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Wilhelm Laforet

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Datei:Grab Wilhelm Laforet.jpg
Das Grab von Wilhelm Laforet und seiner Ehefrau Elisabeth geborene Krez auf dem Hauptfriedhof Würzburg

Wilhelm Georg Josef Laforet (* 19. November 1877 in Edenkoben; † 14. September 1959 in Würzburg) war ein deutscher Staats- und Verwaltungsjurist, Ministerialbeamter und Politiker (CSU). Er war von 1927 bis 1951 Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie Mitglied des Parlamentarischen Rates, des Deutschen Bundestages und des Bayerischen Landtages. Laforet war Vorsitzender des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages und des Richterwahlausschusses; zuvor maßgeblich an der Ausarbeitung des Grundgesetzes (1949) beteiligt, obwohl er letztlich aus föderalistischen Vorbehalten dieses dann ablehnte.

Leben

Wilhelm Laforet wurde 1877 als Sohn eines Rotgerbers<ref name="Vierhaus476">Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1: A–M. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 476–477, hier: S. 467.</ref> in der Pfalz geboren; sein jüngerer Bruder<ref name="Lange114">Erhard H. M. Lange: Wegbereiter der Bundesrepublik. die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates. Neunzehn historische Biografien. 50 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland . Brühl 1999, S. 114.</ref> war politischer Schriftsteller und setzte sich für föderalistische Ideen ein. Laforet wuchs in einer katholischen<ref name="Lange113">Erhard H. M. Lange: Wegbereiter der Bundesrepublik. die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates. Neunzehn historische Biografien. 50 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland. Brühl 1999, S. 113.</ref> Umgebung auf und besuchte zunächst die Lateinschule<ref name="Benkert166">Christopher Benkert: Die Juristische Fakultät der Universität Würzburg 1914 bis 1960. Ausbildung und Wissenschaft im Zeichen der beiden Weltkriege (= Würzburger rechtswissenschaftliche Schriften. Bd. 62). Ergon Verlag, Würzburg 2005, ISBN 3-89913-481-8, S. 166–170, hier: S. 166.</ref> in Edenkoben und von 1892 bis 1896 das Humanistische Gymnasium in Landau<ref name="Vierhaus476"/>. Nachdem er 1896<ref name="Vierhaus476"/> das Abitur abgelegt hatte, studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in München (von 1896 bis 1898<ref name="Benkert166"/>) und Berlin (von 1898 bis 1900<ref name="Benkert166"/>).<ref name="Vierhaus476"/> 1900<ref name="Lange114"/> legte er die erste juristische Staatsprüfung in Berlin ab. Es schloss sich das Rechtspraktikum an.<ref name="Benkert166"/>

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Wilhelm Laforet (1900)

Laforet trat im Wintersemester 1900/01<ref name="Scharold27">Hans Scharold: Wilhelm Laforet [Nachruf]. In: Korrespondenzblatt des AH-Verbandes und der Aktivitas des KDStV Aenania München, 1960, Nr. 20, S. 27–29, hier: S. 27.</ref> in die katholische, nichtschlagende Studentenverbindung KDStV Aenania München<ref name="Lange114"/> im CV ein. Später wurde er Senior der KAV Suevia Berlin.<ref name="Scharold27"/> Er war ferner Gründungsmitglied<ref>Gesamtverzeichnis des C.V. 1925, S. 467.</ref> und Senior der 1899 gegründeten KDStV Rheno-Franconia München im CV. Bis heute existiert ein Studentenwohnheim Wilhelm-Laforet-Verein e. V., der sich um die KDStV Rheno-Franconia kümmert.

1901 wurde er an der Universität Heidelberg mit der strafrechtlichen Dissertation Die strafrechtliche Rechtsfähigkeit<ref name="Vierhaus476"/> zum Dr. iur. utr. promoviert; die Arbeit blieb unveröffentlicht.<ref name="Lange114"/> Seine Referenten waren Karl von Lilienthal und Richard Schröder.<ref name="Benkert166"/>

1900/01 diente Laforet als Einjährig-Freiwilliger beim 1. Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold“ der Bayerischen Armee in München.<ref name="Lange114"/> Danach absolvierte er in München den juristischen Vorbereitungsdienst und legte 1904 das Assessorexamen ab.<ref name="Lange114"/> Eine sonst übliche Habilitationsschrift fertigte er nicht an, stattdessen wurde seine Praxiserfahrung herangezogen.<ref name="Benkert166"/>

Zunächst tätig bei der Stadt München, kam er 1905 zur Regierung von Oberbayern und zum Bezirksamt Regensburg.<ref name="Benkert166"/> 1907 wechselte er als Assessor<ref name="Lange115">Erhard H. M. Lange: Wegbereiter der Bundesrepublik. die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates. Neunzehn historische Biografien. 50 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland . Brühl 1999, S. 115.</ref> zum Bezirksamt Kusel in der Pfalz.<ref name="Benkert166"/> 1909 wurde Laforet Regierungsrat, zuständig für das Sozialversicherungswesen und die entsprechende Gesetzgebung, im Bayerischen Staatsministerium des Innern in München.<ref name="Lange115"/>

Von 1914 bis 1918<ref name="Vierhaus477">Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1: A–M. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 476–477, hier: S. 477.</ref> nahm er als Frontoffizier am Ersten Weltkrieg teil – wurde mehrmals verwundet – und war zuletzt Major und Kommandeur einer Artillerieeinheit.<ref name="Lange115"/> Als Mitglied des Freikorps Epp war er 1919 an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt.<ref name="Benkert167"/>

1922 setzte Laforet seine Karriere im bayerischen Innenministerium als Oberregierungsrat fort.<ref name="Vierhaus477"/> 1923 wurde er zum Ministerialrat<ref name="Vierhaus477"/> befördert. Er leitete fortan das Gemeindereferat und war mit der bayerischen Gemeindeordnung betraut. 1931 verfasste er den Kommentar zur bayerischen Gemeindeordnung.<ref>Otto Depenheuer: Wilhelm Laforet (1877–1959). In: Günter Buchstab, Hans-Otto Kleinmann (Hrsg.): In Verantwortung vor Gott und den Menschen. Christliche Demokraten im Parlamentarischen Rat 1948/49. Hrsg. im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung, Herder, Freiburg im Breisgau 2008, ISBN 978-3-451-29973-5, S. 237–244, hier: S. 238.</ref> Die Beförderung zum Regierungspräsidenten 1927 schlug er aus.<ref name="Benkert166"/>

Vom 1. Februar 1927 (mit Rang vom 28. Juni 1920) bis 1951 war der Geheime Justizrat<ref name="Benkert167"/> stattdessen als Nachfolger von Robert Piloty ordentlicher Professor für allgemeines, deutsches und bayerisches Staats- und Verwaltungsrecht<ref>Julius-Maximilians-Universität Würzburg: Vorlesungs-Verzeichnis für das Sommer-Halbjahr 1948. Universitätsdruckerei H. Stürtz, Würzburg 1948, S. 9.</ref><ref name="Vierhaus477"/> an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg;<ref name="Benkert167">Christopher Benkert: Die Juristische Fakultät der Universität Würzburg 1914 bis 1960. Ausbildung und Wissenschaft im Zeichen der beiden Weltkriege (= Würzburger rechtswissenschaftliche Schriften. Bd. 62). Ergon Verlag, Würzburg 2005, ISBN 3-89913-481-8, S. 166–170, hier: S. 167.</ref> sein Nachfolger wurde Walter Henrich. Außerdem stand er der staatsrechtlichen Abteilung der Juristischen Fakultät vor.<ref name="Benkert167"/> Laforet hatte einen großen Schülerkreis,<ref>Willi Geiger: Wilhelm Laforet †. In: Stimme der Pfalz. 10 (1959), Nr. 5, S. 3.</ref> darunter u. a. Willi Geiger, Kurt Mantel, Ottmar Meyer, Rudolf Schiedermair, Walter Teutsch und Hermann Weitnauer.

Seine konservative Grundeinstellung erleichterte ihm die Ausübung seiner Hochschultätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus zwar – in seinen Vorlesungsmanuskripten der 1930er Jahre lassen sich lediglich einzelne völkische<ref name="Lange117"/> Elemente finden – bereits 1933 geriet er aber mit den Nationalsozialisten in einen Konflikt, der nur durch Intervention des damaligen Rektors Georg Wunderle, Theologe, im Ministerium beigelegt werden konnte.<ref name="Benkert167"/> In den nächsten Jahren wurde er „überwacht“ und es wurde wiederholt versucht ihn loszuwerden.<ref name="Benkert167"/> Sein Ruf als „unersetzbarer Fachmann“<ref name="Vierhaus477"/> ersparte ihm allerdings größere Unannehmlichkeiten. In der Fakultätsgeschichtsschreibung von 2005 hieß es: „Laforet gehörte zu den wenigen Staatsrechtlern, von denen mit Fug und Recht behauptet werden kann, dass sie die Zeit [...] trotz Berufsausübung ohne größere Anbiederung an das politisch System gemeistert haben.“<ref name="Benkert169">Christopher Benkert: Die Juristische Fakultät der Universität Würzburg 1914 bis 1960. Ausbildung und Wissenschaft im Zeichen der beiden Weltkriege (= Würzburger rechtswissenschaftliche Schriften. Bd. 62). Ergon Verlag, Würzburg 2005, ISBN 3-89913-481-8, S. 166–170, hier: S. 169.</ref>

Er vertrat einen rechtsstaatlichen und katholischen Naturrechtsansatz.<ref name="Lange116">Erhard H. M. Lange: Wegbereiter der Bundesrepublik. die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates. Neunzehn historische Biografien. 50 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland . Brühl 1999, S. 116.</ref> Seine bekanntesten Werke sind das Verwaltungshandbuch für Bayern und Deutsches Verwaltungsrecht. Laforet war wesentlicher Mitverfasser des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.<ref name="Benkert169"/> Er war Vorstandsmitglied und Leiter der rechtswissenschaftlichen Sektion der Görres-Gesellschaft,<ref name="Benkert170">Christopher Benkert: Die Juristische Fakultät der Universität Würzburg 1914 bis 1960. Ausbildung und Wissenschaft im Zeichen der beiden Weltkriege (= Würzburger rechtswissenschaftliche Schriften. Bd. 62). Ergon Verlag, Würzburg 2005, ISBN 3-89913-481-8, S. 166–170, hier: S. 170.</ref> war von 1947 bis 1949 ehrenamtlicher Richter<ref name="Depenhauer240"/> des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs in München, wurde 1948<ref name="Benkert169"/> zum Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofes ernannt und war Mitglied<ref name="Benkert170"/> der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer.

Zum 75. Geburtstag wurde ihm eine Festschrift (Verfassung und Verwaltung in Theorie und Wirklichkeit) gewidmet.<ref name="Lange120">Erhard H. M. Lange: Wegbereiter der Bundesrepublik. die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates. Neunzehn historische Biografien. 50 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland . Brühl 1999, S. 120.</ref>

Laforet war römisch-katholisch getauft. Er war ab 1920<ref name="Lange115"/> verheiratet und Vater von zwei Kindern.<ref>[{{#switch: {{#invoke:Str|left|00000002570|2}} |00 |01 |02=https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/_/{{#invoke:Str%7Cleft%7C00000002570%7C2}}/{{#invoke:Str%7Ccropleft%7C00000002570%7C2}} |16=https://www.munzinger.de/register/portrait/klg/_/{{#invoke:Str%7Cleft%7C00000002570%7C2}}/{{#invoke:Str%7Ccropleft%7C00000002570%7C2}} |17=https://www.munzinger.de/register/portrait/kdg/_/{{#invoke:Str%7Cleft%7C00000002570%7C2}}/{{#invoke:Str%7Ccropleft%7C00000002570%7C2}} |18=https://www.munzinger.de/register/portrait/klfg/_/{{#invoke:Str%7Cleft%7C00000002570%7C2}}/{{#invoke:Str%7Ccropleft%7C00000002570%7C2}} |#default=https://online.munzinger.de/document/00000002570 }} {{#if:00000002570| {{#if: Wilhelm Laforet | Wilhelm Laforet | {{#invoke:WLink|getArticleBase}} }}]{{#if: in Internationales Biographisches Archiv 45/1959 vom 26. Oktober 1959 | in Internationales Biographisches Archiv 45/1959 vom 26. Oktober 1959, | }} im Munzinger-Archiv{{#if: |, abgerufen am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}} | }} | }} {{#switch: {{#invoke:Str|left|00000002570|2}} |00 |01 |02=(Artikelanfang frei abrufbar) |16 |17 |18=(Artikelanfang frei abrufbar) |#default=(Zugriff für angemeldete Benutzer) }}|Parameter 1 fehlt}}</ref>

Politik

Partei

Laforet gehörte von 1918 bis 1933 der Bayerischen Volkspartei (BVP; auch Zentrum Bayerns) an.<ref name="Lange115"/> 1945 beteiligte er sich an der Gründung<ref name="Vierhaus477"/> der Christlich-Sozialen Union (CSU) in Unterfranken.

Sein Nachlass befindet sich im Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin.<ref name="Vierhaus477"/>

Öffentliche Ämter

Von 1918 bis 1922 war Laforet „Bezirksamtmann“ (Landrat) in Ochsenfurt am Main.<ref name="Vierhaus477"/>

1945 war er Mitglied des Ausschusses für Verwaltungsrecht in Heidelberg, der das Verwaltungsgerichtsgesetz für die Amerikanische Besatzungszone ausarbeitete, und Sachverständiger<ref name="Vierhaus477"/> im „vorbereitenden Verfassungsausschuss“ für das danach nur kurzzeitig bestehende Land Württemberg-Baden.<ref name="Lange117">Erhard H. M. Lange: Wegbereiter der Bundesrepublik. die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates. Neunzehn historische Biografien. 50 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland . Brühl 1999, S. 117.</ref>

Von 1946 bis 1949 (Mandatsniederlegung) wurde er für die CSU im Wahlkreis Ochsenfurt in den Bayerischen Landtag gewählt.<ref name="Vierhaus477"/> Er war Mitglied des Ausschusses für den Staatshaushalt, des Ausschusses für Fragen des Länderrats und für Fragen bizonaler und mehrzonaler Art, des Ausschusses für kulturpolitische Fragen und des Ausschusses für Rechts- und Verfassungsfragen.

1948/49<ref name="Vierhaus1050">Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1: A–M. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 1050.</ref> wurde er für Bayern vom Landtag in den Parlamentarischen Rat gewählt. Sein Hauptanliegen war die Stärkung des Föderalismus, was letztlich auch der Grund war, warum Laforet dem Grundgesetz seine Zustimmung verweigerte. Er erklärte, trotz „Einwendungen gegen das Grundgesetz dem neuen Staat und Gesamtdeutschland aus tiefstem Empfinden verpflichtet“ zu sein.<ref>Otto Depenheuer: Wilhelm Laforet (1877–1959). In: Günter Buchstab, Hans-Otto Kleinmann (Hrsg.): In Verantwortung vor Gott und den Menschen. Christliche Demokraten im Parlamentarischen Rat 1948/49. Hrsg. im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung, Herder, Freiburg im Breisgau 2008, ISBN 978-3-451-29973-5, S. 237–244, hier: S. 243.</ref>

Er gehörte dem Deutschen Bundestag in dessen erster Legislaturperiode (1949–1953)<ref name="Vierhaus1050"/> als im Wahlkreis 40 (Würzburg-Ochsenfurt-Marktheidenfeld<ref name="Lange119">Erhard H. M. Lange: Wegbereiter der Bundesrepublik. die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates. Neunzehn historische Biografien. 50 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland . Brühl 1999, S. 119.</ref>) mit 43,8 Prozent<ref>Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1: A–M. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 352.</ref> der Erststimmen direkt gewählter Abgeordneter an und war dort Vorsitzender<ref>Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1: A–M. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 548.</ref> des Ausschusses für Rechtswesen und Verfassungsrecht – dort an mehreren wichtigen Gesetzen beteiligt u. a. an der Ausarbeitung des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes (1951) – und des Richterwahlausschusses.<ref name="Depenhauer240">Otto Depenheuer: Wilhelm Laforet (1877–1959). In: Günter Buchstab, Hans-Otto Kleinmann (Hrsg.): In Verantwortung vor Gott und den Menschen. Christliche Demokraten im Parlamentarischen Rat 1948/49. Hrsg. im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung, Herder, Freiburg im Breisgau 2008, ISBN 978-3-451-29973-5, S. 237–244, hier: S. 240.</ref> Zudem war er ordentliches Mitglied im Ausschuss zum Schutz der Verfassung und im Ausschuss zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung sowie stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der inneren Verwaltung (heute: Innenausschuss).<ref name="Vierhaus477"/>

1949 war er Mitglied der ersten Bundesversammlung zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten.

Ehrungen und Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

  • Die strafrechtliche Rechtsfähigkeit (1901)
  • Kommentar zum Bayerischen Zwangsabtretungsgesetz (1910)
  • Beamtenrecht oder Arbeitsrecht? (1927)
  • Die Bayerische Gemeindeordnung (2 Bd., 1931)
  • Verwaltungshandbuch für Bayern (1934)
  • Deutsches Verwaltungsrecht (1937)

Siehe auch

Literatur

  • AöR: Drei Jubiliare der deutschen Staatsrechtswissenschaft. In: Archiv des öffentlichen Rechts N.F. 39 = 78 (1952/53), S. 497–498.
  • AöR: Wilhelm Laforet †. In: Archiv des öffentlichen Rechts N.F. 45 = 84 (1959), S. 493–494.
  • Christopher Benkert: Die Juristische Fakultät der Universität Würzburg 1914 bis 1960. Ausbildung und Wissenschaft im Zeichen der beiden Weltkriege (= Würzburger rechtswissenschaftliche Schriften. Bd. 62). Ergon Verlag, Würzburg 2005, ISBN 3-89913-481-8, S. 166–170.
  • Otto Depenheuer: Wilhelm Laforet (1877–1959). In: Günter Buchstab, Hans-Otto Kleinmann (Hrsg.): In Verantwortung vor Gott und den Menschen. Christliche Demokraten im Parlamentarischen Rat 1948/49. Hrsg. im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung, Herder, Freiburg im Breisgau 2008, ISBN 978-3-451-29973-5, S. 237–244 (PDF).
  • Barbara Fait, Alf Mintzel (Hrsg.): Die CSU 1945–1948. Protokolle und Materialien zur Frühgeschichte der Christlich-Sozialen Union (= Texte und Materialien zur Zeitgeschichte. Bd. 4). Band 3: Materialien, Biographien, Register. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte, Oldenbourg, München 1993, ISBN 3-486-55982-6, S. 1895.
  • {{#if: Florian Ganslmeier|Florian Ganslmeier: }}Laforet, Wilhelm. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL){{#if:25|. Band 25, Bautz, {{#switch:25

|1=Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1 |2=Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8 |3=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2 |4=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7 |5=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3 |6=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1 |7=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4 |8=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0 |9=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1 |10=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X |11=Herzberg 1996, ISBN 3-88309-064-6 |12=Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9 |13=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7 |14=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5 |15=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8 |16=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4 |17=Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8 |18=Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7 |19=Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1 |20=Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3 |21=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3 |22=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2 |23=Nordhausen 2004, ISBN 3-88309-155-3 |24=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9 |25=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-332-7 |26=Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8 |27=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2 |28=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-413-7 |29=Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-452-6 |30=Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-478-6 |31=Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8 |32=Nordhausen 2011, ISBN 978-3-88309-615-5 |33=Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-690-2 |34=Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4 |35=Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1 |36=Nordhausen 2015, ISBN 978-3-88309-920-0 |37=Nordhausen 2016, ISBN 978-3-95948-142-7 |38=Nordhausen 2017, ISBN 978-3-95948-259-2 |39=Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-350-6 |40=Nordhausen 2019, ISBN 978-3-95948-426-8 |41=Nordhausen 2020, ISBN 978-3-95948-474-9 |42=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-505-0 |43=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-536-4 |44=Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-556-2 |45=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-584-5 |46=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-590-6 |47=Nordhausen 2024, ISBN 978-3-689-11006-2 |48=Nordhausen 2025, ISBN 978-3-689-11017-8 }}{{#if:|, Sp. }}{{#if:764-765|, Sp. {{#iferror:{{#expr:764-765}}|764-765|{{#expr:1*764-765*0}}–{{#expr:-(0*764-765*1)}}}}}}}}{{#if:|}}{{#if:https://web.archive.org/web/20070716145441/http://www.bautz.de/bbkl/l/laforet_w.shtml%7C}}.{{#if: 25 | |{{#ifeq:||}}}}

  • Willi Geiger: Wilhelm Laforet †. In: Stimme der Pfalz 10 (1959), Nr. 5, S. 3.
  • Friedrich August von der Heydte: Wilhelm Laforet zum achtzigsten Geburtstag. In: Archiv des öffentlichen Rechts N.F. 43 = 82 (1957), S. 377–381.
  • Ders.: In memoriam Wilhelm Laforet. In: Die Tagespost, 18./19. September 1959, S. 10.
  • Alfred Hans Kuby (Hrsg.): 1200 Jahre Edenkoben. Im Auftrag der Stadtverwaltung, mit Zeichnungen von Fritz Lederle, Südwestdeutsche Verlagsanstalt, Mannheim 1969, S. 95.
  • Eugen Kuri: Biographisches Staatshandbuch. Lexikon der Politik, Presse und Publizistik. Band 2. Begründet durch Wilhelm Kosch, Francke, Bern u. a. 1963, S. 726.
  • Erhard H. M. Lange: Wegbereiter der Bundesrepublik. Die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates. Neunzehn historische Biografien. 50 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik Deutschland . 2. üb. und erw. Auflage, Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Brühl 1999, ISBN 3-930732-53-X, S. 113–121.
  • Hans Peters: Wilhelm Laforet †. In: JuristenZeitung 14 (1959) 22, S. 733–734.
  • Reiner Pommerin: Die Mitglieder des Parlamentarischen Rates. Porträtskizzen des britischen Verbindungsoffiziers Chaput de Saintonge. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 36 (1988) 3, S. 557–588, hier: S. 573–574 (PDF).
  • Hans Scharold: Wilhelm Laforet [Nachruf]. In: Korrespondenzblatt des AH-Verbandes und der Aktivitas des KDStV Aenania München, 1960, Nr. 20, S. 27–29.
  • Adolf Süsterhenn, Friedrich August Freiherr von der Heydte, Willi Geiger (Hrsg.): Verfassung und Verwaltung in Theorie und Wirklichkeit. Festschrift für Wilhelm Laforet anlässlich seines 75. Geburtstages (= Veröffentlichungen des Instituts für Staatslehre und Politik. Bd. 3). Isar-Verlag, München 1952.
  • Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 1: A–M. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 476–477.
  • Wolfram Werner (Bearb.): Der Parlamentarische Rat, 1948–1949. Akten und Protokolle. Band 3: Ausschuss für Zuständigkeitsabgrenzung. Hrsg. vom Deutschen Bundestag und vom Bundesarchiv unter Leitung von Hans-Joachim Stelzl und Hartmut Weber, Boldt im Oldenbourg Verlag, München 1986, ISBN 3-7646-1859-0, S. X–XI.
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  • Ein Leben dem Recht, der Jugend und dem Vaterland. Geheimrat Prof. Dr. Wilhelm Laforet feiert heute seinen 75. Geburtstag. In: Main-Post, 19. November 1952.
  • Universitätsprofessor und Parlamentarier. Professor Dr. Laforet (MdB) in Würzburg feiert morgen seinen 75. Geburtstag. In: Fränkisches Volksblatt, 18. November 1952.

Weblinks

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Einzelnachweise

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