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Wolframsäure

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Woframsäure
Vorlage:Farbe W6+ 0 Vorlage:Farbe O2−0 Vorlage:Farbe H+
Allgemeines
Name Wolframsäure
Andere Namen
  • Wolfram(VI)-oxid-Monohydrat
  • Scheelsäure<ref>K. C. von Leonhard: Scheelit. In: Handbuch der Oryktognosie, Verlag Mohr and Winter, Heidelberg 1821, S. 594–596 (PDF 233kB; S. 2)</ref>
Verhältnisformel WO3 · H2O
Kurzbeschreibung

gelber, geruchsloser Feststoff<ref name=roempp>Eintrag zu Wolframsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref><ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 231-975-2
ECHA-InfoCard 100.029.068
PubChem 1152
ChemSpider 1120
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 249,85 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,5 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

ab 100 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

pKS-Wert

3,5; 4,6<ref name="Holleman-Wiberg">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9.</ref>

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser und Säuren<ref name=roempp/>
  • löslich in Alkalien<ref name=roempp/>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Wolframsäure (genauer Orthowolframsäure) ist eine Verbindung aus Wolframtrioxid und Wasser.

Gewinnung und Darstellung

Wolframsäure entsteht unter anderem beim Ansäuern von Wolframatlösungen und vorsichtigem Erhitzen des zunächst ausfallenden Dihydrats (WO3 · 2 H2O).

So zum Beispiel durch Reaktion von Calciumwolframat mit einer Mischung aus konzentrierter Salzsäure und Salpetersäure.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1566.</ref>

<math>\mathrm{CaWO_4 + 2 \ HX \longrightarrow H_2WO_4 + CaX_2}</math>

Eigenschaften

Die Verhältnisformel des Wolframtrioxid-Monohydrats lautet H2WO4, doch existieren im Gegensatz zur scheinbar analog aufgebauten Schwefelsäure (H2SO4) keine diskreten H2WO4-Moleküle. Stattdessen besteht Wolframsäure aus einem Schichtengitter aus WO6-Oktaedern. Die Anionen der Wolframsäure bestehen dagegen, analog der Sulfationen, aus WO42−-Tetraedern.<ref name="Holleman-Wiberg" /> Erstmals isoliert wurde sie von Carl Wilhelm Scheele im Jahr 1781 in Köping. Wolframsäure löst sich leichter in Alkalien als Wolframtrioxid.<ref name=roempp/>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein