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Wilde Weißeritz

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Vorlage:Infobox Fluss Die Wilde Weißeritz ist neben der Roten Weißeritz einer der beiden Quellflüsse der Weißeritz.

Verlauf

Datei:AlteZinnbrueckeSeyde130106FotoAndreKaiser.jpg
Wilde Weißeritz an der Alten Zinnbrücke Seyde

Die Wilde Weißeritz entspringt am tschechischen Erzgebirgskamm bei Nové Město (Neustadt) bei Moldava als Divoká Bystřice auf einer Höhe von etwa 850 Metern.<ref>Naturschutzgebiet Hemmschuh</ref> Nur etwa 2 bis 2,5 km entfernt ist auch der Ursprung der Flöha sowie der Freiberger Mulde. Nach 5 km tritt sie dann auf deutsches Gebiet der Gemeinde Altenberg über und ist nach einem weiteren Kilometer im Ortsteil Rehefeld. Bis zu ihrer Vereinigung mit der Roten Weißeritz legt sie eine Lauflänge von 52,5 Kilometer zurück und hat ein Gefälle von 667 Metern. Ihr Einzugsgebiet umfasst insgesamt 162,7 Quadratkilometer.

Im Gegensatz zur Roten Weißeritz durchfließt die Wilde Weißeritz im Ober- und Mittellauf vorwiegend gering besiedeltes Gebiet. Erst im Unterlauf passiert sie die Stadt Tharandt, kurz darauf vereinigt sie sich in Freital-Hainsberg mit der Roten Weißeritz zur (Vereinigten) Weißeritz.

Nachdem 1897 ein verheerendes Hochwasser die Täler der Weißeritz-Flüsse und die an ihnen liegenden Siedlungen, insbesondere die Gemeinden auf dem Gebiet der heutigen Stadt Freital und die südlichen Vorstädte von Dresden, verwüstet hatte, wurde im beginnenden 20. Jahrhundert ein Maßnahmekonzept zum Hochwasserschutz erstellt und umgesetzt. Dies führte im kaum besiedelten Mittellauf des Flusses zwischen 1908 und 1914 zum Bau der Talsperre Klingenberg, der dann 1926 bis 1931 die Talsperre Lehnmühle folgte. Beide Sperrwerke dienen zudem der Trinkwasserversorgung und in geringem Maße der Elektroenergieerzeugung. Vorlage:Panorama

Orte an der Wilden Weißeritz

Nebenflüsse der Wilden Weißeritz

linke Nebenflüsse rechte Nebenflüsse

Ehemalige Mühlen

Vorlage:Siehe auch Im Jahr 1902 gab es etwa 48 Mühlen im Einzugsgebiet der Weißeritz.<ref>Tal der Wilden Weißeritz zwischen Rehefeld und Klingenberg</ref> Viele Mühlen existieren nicht mehr, einige sind umgebaut und dienen anderen Zwecken.

Wasserkraftwerke

Wasserkraftwerke an der Wilden Weißeritz

Siehe auch

Literatur

  • Vorlage:GeoQuelle
  • Siegfried Gerhardt: Zwei Wasserläufe gleichen Namens. In: Petra Binder (Hg.): Landkalenderbuch für die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge 2009. Schütze-Engler-Weber, Dresden 2008, S. 39–42, ISBN 978-3-936203-11-0.
  • Herbert Wotte: Talsperren Malter und Klingenberg, Rabenauer Grund. Brockhaus-Wanderheft 17, Brockhaus, Leipzig 1973.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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