl, der Europawahl, acht Landtagswahlen und zehn Kommunalwahlen |
| 1995 | Multimedia | „Leitwort für die Reise in die ‚schöne neue Medienwelt‘“<ref>Gerhard Müller, Anja Steinhauer: Wörter des Jahres 1995. Bemerkungen zur Gegenwartssprache. In: Der Sprachdienst. 40 (1996), S. 3.</ref> |
| 1996 | Sparpaket | Bündelung von Maßnahmen, um ein bestimmtes Einsparungsziel zu erreichen |
| 1997 | Reformstau | Schlagwort, mit dem das Unterbleiben als nötig angesehener politischer oder struktureller Reformen kritisiert wird |
| 1998 | Rot-Grün | Erstmaliges Auftauchen dieser Koalition auf Bundesebene nach der Bundestagswahl 1998 |
| 1999 | Millennium | Aufgrund des darauffolgenden Jahres 2000 |
| 2000 | Schwarzgeldaffäre | Aufdeckung der illegalen Spendenpraxis der CDU in den 1990er Jahren unter dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl |
| 2001 | Der 11. September | Aufgrund der Terroranschläge in den USA |
| 2002 | Teuro | Gefühlte Preissteigerungen nach der Euro-Einführung |
| 2003 | Das alte Europa | Aussage des US-amerikanischen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld |
| 2004 | Hartz IV | Bezeichnung für Vorschläge der „Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ |
| 2005 | Bundeskanzlerin | Nach der Bundestagswahl 2005 wurde mit Angela Merkel erstmals eine Frau in das Amt des Bundeskanzlers gewählt. |
| 2006 | Fanmeile | Im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 |
| 2007 | Klimakatastrophe | Die Folgen von unkontrollierter globaler Erwärmung |
| 2008 | Finanzkrise | Globale Banken- und Finanzkrise als Teil der Großen Regression, die im Sommer 2007 als Immobilienkrise in den USA begann |
| 2009 | Abwrackprämie | Eine Prämie für Pkw-Halter, die ihr älteres Auto verschrotten ließen und gleichzeitig ein neues kauften |
| 2010 | Wutbürger | Aufkommen einer Protestkultur aus Enttäuschung über bestimmte politische Entscheidungen |
| 2011 | Stresstest | Durchführung zahlreicher derartiger Tests in verschiedenen Bereichen (v. a. Banken, Atomkraftwerke, Stuttgart 21) |
| 2012 | Rettungsroutine | Das Wort wurde nahezu nie verwendet, soll aber beschreiben, dass „alle paar Wochen […] neue (Rettungs-)Pakete geschnürt“ wurden.<ref>Krisenrhetorik – „Rettungsroutine“ ist Wort des Jahres; in SPON vom 14. Dezember 2012, online</ref> |
| 2013 | GroKo | Die Abkürzung „GroKo“ steht für die Große Koalition aus Union und SPD.<ref>GroKo ist Wort des Jahres 2013.</ref> |
| 2014 | Lichtgrenze | Bezieht sich auf die Lichtinstallation zum Anlass der Feierlichkeiten „25 Jahre Mauerfall“ in Berlin. |
| 2015 | Flüchtlinge | Im Kontext der Migration von Menschen, die 2015 vor den Kriegen im Mittleren Osten nach Europa und insbesondere Deutschland flüchten. Diskutiert wurde von den Sprachwissenschaftlern auch die unterschiedliche Bewertung der Nachsilbe „-linge“ als Pejorativsuffix. |
| 2016 | postfaktisch | Kunstwort, das darauf verweist, dass es zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht und ein Teil der Bevölkerung bereit ist, auf den Anspruch auf Wahrheit zu verzichten, Tatsachen zu ignorieren und offensichtliche Lügen zu akzeptieren. |
| 2017 | Jamaika-Aus | Bezeichnet das Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition auf Bundesebene nach der Bundestagswahl 2017. |
| 2018 | Heißzeit | Begriff für den extremen Sommer 2018 und den Klimawandel. Außerdem ist „Heißzeit“ eine Wortbildung mit lautlicher Analogie zur „Eiszeit“.<ref>n-tv.de</ref> |
| 2019 | Respektrente | Aus sprachlicher Sicht handelt es sich um die Neubildung eines Hochwertwortes in der politischen Debatte, die der Selbstaufwertung durch Fremdaufwertung dient.<ref name="GfdS 2019-11-29">Gesellschaft für deutsche Sprache, Pressemitteilung: GfdS wählt „Respektrente“ zum Wort des Jahres 2019. In: GfdS.de. 29. November 2019, abgerufen am 3. Dezember 2020.</ref> |
| 2020 | Corona-Pandemie | „Die Zusammensetzung benennt das beherrschende Thema nahezu des gesamten Jahres.“<ref name="GfdS 2020-11-30">Gesellschaft für deutsche Sprache, Pressemitteilung: GfdS wählt „Corona-Pandemie“ zum Wort des Jahres 2020. In: GfdS.de. 30. November 2020, abgerufen am 3. Dezember 2020.</ref> |
| 2021 | Wellenbrecher | „Das Wort steht für alle Maßnahmen, die getroffen wurden und werden, um die 4. Corona-Welle zu brechen.“<ref name="GfdS 2021-12-03">Gesellschaft für deutsche Sprache, Pressemitteilung: GfdS wählt „Corona-Pandemie“ zum Wort des Jahres 2020. In: GfdS.de. 3. Dezember 2021, abgerufen am 3. Dezember 2021.</ref> |
| 2022 | Zeitenwende | Das Wort wurde von Bundeskanzler Scholz verwendet. Der russische Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 markiere eine „Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinentes.“<ref>GfdS wählt »Zeitenwende« zum Wort des Jahres 2022 | GfdS. Abgerufen am 9. Dezember 2022.</ref> Ursprünglich hatte er das Wort in seinem Buch „Hoffnungsland“ im Jahr 2017 im Vorwort verwendet – in einem etwas anderen Kontext. |
| 2023 | Krisenmodus | Der Begriff bezieht sich auf die Anzahl an Krisen, die im Jahr 2023 gleichzeitig nebeneinander existierten, sowie auf deren Bewältigung.<ref name="GfdS 2023-12-08">GfdS wählt „Krisenmodus“ zum Wort des Jahres 2023. In: GfdS.de, 8. Dezember 2023, abgerufen am 18. Dezember 2023.</ref> |
| 2024 | Ampel-Aus | Das Ende der Ampelkoalition drängte sogar den zeitgleich bekannt gewordenen Ausgang der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl medial zur Seite. Jamaika-Aus war das Wort des Jahres 2017.<ref name="GgdS 2024-12-06">Wörter des Jahres 2024. In: GfdS.de, 6. Dezember 2024, abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref> |
| 2025 | KI-Ära | Der wachsende Einfluss von Künstlicher Intelligenz stehe für einen „epochalen Wandel“.<ref name="GgdS 2025-12-05">https://gfds.de/worter-des-jahres-2025/ Wörter des Jahres 2025. In: GfdS.de, 5. Dezember 2025, abgerufen am 6. Dezember 2025.</ref> |
Unwort des Jahres
Das Unwort des Jahres wird seit 1994 jährlich von einer politisch und institutionell unabhängigen und ehrenamtlichen Jury bestimmt.<ref>Geschichte – Unwort des Jahres. Abgerufen am 3. Dezember 2021.</ref>
Jugendwort des Jahres
Das Jugendwort des Jahres wird seit 2008 jährlich von einer Jury unter Leitung des Langenscheidt-Verlags aus 15 in einer Internet-Abstimmung nominierten Kandidaten ausgewählt.<ref>Jugendsprache unplugged www.jugendwort.de</ref><ref>Jugendwort des Jahres „Gammelfleischparty“ und „Computerbräune“, Süddeutsche Zeitung, 12. Dezember 2008</ref>
| Jahr | Platzierung | Jugendwort des Jahres | Erklärung |
|---|---|---|---|
| 2008 | 1. Platz | Gammelfleischparty | Party für Menschen über 30 Jahren, Ü30-Party |
| 2. Platz | Bildschirmbräune | Blässe von Computerfreaks | |
| 3. Platz | unterhopft sein | Lust auf Bier haben | |
| 2009 | 1. Platz | hartzen | Arbeitslos sein, „rumhängen“ |
| 2. Platz | bam | Variante von „cool“ | |
| 3. Platz | Bankster | Kombination aus Banker und Gangster | |
| 2010<ref>„Niveaulimbo“ ist Jugendwort des Jahres. In: Spiegel Online am 29. November 2010.</ref> | 1. Platz | Niveaulimbo | Ständiges Absinken des Niveaus, aus dem Ruder laufende Partys und sinnlose Gespräche |
| 2. Platz | Arschfax | Unterhosenetikett, das hinten aus der Hose hängt | |
| 3. Platz | Egosurfen | Seinen eigenen Namen in Suchmaschinen im Internet eingeben | |
| 2011<ref>Das Jugendwort des Jahres ist gewählt! jugendwort.de, abgerufen am 5. Dezember 2011.</ref> | 1. Platz | Swag | Beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung |
| 2. Platz | (epic) fail | Grober Fehler, misslungenes Vorhaben, Versagen, riesiger Fehler | |
| 3. Platz | guttenbergen | Abschreiben | |
| 2012<ref>Das Jugendwort des Jahres 2012. jugendwort.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Dezember 2012; abgerufen am 26. November 2012. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Das Jugendwort des Jahres ist gewählt! jugendwort.de, abgerufen am 10. Dezember 2012.</ref> | 1. Platz | YOLO | Abkürzung von „you only live once“; Aufforderung, eine Chance zu nutzen |
| 2. Platz | FU! | Vom englischen „Fuck you“: 1. Scheiße, 2. Fick dich! | |
| 3. Platz | Yalla! | Aus dem Arabischen: Los! Beeil dich! Lass uns gehen! Verschwinde!<ref>Yalla!: Alles zu Bedeutung, Übersetzung und mehr. giga.de, abgerufen am 16. Juli 2018.</ref> | |
| 2013<ref>Das Jugendwort des Jahres 2013. jugendwort.de, abgerufen am 25. November 2013.</ref> | 1. Platz | Babo | Boss, Anführer, Chef |
| 2. Platz | fame | Berühmt, toll, super | |
| 3. Platz | gediegen | Super, cool, lässig | |
| 2014<ref>Das Jugendwort des Jahres 2014. jugendwort.de, abgerufen am 25. November 2014.</ref> | 1. Platz | Läuft bei dir | Wenn jemand Erfolg oder Glück hat. „Du hast es drauf!“, cool, krass; wird auch ironisch genutzt |
| 2. Platz | Gönn dir! | Viel Spaß dabei! | |
| 3. Platz | Hayvan | Aus dem Arabischen und Türkischen: Tier, Vieh, Lümmel | |
| 2015<ref>Das Jugendwort des Jahres 2015. jugendwort.de, abgerufen am 13. November 2015.</ref> | 1. Platz | Smombie | Ein Kofferwort aus Smartphone und Zombie. Beschreibt Menschen, die durch ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen. |
| 2. Platz | merkeln | Abgeleitet von Angela Merkels Regierungsstil; nichts tun, keine Entscheidung treffen | |
| 3. Platz | rumoxidieren | Chillen, entspannen, abhängen; quasi nur atmen (Sauerstoff aufnehmen) | |
| 2016<ref name="JW 2016">Sprache: Jugendwort des Jahres 2016 ist „fly sein“. In: Spiegel Online. 18. November 2016, abgerufen am 18. November 2016.</ref> | 1. Platz | fly sein | Etwas oder jemand geht besonders ab |
| 2. Platz | bae | before anyone/anything else, Bezeichnung für beste Freundin o. ä. | |
| 3. Platz | isso | „Es ist so“, Zustimmung, Bekräftigung | |
| 2017<ref name="JW 2017">I bims ist „Jugendwort des Jahres 2017“. 17. November 2017, abgerufen am 17. November 2017.</ref> <ref name="MERKUR-JW-2017">„I bims“ ist „Jugendwort des Jahres 2017“. 17. November 2017, abgerufen am 17. November 2017.</ref><ref name="JW 2017 Spiegel Online">Deutsche Sprache: „I bims“ ist Jugendwort des Jahres. In: Spiegel Online. 17. November 2017, abgerufen am 17. November 2017.</ref><ref name="welt.de 2017">Sprache: Vong diesem Mann her kommt 1 neue Sprache. In: welt.de. 13. Juni 2017, abgerufen am 17. November 2017.</ref> | 1. Platz | I bims | „Ich bin’s“ (in der sog. Vong-Sprache) |
| 2. Platz | napflixen | Nickerchen während eines Filmes; Kofferwort aus dem Englischen to nap (ein Nickerchen machen) und Netflix<ref>Online-Abstimmung: „Geht fit“ oder „napflixen“ – das Jugendwort 2017 wird gekürt. In: shz.de. 17. November 2017, abgerufen am 17. November 2017.</ref> | |
| 3. Platz | tinderjährig | Alt genug sein, um Tinder nutzen zu dürfen; Ähnlichkeit zu minderjährig<ref>Was wird das Jugendwort 2017? In: freundin.de. 17. November 2017, abgerufen am 17. November 2017.</ref> | |
| 2018<ref name="JW 2018">Jugendwort des Jahres 2018. In: Langenscheidt Online. 2018, abgerufen am 27. November 2018: „Gentleman, Lady“</ref> | 1. Platz | Ehrenmann / Ehrenfrau | Mann/Frau, den/die eine ehrenhafte Gesinnung und Handlungsweise auszeichnet bzw. der/die etwas Tolles, Gutes oder Besonderes für jemanden getan hat |
| 2. Platz | glucosehaltig | Süß; Glucose als Grundlage von Zucker, i. S. v. „zuckerhaltig“ | |
| 3. Platz | verbuggt | Fehlerhaft, von englisch bug = Wanze, Ungeziefer (i. S. v. Programmfehler); Verwendung: „Du bist sau [= sehr/stark] verbuggt“, „Das Spiel ist total verbuggt“ | |
| 2019<ref name="JW 2019">Traditionelle Wahl fällt aus – Kein „Jugendwort des Jahres“ 2019. In: ZDF. 17. Oktober 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Oktober 2019.</ref> | Im Jahr 2019 fiel die Wahl aus.<ref name="Wahl_2019">Langenscheidt: Aus für Wahl zum Jugendwort, Nürnberger Nachrichten, 18. Oktober 2019.</ref> | ||
| 2020<ref>Jugendwort des Jahres 2020 | Langenscheidt. Abgerufen am 3. September 2020.</ref> | 1. Platz | lost | Ahnungslos, verloren, verirrt, von englisch lost = verloren, verschollen, verirrt; Verwendung: „Du bist / ich bin total lost“ |
| 2. Platz | cringe | Bezeichnung für etwas Peinliches, eine Situation oder Handlung einer Person, für die man sich fremdschämt; von englisch to cringe = zurückschrecken, erschaudern | |
| 3. Platz | wild/wyld | Bezeichnung für eine Situation oder Handlung, die „zu wild“ ist und starke Emotionen auslöst, meint auch verrückt oder etwas Besonderes; von englisch wild = wild, ungezügelt, ausgelassen | |
| 2021<ref>Jugendwort des Jahres 2021. Langenscheidt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Oktober 2021; abgerufen am 25. Oktober 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | 1. Platz | cringe | Bezeichnung für etwas Peinliches, eine Situation oder Handlung einer Person, für die man sich fremdschämt; von englisch to cringe = zurückschrecken, erschaudern |
| 2. Platz | sus | Zustimmung, dass ein benannter Sachverhalt oder eine Situation verdächtig (englisch suspicious bzw. deutsch suspekt) ist. Ursprung ist wahrscheinlich das Online-Spiel Among Us. | |
| 3. Platz | sheesh | Mit dem Ausruf „Sheesh“ wird Erstaunen, Erschrecken oder auch „Genervtsein“ zum Ausdruck gebracht. Die enthaltene Emotion ist stark abhängig vom Kontext. Die Herkunft ist nicht sicher, vermutet wird unter anderem eine Abwandlung von „Jeez“, d. h. von Jesus. | |
| 2022<ref>Abstimmung des Langenscheidt-Verlages: Jugendwort des Jahres ist „Smash“. In: MDR.de. 25. Oktober 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022.</ref> | 1. Platz | smash | Mit jemandem etwas anfangen, jemanden attraktiv finden; umgangssprachlich „mit jemandem Sex haben“; von englisch to smash = zertrümmern |
| 2. Platz | bodenlos | Kontextabhängig, kann sowohl für ein negatives als auch positives Verhalten benutzt werden. | |
| 3. Platz | Macher | Ein „Macher“ ist jemand, der Dinge ohne Zögern umsetzt. | |
| 2023<ref>„Goofy“ ist Jugendwort des Jahres 2023. In: wdr.de. 22. Oktober 2023, abgerufen am 22. Oktober 2023.</ref> | 1. Platz | goofy | Tollpatschige, alberne Person oder Verhaltensweise, die andere amüsiert. |
| 2. Platz | Side Eye | Englisch für „Seitenblick“; wird genutzt, um Verachtung oder Missbilligung auszudrücken. | |
| 3. Platz | NPC | Abkürzung für „Non-Player-Character“; bezeichnet einen sich sehr passiv verhaltenden Menschen (in einer Gruppe). | |
| 2024<ref name="faz24">„Aura“ ist das Jugendwort des Jahres 2024. In: faz.net. 19. Oktober 2024, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref> | 1. Platz | Aura | Bezieht sich (oft scherzhaft) auf die Ausstrahlung, das Charisma oder den Status einer Person.<ref name="ndr24">„Aura“ ist Jugendwort des Jahres 2024. NDR, 19. Oktober 2024.</ref> |
| 2. Platz | Talahon | Abgeleitet aus dem Arabischen; Bezeichnung für Personen mit stereotypen Merkmalen oder Verhaltensweisen, meist auf junge Männer mit arabischem Migrationshintergrund bezogen.<ref>Jugendwort des Jahres 2024 – Das sind die Top 3. In: Langenscheidt. 10. September 2024, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref> | |
| 3. Platz | Schere | „Die Schere heben“ steht in der Gamerszene für ein Schuldeingeständnis oder Bekenntnis.<ref name="faz24" /> | |
| 2025<ref>ndr.de: Das Jugendwort 2025 steht fest! Welches hat gewonnen? Abgerufen am 18. Oktober 2025.</ref> | 1. Platz | Das Crazy | Ein Füllwort, wenn jemand nichts zum Thema sagen, aber freundlich bleiben möchte. Vergleichbar mit „Aha“ oder „Okay“. |
| 2. Platz | goonen | Slang für Masturbation. Ursprünglich für exzessives Verhalten im Dopaminrausch genutzt, heute allgemeiner Begriff für Selbstbefriedigung. | |
| 3. Platz | checkst du | Wird gesagt, um sicherzugehen, dass das Gegenüber verstanden hat, worum es geht. Alternative zu: „Verstehst du?“ | |
Anglizismus des Jahres
Der Anglizismus des Jahres wurde von 2010 bis 2021 jährlich von der „Aktion Anglizismus des Jahres“ unter dem Gründer und Juryvorsitzenden Anatol Stefanowitsch aus Vorschlägen ausgewählt, die Leser auf der Webseite der Aktion einreichen konnten. Das Siegerwort musste dabei ganz oder teilweise aus dem Englischen stammen, im jeweiligen Jahr erstmals im allgemeinen Sprachgebrauch zu beobachten sein und in den Augen der Jury eine wichtige Lücke im deutschen Wortschatz füllen.<ref>ANGLIZISMUS DES JAHRES | Wir mögen Lehnwörter nicht – wir lieben sie! Abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref> Die Aktion wollte damit zum besseren Verständnis von Lehnwörtern beitragen. Sie fand auch internationale Beachtung.<ref>German language finds English voice. In: The Guardian. 1. Februar 2011.</ref> Im Jahr 2022 wurde ohne Angabe von Gründen kein Anglizismus des Jahres gekürt. Die Aktion wurde damit offenbar eingestellt.
| Jahr | Platzierung | Anglizismus des Jahres | Erklärung |
|---|---|---|---|
| 2010<ref>Matthies ringt um Worte: "Leaken" fühlt sich im Deutschen wohl. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 7. Dezember 2024]).</ref> | 1. Platz | leaken | Anonymes Veröffentlichen geheimer Informationen |
| 2. Platz | entfrienden/entfreunden | Löschen einer Person aus den Facebook-Kontakten | |
| 3. Platz | Whistleblower | Person, die interne, geheime Informationen (zumeist Missstände) einer Organisation öffentlich macht | |
| 2011<ref>„Shitstorm“ ist Anglizismus des Jahres. In: Handelsblatt. 13. Februar 2012.</ref> | 1. Platz | Shitstorm | Welle der Entrüstung im Internet, besonders in sozialen Netzwerken |
| 2. Platz | Stresstest | Test, bei dem die Reaktion eines Systems auf Belastung gemessen wird | |
| 3. Platz | circeln | Jemanden im sozialen Netzwerk Google+ zu einer Kontaktliste hinzufügen | |
| 2012<ref>Kolumne "Matthies meint": "Crowdfunding" - Anglizismus des Jahres. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 7. Dezember 2024]).</ref> | 1. Platz | Crowdfunding | Kapitalbeschaffung durch viele kleine Einzelbeträge über das Internet |
| 2. Platz | Hipster | Person, die sich gezielt dem kulturellen Mainstream verweigert und dies bewusst zeigt | |
| 3. Platz | Fracking | Technik zur Gewinnung von Erdgas und Erdöl | |
| 2013<ref>2013 | ANGLIZISMUS DES JAHRES. Abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref> | 1. Platz | -gate | Nachsilbe zur Bezeichnung von Skandalen |
| 2. Platz | Fake- | Unecht, gefälscht, unaufrichtig | |
| 3. Platz | Whistleblower | Geheimnisverräter (Publikumsliebling) | |
| 2014<ref>2014 | ANGLIZISMUS DES JAHRES. Abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref> | 1. Platz | Blackfacing | Das (als rassistisch interpretierte) Umschminken von weißen Schauspielern zu schwarzen Personen |
| 2. Platz | Big Data | Große (unüberschaubare) Datenmengen und deren Erfassungsmechanismen | |
| 3. Platz | Selfie | Digitales Selbstporträt (Publikumsliebling) | |
| 2015<ref>2015 | ANGLIZISMUS DES JAHRES. Abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref> | 1. Platz | Refugees Welcome | Flüchtlinge willkommen, siehe Willkommens- und Anerkennungskultur (Publikumsliebling) |
| 2. Platz | -(e)xit | Austritt/Ausschluss aus einer geopolitischen Einheit, Grexit, Brexit u. a. | |
| 3. Platz | spoilern | Wichtige Teile oder gar das Ende eines Buches, Films oder Videospiels verraten | |
| 2016<ref>2016 | ANGLIZISMUS DES JAHRES. Abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref> | 1. Platz | Fake News | Falschinformationen, Fehlerhafte Nachrichten (Publikumsliebling) |
| 2. Platz | Darknet | Nicht ohne weiteres zugängliches Netzwerk im Internet, auch als Metapher für die negativen Seiten des Internets verwendet | |
| 3. Platz | Hate Speech | Beiträge in sozialen Netzwerken, die zwischen Volksverhetzung und diskriminierender Beleidigung liegen | |
| 2017<ref>2017 | ANGLIZISMUS DES JAHRES. Abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref> | 1. Platz | Influencer | Online-Berühmtheiten, die Einfluss auf ihr Publikum ausüben, häufig genutzt für Instagram-Models (Publikumsliebling) |
| 2. Platz | Blockchain | kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, „Blöcke“ genannt, die mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet sind | |
| 3. Platz | nice | als Teil der Jugendsprache für „schön, gut, toll“ | |
| 2018<ref>2018 | ANGLIZISMUS DES JAHRES. Abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref> | 1. Platz | Gendersternchen | Genderzeichen zur geschlechtergerechten Schreibung bei abkürzender Beidnennung: Schüler*innen |
| 2. Platz | Framing | (Publikumsliebling) Prozess einer Einbettung von Ereignissen und Themen in Deutungsraster | |
| 3. Platz | nice | (Sonderpreis gesprochene Sprache) Teil der Jugendsprache für „schön, gut, toll“ | |
| 2019<ref>Anglizismus des Jahres 2019. In: anglizismusdesjahres.de. Abgerufen am 29. Mai 2020.</ref> | 1. Platz | […] for future | Phraseologismus, stammend vom Namen Klimaschutzbewegung Fridays for Future; zunächst benannten sich andere Bewegungen analog (z. B. Students for Future), später wurde die Phrase auch anderen Wörtern angehängt, um klimafreundliche Verhaltensweisen nahezulegen (etwa Silvester for future, Ferien for future) |
| 2. Platz | OK Boomer | Sarkastische Bezeichnung der Baby-Boomer-Generation (Publikumsliebling) | |
| 3. Platz | Deepfake | Auf neuronalen Netzwerken beruhende Technik zur Erzeugung oder Verfälschung statischer oder bewegter Bilder | |
| 2020<ref>Anglizismus des Jahres: 2020. Anatol Stefanowitsch, abgerufen am 29. August 2021.</ref> | 1. Platz | Lockdown | (zudem Publikumsliebling) Kombination von Ausgangsbeschränkungen, Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit und Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung einer Pandemie |
| 2. Platz | Social Distancing, Superspreader, Homeoffice, Homeschooling | Auswahl weiterer englischer Lehnwörter, die im Zuge der COVID-19-Pandemie eine wichtige Rolle gespielt haben | |
| 2021 | 1. Platz | boostern | Auffrischimpfung (Wiederholungsimpfung) der Grundimmunisierung im Rahmen der COVID-19-Pandemie. |
Das beste eingewanderte Wort
Im Jahr 2008 kürte eine Jury auf Initiative des Goethe-Instituts und des Deutschen Sprachrats hin das Wort „Tollpatsch“ zum besten eingewanderten Wort in der deutschen Sprache.<ref>Wörter mit Migrationshintergrund, Goethe-Institut, 2008.</ref> Es wurden über 3500 Wort-Vorschläge aus 42 Sprachen eingesandt. Die Initiative fand in der deutschsprachigen Presse durchweg eine positive Resonanz.<ref>Zum Beispiel: Frisch preisgekrönt: Das beste eingewanderte Wort, Spiegel Online, 25. April 2008.</ref> Matthias Wermke, Jury-Mitglied und Leiter der Dudenredaktion, äußerte, er glaube trotz solcher Importwörter nicht, „dass sich das Deutsche in 50 Jahren von der heute gesprochenen Sprache deutlich unterscheiden“ werde. Im deutschen Wortschatz habe es schon immer eingewanderte Wörter gegeben, und das Klagen über den Verfall der deutschen Sprache sei so alt wie die deutsche Sprache selbst.<ref>"Tohuwabohu" ist Kandidat für bestes "Import-Wort". In: Der Tagesspiegel. 22. April 2008, abgerufen am 30. April 2019.</ref>
Weitere Wörter des Jahres
In Deutschland fanden oder finden folgende weitere hier nicht aufgelistete Wort-Aktionen statt:
- Schönstes deutsches Wort (mit Abschnitt zum Schönsten bedrohten Wort)
- Plattdeutsches Wort des Jahres
Literatur
- Jochen A. Bär (Hrsg.): Von „aufmüpfig“ bis „Teuro“. Die „Wörter der Jahre“ 1971–2002. Dudenverlag, Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich (Thema Deutsch 4), 2003, ISBN 3-411-04201-X.
- Heidi Friemuth: Altenplage / Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz Deutsches Unwörterbuch. Gute Gesellschaft, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-9809429-6-6.
- Oliver Mayer: Das „Wort des Jahres“ im Kontext politischer und gesellschaftlicher Ereignisse. In: Studien zur deutschen Literatur und Sprache (Japanische Gesellschaft für Germanistik, Sektion Tokai). Nr. 43, 2011, S. 89–95. Volltext des Artikels.
- Wörter erzählen Geschichte. Ein zeitgeschichtliches Ratespiel der Worte des Jahres. Konzipiert und gestaltet von Studierenden der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg. Edition Büchergilde, Frankfurt am Main 2011. EAN 4260118010469.
Weblinks
- Wort des Jahres in Deutschland, bei der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.
- Jugendwort in Deutschland, vergeben vom Langenscheidt-Verlag
Einzelnachweise
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Vorlage:Klappleiste/Anfang Aufmüpfig (1971) | Szene (1977) | Konspirative Wohnung (1978) | Holocaust (1979) | Rasterfahndung (1980) | Nulllösung (1981) | Ellenbogengesellschaft (1982) | Heißer Herbst (1983) | Umweltauto (1984) | Glykol (1985) | Tschernobyl (1986) | AIDS, Kondom (1987) | Gesundheitsreform (1988) | Reisefreiheit (1989) | Die neuen Bundesländer (1990) | Besserwessi (1991) | Politikverdrossenheit (1992) | Sozialabbau (1993) | Superwahljahr (1994) | Multimedia (1995) | Sparpaket (1996) | Reformstau (1997) | Rot-Grün (1998) | Millennium (1999) | Schwarzgeldaffäre (2000) | Der 11. September (2001) | Teuro (2002) | Das alte Europa (2003) | Hartz IV (2004) | Bundeskanzlerin (2005) | Fanmeile (2006) | Klimakatastrophe (2007) | Finanzkrise (2008) | Abwrackprämie (2009) | Wutbürger (2010) | Stresstest (2011) | Rettungsroutine (2012) | GroKo (2013) | Lichtgrenze (2014) | Flüchtlinge (2015) | postfaktisch (2016) | Jamaika-Aus (2017) | Heißzeit (2018) | Respektrente (2019) | Corona-Pandemie (2020) | Wellenbrecher (2021) | Zeitenwende (2022) | Krisenmodus (2023) | Ampel-Aus (2024) | KI-Ära (2025) Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1991 Ausländerfrei | 1992 Ethnische Säuberung | 1993 Überfremdung | 1994 Peanuts | 1995 Diätenanpassung | 1996 Rentnerschwemme | 1997 Wohlstandsmüll | 1998 Sozialverträgliches Frühableben | 1999 Kollateralschaden | 2000 National befreite Zone | 2001 Gotteskrieger | 2002 Ich-AG | 2003 Tätervolk | 2004 Humankapital | 2005 Entlassungsproduktivität | 2006 Freiwillige Ausreise | 2007 Herdprämie | 2008 Notleidende Banken | 2009 Betriebsratsverseucht | 2010 Alternativlos | 2011 Döner-Morde | 2012 Opfer-Abo | 2013 Sozialtourismus | 2014 Lügenpresse | 2015 Gutmensch | 2016 Volksverräter | 2017 Alternative Fakten | 2018 Anti-Abschiebe-Industrie | 2019 Klimahysterie | 2020 Corona-Diktatur und Rückführungspatenschaften | 2021 Pushback | 2022 Klimaterroristen | 2023 Remigration | 2024 Biodeutsch | 2025 Sondervermögen
Unwort des 20. Jahrhunderts: Menschenmaterial
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