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Wildwasserpaddeln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:DuoWhitewaterKayak.jpg
Zweisitziges Wildwasser-Kajak aus Kunststoff
Datei:St. Francis River C-2 Missouri Whitewater Championship 2008.jpg
Wildwasserkanadier (C-2)
Datei:2017-07 Natural Games Playboating 064.jpg
Spielboot beim Seitsurf ohne Paddel (K-1)
Datei:Rafting PescadosRiverClassIV VeracruzMexico.jpg
Rafting auf dem Pescadosfluss in Veracruz, Mexiko

Wildwasserpaddeln ist eine Form des Kanusports, bei der Wildwasser mit einem Wildwasserkanu oder Raft befahren wird.

Schwierigkeiten

Man unterscheidet die Schwierigkeit nach der sechsstufigen Wildwasserschwierigkeitsskala, wobei hier vor allem Wassermenge (Durchfluss), Gefälle und (Verletzungs)risiken bzw. Gefahren eine Rolle spielen. Wichtig ist die taktische Einschätzung von Stromschnellen oder Katarakten, Kehrwasser, Fällen, Kaskaden, Walzen, Unterspülungen sowie Strömungen und anderen Stellen des Wildwassers.

Breitensport und Wettkampf

Als Breitensport wird Wildwasserpaddeln aus reinem Vergnügen ausgeübt, unter anderem in den Formen Riverrunning (schmalere Flüsse, technisches Wildwasser), Creeking (schweres wuchtiges Wildwasser) und Spielbootfahren. Für Darstellungen der jeweiligen Bootstypen siehe Wildwasserkanu. Das Wildwasser-Extrem-Paddeln bezeichnen einige Wildwasserpaddler auch als »stürzen gehen«, was den Charakter der befahrenen Flüsse widerspiegelt: steil, verblockt, wuchtig. Im engeren Sinne ist mit „Stürzen“ das Befahren von Wasserfällen gemeint.

Wettkämpfe auf Wildwasser werden in den Disziplinen Wildwasserrennsport, Kanuslalom, Extreme Racing (z. B. Sickline), Freestyle (Wettkampfform des Spielbootfahrens) und Boater-Cross ausgerichtet.

Ausrüstung und Sicherheit

Wildwasserpaddeln kann gefährlich sein. Darum sind Sicherheitsvorkehrungen von Bedeutung. Grundlegend ist die Ausrüstung mit Schwimmweste, Helm, Kälteschutz und festen Schuhen. Je nach Situation können – insbesondere für allein oder in verantwortungsvoller Position fahrende Paddler – außerdem für die Schwimmweste ein Brustgurt mit kurzer Sicherungsleine (Cowtail) sinnvoll sein sowie Wurfsack mit Wurfleine, Karabinerhaken und Rettungsmesser. Empfohlen wird für das Befahren von Strecken mit höheren Schwierigkeitsgraden auch ein Sicherheitstraining.

Künstliche Strecken

Wildwasserpaddler nutzen neben natürlichen Gewässern zunehmend künstliche Strecken von Wildwasseranlagen wie den Augsburger Eiskanal oder den Kanupark Markkleeberg.

Weblinks

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