Wolf Landau
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Wolf Landau (1. März 1811 in Dresden – 24. August 1886 ebenda) war Oberrabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Dresden.<ref>Hagemeyer, S. 102, 113, 129 und 130.</ref>
Leben und Wirken
Er war der Sohn des Dresdner Lehrers Mordechai-Juda Landau und der Reizel Hainsfurth. Väterlicherseits war er Enkel des David Wolf Landau, des ersten Oberrabbiners zu Dresden, bei dessen Nachfolger Abraham Löwy er in den Talmud eingeführt wurde. Es besuchte die Jeschiwa des Aron Kornfeld in Golčův Jeníkov in Böhmen<ref name="RdE">Michael Brocke, Julius Carlebach (Hrsg.): Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und großpolnischen Ländern 1781–1871. Bearbeitet von Carsten Wilke. De Gruyter, Berlin/Boston 2004, ISBN 978-3-11-175037-8, S. 563 f.; {{#if: GxCyVb2eKo0C
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Landau war Mitarbeiter der jüdischen Zeitschrift Der Orient<ref>Mitarbeiter-Verzeichnis, in: Der Orient. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. 9. Jg. 1948, S. iv; {{#if: GKwLAAAAIAAJ
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Nach dem Weggang von Frankels nach Breslau wurde Landau 1854 sein Nachfolger als Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde zu Dresden.<ref>A. Levy: Geschichte der Juden in Sachsen. S. 102</ref> Bereits seit 1851 war er Verwaltungsratsmitglied und Vorsitzender des Dresdner Mendelssohn-Vereins. 1863 gründete er die „Kasse für verschämte Arme“. Zusammen mit dem Gemeindevorsteher Emil Lehmann besuchte er die erste israelitische Synode in Leipzig. Er war auch schriftstellerisch tätig und publizierte beispielsweise die „Bilder aus dem Leben berühmter Rabbiner“ und „Ahawas nezach – Liebe über das Grab“.<ref name="Hagemeyer 113" />
Landau engagierte sich für die Emanzipation der Juden in Sachsen, so auch in der von ihm publizierten Schrift Die Petition des Vorstandes der israelitischen Gemeinde zu Dresden. Darin dankte er für die Gewährung von religiösen und Bürgerrechten für die Juden, kritisierte jedoch, dass die Aufhebung von Beschränkungen zu wünschen übrig ließe.<ref>A. Levy: Geschichte der Juden in Sachsen. S. 94–96.</ref>
1879 erhielt er das Ritterkreuz I. Klasse des Albrechts-Ordens aufgrund seiner Verdienste „als Prediger, als Religionslehrer, als Seelsorger und als Wohlthäter der Armen“.<ref>A. Levy: Geschichte der Juden in Sachsen. S. 102</ref> Landau starb 1886 in Dresden und wurde auf dem dortigen Neuen Jüdischen Friedhof beigesetzt. Nach seinem Tod wurde die Dr. Wolf-Landau-Stiftung ins Leben gerufen.<ref name="Hagemeyer 113" />
Literatur
- Michael Brocke, Julius Carlebach (Hrsg.): Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und großpolnischen Ländern 1781–1871. Bearbeitet von Carsten Wilke. De Gruyter, Berlin/Boston 2004, ISBN 978-3-11-175037-8, S. 563 f.; Digitalisat
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- Alphonse Levy: Geschichte der Juden in Sachsen. S. Calvary & Co., Berlin 1901, S. 89 f., S. 93–96, S. 102; Digitalisat.
- Heike Liebsch: Rabbiner Wolf Landau. In: dies. (Hrsg.): Der Neue Israelitische Friedhof in Dresden. Herausgegeben von HATiKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e. V. Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig, 2021, ISBN 978-3-95565-481-8, S. 148f.
- Daniel Ristau: Die Bestellung Wolf Landaus zum Dresdner Oberrabbiner 1854/55: Mikrohistorische Einblicke. In: Medaon 12 / 2013 (online)
Schriften
- Die Petition des Vorstandes der israelitischen Gemeinde zu Dresden und ihr Schicksal in der II. Kammer. Walther, Dresden 1843, {{#if: UhReAAAAcAAJ
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- Wie soll der Religionsunterricht der isr. Jugend in unserer Zeit beschaffen sein? In Zacharias Frankel (Hrsg.): Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums. Leipzig 1844, S. 27–36, 73–76, 129–141.
- Anforderungen des Glaubens und der theologischen Wissenschaft an den Rabbiner. In: Zacharias Frankel (Hrsg.): Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judentums. Leipzig 1852, S. 139–142, 182–190, 214–218.
Weblinks
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- Isidore Singer, Meyer Kayserling: Landau, Wolf, Jewish Encyclopedia
- Richard Gottheil, Isaac Broydé: Dresden, Jewish Encyclopedia, abgerufen am 30. Juli 2016.
Einzelnachweise
<references />
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- Großrabbiner (Deutschland)
- Person des Judentums (Dresden)
- Träger des Albrechts-Ordens
- Wikipedia:Träger des Albrechts-Ordens (Ausprägung ungeklärt)
- Deutscher
- Geboren 1811
- Gestorben 1886
- Mann