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Wittenwerder

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Wittenwerder war ein Ort bei Tutow im Landkreis Demmin, der sich im Areal des Tutower Flugplatzes befand und bei dessen Bau beseitigt wurde.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Wittenwerder erfolgte zu. 12. Dezember 1254, als Herzog Wartislaw III. von Pommern dem Kloster Dargun vier durch den Vogt von Demmin, Ulrich von der Osten, zu diesem Zweck aufgelassene Hufen übertrug.<ref>Verein für Me(c)klenburgische und Alterthumskunde (Hrsg.): Mecklenburgisches Urkundenbuch, (MUB) II. Band (1251–1280), In Commission Stiller, Schwerin 1864, S. 54 f. Urk. 1254. Dec. 12. Demmin. 739.</ref> 1278 wurde Wittenwerder in einer Urkunde des Herzogs Barnims III. und 1282 in einer Urkunde des Bischofs von Cammin Hermann von Gleichen erwähnt. 1322 wurde ein Pleban zu Wittenwerder in einer Schenkungsurkunde des Ritters Hinnerk Krohn auf Ückeritz genannt. Der Ort besaß eine Kirche und bildete mit Ückeritz und Tutow eine Parochie. Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts war der Wittenwerder im Lehensbesitz der alten Familie von Horn, für die die vierzehn Bauern und zwei Kossäten des Dorfes Frondienste zu leisten hatten.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurden der Ort und die Kirche durch kaiserliche Truppen zerstört und später erneut durch schwedische Truppen geplündert. In einem Kirchenvisitationsprotokoll von 1649 wurde Wittenwerder als {{

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}} bezeichnet. 1684 erwarb das Adelsgeschlecht von Parsenow durch Philipp Joachim von Parsenow Wittenwerder und weitere Dörfer der Umgebung, für 22.000 Gulden. Im folgenden Jahr zahlte er der Familie von Horn 100 Reichstaler für die Übertragung der Lehnsrechte, die 1692 durch die schwedische Regierung bestätigt wurden. Bei der Schwedischen Landesaufnahme von Vorpommern wurden 1698 ein Bauernhof, eine Schäferei und wenige bewohnte Katen festgestellt. Bekanntgeworden als Gutsherren vor Ort war der Kammerdirektor zu Minden Otto Hans Carl von Parsenow, folgend<ref>Heinrich Karl Wilhelm Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. II. Theils-Band 2, W. Dietze, Anklam/Berlin 1865, S. 95.</ref> sein Bruder, der pommersche Landrat August von Parsenow.

Im Jahr 1774 kamen Wittenwerder und das benachbarte Kruckow in den Lehensbesitz der Familie von Sobeck. Gutsbesitzer<ref>Karl Friedrich Rauer (Hrsg.): Hand-Matrikel der in sämmtlichen Kreisen des Preussischen Staats auf Kreis- und Landtagen vertretenen Rittergüter. Selbstverlag, Berlin 1857, S. 172.</ref> und damit Teil der Pommerschen Ritterschaft war<ref>Robert Klempin, Gustav Kratz: Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV. bis XIX. Jahrhundert. In Commission A. Bath, Berlin 1863, S. 580.</ref> Mitte des 19. Jahrhunderts das Mitglied des Preußischen Herrenhauses Wilhelm (Wilhelm Wichard) Freiherr von Sobeck, dem Tutow mit Wittenwerder gehörte. 1859 wurde Wittenwerder amtlich<ref>Franz Heinrich Ungewitter: Die Preußische Monarchie nach den zuverlässigten Quellen geographisch, statistisch, topographisch und historisch ausführlich und übersichtlich dargestellt. Ein Handbuch. Nicolaische Verlagsbuchhandlung (G. Parthey), Berlin 1859, S. 740.</ref> als gutsherrliches Vorwerk geführt und 1883 zusammen mit Tutow nach Kruckow eingemeindet, war kein eigenständiges Lehn- oder Rittergut. Gut Wittenwerder war dann jeweils im Eigentum der Barone, so die oft übliche landläufige Formulierung für Freiherren, der Herren von Sobeck auf Tutow und ihrer Erben.<ref>Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Pommern. 1914. Verzeichnis. Handbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer`s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 4. Auflage, Reichenbach`sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 18 f.</ref> Namhaft wurde so auch Freiherr<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1888. Jahrgang 38, Justus Perthes, Gotha, 1887, S. 809.</ref> Axel von Sobeck-Kruckow (1848–1938) auf Tutow, verheiratet mit Marie Freiin von Brockdorff.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 92, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 483.</ref>

1932 wurde Wittenwerder vom Reichsluftfahrtministerium erworben. In der folgenden Zeit wurden die Bewohner in die umliegenden Dörfer ausgesiedelt. Zugunsten des Baus des Flugplatzes Tutow wurde der Ort abgetragen.

Literatur

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Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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