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Windhagen (Gummersbach)

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Windhagen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2024)&title=Windhagen 51° 3′ N, 7° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2024) 51° 2′ 38″ N, 7° 33′ 20″ O
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Höhe: 289–354 m ü. NN
Einwohner: 2024 (31. Dez. 2022)<ref>Zahlen, Daten, Fakten – Rathaus. (PDF; 17,9 KB) Stadt Gummersbach, abgerufen am 30. Juni 2024.</ref>
Postleitzahl: 51647
Vorwahl: 02261
Lage von Windhagen in Gummersbach

Windhagen ist ein Ortsteil der Stadt Gummersbach im Oberbergischen Kreis im südlichen Nordrhein-Westfalen.

Lage und Beschreibung

Der Ort liegt ca. 2,9 km nördlich vom Stadtzentrum entfernt.

Geschichte

Anfänge

Die Namensendung -hagen bedeutet von einer Hecke eingehegter Platz in einer Waldeinfriedung. Somit kann die Entstehung des Ortes in die große Rodungszeit des Hochmittelalters (11.–13. Jahrhundert) datiert werden. Allerdings könnten die Funde eines neolithischen Steinmeißels sowie einer Spinnwirtel aus Ton nahe der Eisenbahntrasse im Jahre 1919 (beide Artefakte befinden sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn) auf wesentlich frühere Siedlungs- oder zumindest Wanderungstätigkeit in der Region deuten.

Vermutlich lag die Keimzelle Windhagens am Hang oberhalb der Quelle des Gummersbachs, da die tiefer liegenden versumpften Auen gewöhnlich erst deutlich später besiedelt wurden. Auch die Namensbeifügung Wind- könnte auf „luftigere“ Eigenschaften des frühen Ortskerns hinweisen.

Erstnennung

Um 1300 wurde der Ort erstmals um 1450 urkundlich in einer Liste der Wachszinsigen des Kölner Apostelstiftes erwähnt:

  • Henrich to Winthagen et eius sorores (Henrich zu Winthagen und seine Schwestern)

Mittelalter

Bereits im Mittelalter dürfte in Windhagen ein bedeutender Hof gewesen sein, da es allein drei BurgenFeste Häuser oder Kasteele (niederdeutsch für Kastelle) – aufwies, von denen um 1815 noch alle, heute nur noch eine existiert(en). Versehen mit Schießscharten und Mauersteinen von teilweise einem Meter Kantenlänge lässt sie heute noch auf die Verteidigungsbereitschaft ihrer Erbauer schließen. 1951 förderten Grabungen im nahen Umfeld der Burg ein Kurzschwert sowie Keramikscherben zu Tage; die Funde wurden ins 14./15. Jahrhundert datiert.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1586 ca. 100
1748 151
1798 217
1863 258
1905 547
1910 719
1980 ca. 1.800
2004 1.781
2010 1.737

Neuzeit

  • Das Dorf Windhagen gehörte bis 1806 zur Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt.<ref name="OV1846">Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref>
  • Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Straße nach Hückeswagen ausgebaut und somit zur ersten befestigten Straße im Oberbergischen Land, Teilstück der heutigen Bundesstraße 256.
  • Um 1920 sollte am nördlichen Ortsausgang Windhagens eine große Filmfabrik entstehen, finanziert von den Gummersbacher Unternehmern Bockhacker und Kötitz sowie der „Allgemeinen Deutschen Kreditanstalt“. Bei Einsetzen der Inflation zerschlugen sich die Pläne jedoch und einige Hundert bereits eingesetzter Arbeiter verloren ihre Stelle. Von dem ehrgeizigen Projekt auf einem alten Ziegeleigelände blieben lange Zeit umfangreiche Fundamente und Mauerteile des Erdgeschosses erhalten.

Kirchen

Freizeit

Vereinswesen

Sport

  • Turnverein Windhagen 1913 e. V.
  • FC Windhagen 1923 e. V.

Schulen

  • Gemeinschafts-Grundschule Windhagen

Wirtschaft und Industrie

In Windhagen befindet sich das größte zusammenhängende Gewerbegebiet in Gummersbach mit dem älteren Teil Windhagen-Ost (16,4 ha; ab 1985<ref>EGG Entwicklungsgesellschaft Gummersbach: Gewerbepark Windhagen Ost. Abgerufen am 7. Juni 2025.</ref>) und Windhagen West (16 ha, 1990<ref>EGG Entwicklungsgesellschaft Gummersbach: Gewerbepark Windhagen West. Abgerufen am 7. Juni 2025.</ref>), das die Gizeh Raucherbedarf beherbergt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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