Wilhelm Prusinovský von Víckov
Wilhelm Prusinovský von Víckov ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1534; † 16. Juni 1572 in Kremsier, Markgrafschaft Mähren) war Bischof von Olmütz.
Herkunft und Werdegang
Wilhelm entstammte dem mährischen Rittergeschlecht Prusinowitz. Seine Eltern waren Nikolaus Prusinovský von Víckov und Anna, geborene von Mostienitz. Nach der Schulbildung am Jesuitenkolleg Wien studierte er 1554–1558 Rechtswissenschaften an der Universität Padua. Anschließend wurde er Propst von Kremsier und Kanoniker in Olmütz und studierte mit diesen Pfründen Theologie in Rom. Nach seiner Rückkehr wurde er 1560 Koadjutor des Propstes von Brünn. Kaiser Ferdinand I., der Wilhelms kirchliche Laufbahn von Anfang an förderte, verlieh ihm 1562 die Propstei Leitmeritz. Da Wilhelm die Amtsgeschäfte des kranken Bischofs Markus Kuen wahrnahm, residierte er weiterhin in Olmütz.
Bischof von Olmütz
Nach dem Tod des Olmützer Bischofs Markus Kuen wählte das Domkapitel am 9. März 1565 Wilhelm Prusinovský von Víckov zu dessen Nachfolger. Der Papst bestätigte die Wahl am 13. April des Jahres, die Bischofsweihe erfolgte in Wien.
Als Bischof verfolgte Wilhelm Prusynovský die gegenreformatorischen Vorgaben des Trienter Konzils. Mit der Erneuerung der katholischen Kirche wollte er die Reformation zurückdrängen. 1565 bemühte er sich um die Gründung eines Jesuitenkollegs, das ein Jahr später im ehemaligen Franziskanerkloster seine Arbeit aufnahm und 1569 ein neues Gebäude beziehen konnte. Auch die Leitung des Priesterseminars und das Seminar zur Erziehung junger Adliger hatte er den Jesuiten übertragen wie auch die Predigerstellen an St. Moritz und St. Blasius in Olmütz. 1566 erlangte er vom böhmischen Landesherrn Kaiser Maximilian die Erlaubnis zur Visitation auch der utraquistischen Pfarreien und Geistlichen. 1568 berief er eine Diözesansynode ein, an der 250 Geistliche teilnahmen. Die Synodalstatuten wurden vom Brünner Propst und späteren Bischof Jan Grodecký von Brod verfasst und von einer Kommission überarbeitet. 1569 unternahm er im Auftrag des Kaisers eine Gesandtschaftsreise nach Polen. Den Bistumsbesitz erweiterte er durch Rückkauf von verpfändeten Gütern sowie den Bau von Mühlen und Brauereien. 1571 ließ er ein Lehrbuch und eine deutsche Übersetzung des Neuen Testamentes drucken.
Nach seinem Tod wurde er in der Olmützer Jesuitenkirche bestattet.
Literatur
- Constantin von Wurzbach: Wilhelm (Bischof von Olmütz). In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 56. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1888, S. 175 (Digitalisat).
- Winfried Eberhard in: Erwin Gatz: Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1448–1648, ISBN 3-428-08422-5, S. 553–554
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Markus Kuen | Bischof von Olmütz 1565–1572 | Johannes XVII. Grodetzký von Brod |
Weblinks
Stanislaus Thurzó von Bethlenfalva | Bernhard Zoubek von Zdětín | Johannes XVI. Dubravius | Marek Khuen | Wilhelm Prusinovský von Víckov | Johannes XVII. Grodetzký von Brod | Thomas Albin von Helfenburg | Johannes XVIII. Mezoun | Stanislaus Pavlovský von Pavlovitz | Franz Seraph von Dietrichstein | Johannes XIX. Ernst Plateis von Plattenstein | Leopold Wilhelm von Österreich (nicht geweiht), Administratoren: Andreas Orlik von Lažisko, Kaspar Karas von Rhomstein, Johannes Kaspar Stredele von Montani, Kaspar Karas von Rhomstein (2.), Roderich von Santhilier | Karl I. Joseph von Österreich | Karl II. von Liechtenstein-Kastelkorn | Karl III. Joseph von Lothringen | Wolfgang Hannibal von Schrattenbach | Jakob Ernst von Liechtenstein-Kastelkorn | Ferdinand Julius von Troyer | Leopold II. Friedrich von Egkh und Hungersbach | Maximilian von Hamilton
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Prusinovský von Víckov, Wilhelm |
| ALTERNATIVNAMEN | Vilém Prusinovský z Víckova |
| KURZBESCHREIBUNG | Bischof von Olmütz |
| GEBURTSDATUM | 1534 |
| STERBEDATUM | 16. Juni 1572 |
| STERBEORT | Kremsier, Markgrafschaft Mähren |