Wiershausen (Hann. Münden)
Wiershausen Stadt Hann. Münden
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(676)&title=Wiershausen 51° 25′ N, 9° 43′ O
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| Höhe: | 230 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 5,87 km² | |||||
| Einwohner: | 676 (31. Dez. 2024)<ref>Statistisches Berichtsheft des Landkreises Göttingen – Ausgabe 2025. (PDF; 229 kB) Landkreis Göttingen, abgerufen im September 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 115 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 | |||||
| Postleitzahl: | 34346 | |||||
| Vorwahl: | 05541 | |||||
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Wiershausen ist ein Ortsteil der Stadt Hann. Münden. Er liegt im Landkreis Göttingen etwa vier km östlich der Kernstadt im Naturpark Münden. Bis ins 19. Jahrhundert war ein Haupterwerbszweig der Einwohner die Leinenweberei. Das Ortswappen wird daher von einem Weberschiffchen geschmückt.
Geschichte
Zu den Hinterlassenschaften, die von einer vorgeschichtlichen Besiedlung bei Wiershausen zeugen, zählt der Schalenstein von Wiershausen.
Im Jahr 990 wurde der Ort erstmals als Vuizzereshusen urkundlich erwähnt, als König Otto III. das Dorf dem Kloster Hilwartshausen schenkte, ebenso war in den späteren Jahren das Kloster Corvey im Ort begütert. Die Ortskirche ist ein Neubau aus den Jahren von 1857 bis 1859, sie birgt aber eine Glocke aus dem Jahr 1247. Aus dem 14. Jahrhundert entstammen einige Ratsherren in Münden, so ist für 1342 ein Henricus de Wickershusen und 1414 ein Heinrich von Wygershusen belegt.<ref>Erwin May: Münden und Umgebung. Erwin May, Hann. Münden 1980, S. 194.</ref> Ihr Name lässt auf ein adliges Geschlecht oder zumindest auf ihren Herkunftsort schließen. Während des 17. Jahrhunderts entwickelte sich die Leineweberei zu einem bedeutenden Erwerbszweig in Wiershausen. So waren damals knapp ein Zehntel der 278 Einwohner Leineweber, ein Jahrhundert später, im Jahre 1719 sind gar 58 Leineweber in den dörflichen Akten vermerkt. Es existierten drei Mühlen sowie eine Sand- und Tongrube.
Die Einwohnerzahlen stiegen im 19. Jahrhundert rapide: Zählte man im Dorf um 1700 noch 55 Personen, so waren es 1867 bereits 598.<ref>Wilhelm Lotze: Geschichte der Stadt Münden nebst Umgegend. Eigenverlag, Hann. Münden 1878, S. 294.</ref> Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg bestand der Ort aus 514 Einwohnern, 1945 siedelten 860 Personen im Ort. 1979 wurden 980 Einwohner erreicht. In den folgenden Jahren nahm die Anzahl jedoch wieder leicht ab. Ende 2018 hatte der Ort 697 Einwohner.
Am 1. Januar 1973 wurde Wiershausen in die Stadt Münden eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 213.</ref>
Der Ort liegt an der Kreisstraße K 217 von Hann. Münden nach Meensen. Zum Nachbarort Lippoldshausen führt eine Gemeindeverbindungsstraße. Der nächste Bahnhof ist in Hann. Münden.
Politik
Ortsrat
Wiershausen wird auf kommunaler Ebene von einem Ortsrat mit neun Mitgliedern vertreten.<ref>§ 7 Hauptsatzung der Stadt Hann. Münden</ref>
Seit der Kommunalwahl 2021 setzt sich der Ortsrat ausschließlich aus drei Ratsfrauen und sechs Ratsherren der „Wählergemeinschaft Pro Wiershausen“ zusammen.<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 5. Juli 2022.</ref>
Ortsbürgermeister
Ehrenamtlicher Ortsbürgermeister von Wiershausen ist Herbert König (WPW). Seine Stellvertreter sind Christine Fuchs und Maximilian Ullrich (beide WPW).<ref name="Ortschaft">Wiershausen. Stadt Hann. Münden, abgerufen am 30. Juli 2022.</ref>
Literatur
- Zeiten ändern sich, Archäologie in Hann. Münden, Hrsg.: Stadt Hann. Münden
- Karl Nelges: Zur Erinnerung an den 7. April 1945, als Wiershausen im II. Weltkrieg von amerikanischen Truppen beschossen, eingenommen und für einige Zeit besetzt wurde. Selbstverlag, Hann. Münden, 1985.
- Karl Nelges: Festschrift 1000 Jahre Wiershausen : 990 - 1990. Festausschuß Wiershausen, Hann. Münden, 1990.
- Theodor Biesterfeld: Chronik der Gemeinde Wiershausen. Hann. Münden, Klugkist, 1952.
- Karl Nelges: Wiershausen : die Flurnamen seiner Gemarkung als Quelle der Ortsgeschichte. Wiershausen, 1977.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Bonaforth | Gimte (mit Hilwartshausen) | Hedemünden | Hemeln (mit Bursfelde und Glashütte) | Laubach | Lippoldshausen | Mielenhausen | Oberode | Volkmarshausen | Wiershausen