Wiener Linien
| Wiener Linien GmbH & Co KG | |
|---|---|
| Basisinformationen | |
| Unternehmenssitz | Wien |
| Webpräsenz | www.wienerlinien.at |
| Bezugsjahr | 2024<ref name="Zahlen2">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 1,7 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Wiener Linien GmbH & Co KG ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 6,8 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Wiener Stadtwerke GmbH, 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (alternativer Link: Berichte auf wienerstadtwerke.at). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> |
| Eigentümer | Wiener Linien GmbH (Komplementär) Wiener Stadtwerke GmbH (Kommanditist) |
| Rechtsform | Kommanditgesellschaft |
| Sitz | Wien |
| Gründung | 01.07.1903 (als städt. Verkehrsbetriebe)<ref name="WGW-WVB" /> 23.03.1999 (in der aktuellen Rechtsform)<ref name="WL-FN181593z-firmenabc" /> |
| Geschäftsführung | Alexandra Reinagl Vorsitz der Geschäftsführung (CEO) sowie Betrieb, Markt & Kunde Gudrun Senk technische Geschäftsführung sowie Bau- und Anlagenmanagement Petra Hums Finanzen, Recht, Personal und IT<ref name="impressum">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Wiener Linien GmbH & Co KG ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> |
| Verkehrsverbund | Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) |
| Mitarbeiter | 9500 (Stand Jänner 2026)<ref name="zahlen">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Über Uns – Zahlen Daten FaktenSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Wiener Linien GmbH & Co KG ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> |
| Umsatz | 812,4 Mio. (2024)<ref name="finanzbebricht">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 2,1 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Wiener Stadtwerke GmbH, 2024, S. 31 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (alternativer Link). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> |
| Linien | |
| Spurweite | 1435 mm |
| U-Bahn | 5 |
| Straßenbahn | 28 |
| Bus | 135 inkl. Auftragsverkehr und Nightline<ref name="Zahlen2" /> |
| Anzahl Fahrzeuge | |
| U-Bahn-Wagen | 736 Triebwagen + 148 Beiwagen (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Straßenbahnwagen | 495 Triebwagen + 69 Beiwagen (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Omnibusse | 486 (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Statistik | |
| Fahrgäste | Gesamt: 872,7 Mio. U-Bahn: 404,8 Mio. Straßenbahn: 291,8 Mio. Bus: 176,2 Mio. (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Fahrleistung | Angaben in Mio. Platzkilometer: Gesamt: 20.869,2 U-Bahn: 13.153,9 Straßenbahn: 4277,1 Bus: 3438,2 inkl. Fremdbetrieb davon 2081,3 im Eigenbetrieb (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Haltestellen | Gesamt: 5724 U-Bahn: 109 Straßenbahn: 1146 Bus: 4469 (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Einzugsgebiet | 414,9 km² |
| Einwohner im Einzugsgebiet |
2 Mio. |
| Länge Liniennetz | |
| U-Bahn-Linien | 83,0 km (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Straßenbahnlinien | 227,4 km (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Buslinien | 892,5 km (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Betriebseinrichtungen | |
| Betriebshöfe | 1 Hauptwerkstätte 3 U-Bahn 4 Straßenbahn 3 Bus |
| Länge Gleisanlagen | U-Bahn: 253,7 km Straßenbahn: 418,5 km (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
| Weichen | U-Bahn: 814 Straßenbahn: 1119 (2024)<ref name="Zahlen2" /> |
Die Wiener Linien GmbH & Co KG (kurz WL, zuletzt bis zum 11. Juni 1999 Wiener Stadtwerke – Verkehrsbetriebe) sind der städtische Verkehrsbetrieb der Bundeshauptstadt Wien und Bestandteil der Wiener Stadtwerke GmbH.<ref name="WL-FN181593z-EVI">WIENER LINIEN GmbH & Co KG, FN 181593z in der Elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI), abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
Geschichte
Gründung und 1920er Jahre
Gegründet wurden die heutigen Wiener Linien am 1. Juli 1903 durch die Kommunalisierung der im Wiener Stadtgebiet tätigen privaten Straßenbahngesellschaften mit einer Streckenlänge von 170 Kilometern und firmierten von da an unter Gemeinde Wien – städtische Straßenbahnen.<ref name="WGW-WVB" /> Seit 1919 waren die städtischen Unternehmungen – damit auch die Verkehrsbetriebe – in der Geschäftsgruppe VIII der Gemeindeverwaltung (Magistrat der Stadt Wien) zusammengefasst, eine wirtschaftliche Integration fand jedoch nicht statt.<ref name="WGW-WStW">Vorlage:Wien Geschichte Wiki, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
Im Jahr 1925 übernahm die Gemeinde Wien von den österreichischen Staatsbahnen die Wiener Stadtbahn, damals noch als Dampfbahn geführt, und elektrifizierte die übernommenen Streckenäste zur elektrischen Stadtbahn, womit sich das Netz auf eine Streckenlänge von 314 km erweiterte.<ref name="WGW-WVB">Vorlage:Wien Geschichte Wiki, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
NS-Zeit und Weltkrieg
Nach dem „Anschluss“ Österreichs wurde auf den Straßen des „Landes Österreich“ die Übernahme der Rechtsfahrordnung des nationalsozialistischen Deutschlands angeordnet. Diese Umstellung am 19. September 1938 stellte an die Wiener Straßenbahnen eine logistische Meisterleistung. So mussten innerhalb einer Nacht sämtliche Fahrzeuge, Gleisanlagen und Signale des Linksverkehrs umgestellt werden, sodass die öffentlichen Straßenverkehrsmittel am nächsten Morgen geordnet im Rechtsfahrbetrieb weiterlaufen konnte. 1942 wurde auf Basis der Betriebssatzung von November 1942 auf Wiener Verkehrsbetriebe umfirmiert,<ref>Verordnungs- und Amtsblatt für den Reichsgau Wien vom 28. November 1942, Verordnung Nr. 165.</ref> 1943 wurden Rekordfahrgastzahlen erreicht.
Im Verlauf der Luftangriffe auf Wien, insbesondere am 12. März 1945, wurde ein Viertel des Anlagevermögens vernichtet. Trotz der schweren Schäden an den Remisen und Fahrzeugen konnte bereits im April 1945 der Betrieb auf notdürftig instandgesetzten Gleisen und mit Straßenbahnen, die aus Resten der zerbombten Fahrzeugen zusammengebaut wurden, wieder aufgenommen werden. Die Autobuslinien konnten erst 1946 wieder in Betrieb genommen werden. „Vorlage:Str trim“<ref name="WGW-WVB" />
Nachkriegszeit
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde vom Wiener Gemeinderat am 23. Dezember 1948 beschlossen, die Elektrizitäts- und die Gaswerke sowie die Verkehrsbetriebe, unter Beibehaltung ihres Zwecks und Umfangs, mit 1. Jänner 1949 zu einer Unternehmung Wiener Stadtwerke zu vereinigen mit Gesamtleitung in einer Generaldirektion. Die Stadtwerke bildeten bis 1973 die Geschäftsgruppe XII, danach die Geschäftsgruppe IX.<ref name="WGW-WStW" /> Die Verkehrsbetriebe firmierten seither als Wiener Stadtwerke – Verkehrsbetriebe.<ref name="WGW-WVB" />
Im Zuge der zunehmenden Motorisierung des Individualverkehrs, als in den 1950er und 1960er Jahren die noch großteils aus den Vorkriegszeiten stammenden, nur langsam fahrenden Straßenbahnwagen als Verkehrshindernis für den Autoverkehr betrachtet wurden,<ref>Am Beispiel der Straßenbahnlinie 13: Harald A. Jahn unter Mitarbeit von Bernhard Schandl und Martin Niegl: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 19. Februar 2024 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Artikel ursprünglich von ca. 2001): Lua-Fehler in Modul:Text, Zeile 51: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref> stellte man, beginnend mit der Linie 158, zahlreiche Straßenbahnlinien auf Autobusbetrieb um.<ref name="WGW-WVB" /> Ein bis zur heutigen Zeit (zuletzt in den 2010ern Jahren) diskutierter Fall ist die Linie 13,<ref>Erich Witzmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 12. Februar 2011 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Michael Matzenberger: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 23. August 2013 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> die mit 2. Juli 1961 von Straßenbahn- auf Doppeldeckerbusbetrieb umgestellt wurde.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Die Einstellung der Straßenbahnlinie am 1. Juli sei volksfestartig gefeiert worden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Die Fertigstellung des Grundnetzes der Wiener U-Bahn in der ersten Ausbaustufe von 1969 bis 1982 markierte mit dem Neubau der U1 (Reumannplatz bis Kagran; 10 km), der Umstellung der damaligen U-Strab der Zweierlinie mit teilweisem Neubau zur U2 (Karlsplatz bis Schottenring; 3,5 km) sowie der Umstellung der Stadtbahnlinien Wiental, Donaukanal und der Verbindungskurve Friedensbrücke – Heiligenstadt zur U4 (Hütteldorf bis Heiligenstadt; 16,4 km) für das Verkehrsnetz der Verkehrsbetriebe einen Wendepunkt und leitete ein neues Zeitalter des Wiener öffentlichen Verkehrs ein. Mit der tatsächlichen Betriebsaufnahme im Jahr 1984 des als Unternehmen seit 1974 bestehenden Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) wurde auch der Stadtverkehr der Wiener Stadtwerke – Verkehrsbetriebe in den VOR eingebunden.<ref name="WGW-WVB" />
Ab den 1990er Jahren begannen bei den Verkehrsbetrieben organisatorische Reformen. Im Jahr 1994 wurden die Direktion von der Favoritenstraße 9–11 im 4. Bezirk Wieden sowie die dislozierten Dienststellen wie zum Beispiel die Tarifabteilung in der Rahlgasse 3, im 6. Bezirk Mariahilf, in den Neubau in der Erdbergstraße 202 im 3. Bezirk Landstraße beim Betriebsbahnhof Erdberg, der damaligen gleichnamigen Endstelle der U3, verlegt. 1999 wurden die Verkehrsbetriebe aus dem Magistrat ausgegliedert und in die privatrechtliche Struktur der Wiener Linien, eingegliedert in den Wiener Stadtwerken, übergeführt. Einher ging die Umorganisation mit einem neuen Erscheinungsbild von Fahrzeugen, Haltestellen und Informationsmaterialien. Das einheitliche Design soll den veränderten Anspruch an Kundenorientierung unterstrichen haben.<ref name="WGW-WVB" />
Struktur und Unternehmenskennzahlen
Zwar sind die Wiener Linien nicht mehr, wie fast hundert Jahre lang, Bestandteil der Wiener Stadtverwaltung, ihre strategischen Entscheidungen werden aber nach wie vor von der Wiener Kommunalpolitik getroffen. In der Landesregierung ist seit Juni 2025 Ulli Sima die für die Wiener Linien verantwortliche Stadträtin.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 4. Juni 2025 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Bis 2022 wurden die Fahrgäste der Wiener Linien in einem Fahrgastbeirat gehört und konnten Vorschläge für Verbesserungen einbringen. Die Mitglieder wurden jeweils für vier Jahre berufen. Nach der Abschaffung dieses Gremiums wurde die Öffi-Denkwerkstatt ins Leben gerufen, welche regelmäßig Workshops, Umfragen und Diskussionsrunden veranstaltet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>
Unternehmensgliederung
Die Wiener Linien sind in die Organisationsstruktur der Wiener Stadtwerke GmbH,<ref>WIENER STADTWERKE GmbH, FN 127783t (Eintragungsdatum 1. Dezember 1994) in der Elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI), abgerufen am 18. April 2025.</ref> bis Ende 2017 als WIENER STADTWERKE Holding AG firmierend,<ref>FN 127783t WIENER STADTWERKE Holding AG, […] nun WIENER STADTWERKE GmbH. Eingetragen im Handelsgericht Wien am 20. Dezember 2017. Veröffentlicht am 15. Februar 2018 im Amtsblatt zur Wiener Zeitung, Ausgabe Nr. 032. In: Elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI), abgerufen am 6. Februar 2026.</ref> als Muttergesellschaft eingegliedert:
- WIENER LINIEN GmbH & Co KG, FN 181593z, Beginndatum der Rechtsform: 23. März 1999, Eintragungsdatum: 20. April 1999:<ref name="WL-FN181593z-EVI" /><ref name="WL-FN181593z-firmenabc">WIENER LINIEN GmbH & Co KG, FN 181593z. In: firmenabc.at, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
- Gesellschafterin: WIENER STADTWERKE GmbH, Anteil: 40.000 Euro
- Kommanditistin: WIENER STADTWERKE GmbH, Anteil: 400 Millionen Euro
- Komplementärin: WIENER LINIEN GmbH
- WIENER LINIEN GmbH, FN 174296v, Beginndatum der Rechtsform: 2. September 1998, Eintragungsdatum: 8. September 1998:<ref>WIENER LINIEN GmbH, FN 174296v in der Elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI), abgerufen am 18. April 2025.</ref><ref>WIENER LINIEN GmbH, FN 174296v. In: firmenabc.at, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
- Komplementärgesellschaft der WIENER LINIEN GmbH & Co KG, Anteil: 100 %
- WIENER LINIEN Direktionsgebäude GmbH, FN 164492a, Beginndatum der Rechtsform: 20. Oktober 1997, Eintragungsdatum: 7. November 1997:<ref>WIENER LINIEN Direktionsgebäude GmbH, FN 164492a in der Elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI), abgerufen am 18. April 2025.</ref><ref>WIENER LINIEN Direktionsgebäude GmbH, FN 164492a. In: firmenabc.at, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
- Gesellschafterin: WIENER LINIEN GmbH & Co KG, Anteil: 90,00 %
- Gesellschafterin: WIENER LINIEN Verkehrsprojekte GmbH, Anteil: 10 %
- WIENER LINIEN Verkehrsprojekte GmbH, FN 241867m, Beginndatum der Rechtsform: 17. November 2003, Eintragungsdatum: 26. November 2003:<ref>WIENER LINIEN Verkehrsprojekte GmbH, FN 241867m in der Elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI), abgerufen am 18. April 2025.</ref><ref>WIENER LINIEN Verkehrsprojekte GmbH, FN 241867m. In: firmenabc.at, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
- Gesellschafterin: WIENER LINIEN GmbH & Co KG, Anteil: 100,00 %
Unternehmenskennzahlen
Die Wiener Linien beschäftigten 2015 8.759 Mitarbeiter und beförderten 939,1 Millionen Passagiere im Jahr. Die Zahl steigt seit den 1970er-Jahren an. Rund ein Viertel aller Fahrgäste sind Schülerinnen und Schüler. Der Umsatz betrug 2015 503,1 Millionen Euro.<ref>Geschäftsbericht der Wiener Stadtwerke 2015 (PDF; 7,8 MB).</ref> Besonders der Verkauf von Jahreskarten erhöhte sich seit der Einführung des 365-Euro-Tickets im Jahre 2012 stark. Während es 2010 noch 356.838 Jahreskartenbesitzer gab, waren es 2015 711.250 Personen und 2024 bereits fast 1,3 Millionen. In Wien wurden 34 % aller Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt.<ref name="zahlen" />
Die öffentliche Verkehrsinfrastruktur zählt nach einer von Siemens in Auftrag gegebenen Mobilitätsstudie zu den weltweit leistungsstärksten. Obwohl nur auf Platz 179 der größten Metropolregionen der Welt, betreibt Wien das sechstgrößte Straßenbahnnetz weltweit. Mit 510 Millionen Fahrgästen jährlich zählte die U-Bahn im Jahr 2009 als fünftgrößte in der EU<ref>Wien hat die fünftgrößte U-Bahn der EU auf vienna.at vom 8. August 2010, abgerufen am 1. März 2016.</ref> (wobei erst seit 2012 in Wien dazu Fahrgastzählungen durchgeführt werden, mit deutlich geringeren Zahlen).
Fahrgastentwicklung seit 2003
| Jahr | U-Bahn | Straßenbahn | Bus | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2003 | 409,7 Mio. | 203,8 Mio. | 108,6 Mio. | 722,1 Mio. |
| 2004 | 420,2 Mio. | 204,7 Mio. | 110,5 Mio. | 735,4 Mio. |
| 2005 | 427,4 Mio. | 207,7 Mio. | 111,7 Mio. | 746,8 Mio. |
| 2006 | 450,0 Mio. | 204,7 Mio. | 117,5 Mio. | 772,2 Mio. |
| 2007 | 476,6 Mio. | 200,4 Mio. | 116,0 Mio. | 793,0 Mio. |
| 2008 | 498,2 Mio. | 190,5 Mio. | 115,0 Mio. | 803,7 Mio. |
| 2009 | 510,2 Mio. | 186,9 Mio. | 114,7 Mio. | 811,8 Mio. |
| 2010 | 534,4 Mio. | 189,9 Mio. | 114,4 Mio. | 838,7 Mio. |
| 2011 | 567,6 Mio. | 193,8 Mio. | 113,6 Mio. | 875,0 Mio. |
| 2012<templatestyles src="FN/styles.css" /> Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. | 444,4 Mio.<templatestyles src="FN/styles.css" /> Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. | 295,1 Mio.<templatestyles src="FN/styles.css" /> Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. | 167,1 Mio.<templatestyles src="FN/styles.css" /> Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. | 906,6 Mio. |
| 2013 | 428,8 Mio. | 293,6 Mio. | 177,6 Mio. | 900,0 Mio. |
| 2014 | 439,8 Mio. | 304,8 Mio. | 186,6 Mio. | 931,2 Mio. |
| 2015 | 440,0 Mio. | 298,0 Mio. | 201,1 Mio. | 939,1 Mio. |
| 2016 | 440,1 Mio. | 305,8 Mio. | 208,3 Mio. | 954,2 Mio. |
| 2017 | 453,6 Mio. | 305,8 Mio. | 202,3 Mio. | 961,7 Mio. |
| 2018 | 463,1 Mio. | 305,5 Mio. | 197,3 Mio. | 965,9 Mio. |
| 2019 | 459,8 Mio. | 304,8 Mio. | 196,1 Mio. | 960,7 Mio. |
| 2020 | 265,1 Mio. | 186,1 Mio. | 122,8 Mio. | 574,0 Mio. |
| 2021 | 271,9 Mio. | 200,6 Mio. | 123,3 Mio. | 595,8 Mio. |
| 2022 | 348,5 Mio. | 246,5 Mio. | 152,4 Mio. | 747,4 Mio. |
| 2023 | 352,4 Mio. | 273,4 Mio. | 166,2 Mio. | 792,0 Mio. |
| 2024<ref name="Zahlen2" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 3. April 2025 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> | 404,8 Mio. | 291,8 Mio. | 176,2 Mio. | 872,7 Mio |
(Quelle: Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien – Wien in Zahlen<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. S. 46 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>)
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Streckennetz
Die Linienlänge ist jene Gesamtlänge, die sich ergibt, wenn man die Streckenlänge jeder Verkehrslinie addiert – benutzen also mehrere Straßenbahnlinien denselben Streckenabschnitt, so werden sie dennoch addiert. Die Betriebslänge gibt hingegen die Länge des gesamten fahrplanmäßig genutzten Gleisnetzes an, also ohne Mehrfachzählungen.
Die Passagierzahlen der Wiener Linien steigen seit 1995 stetig an und auch am Netzausbau wird laufend gearbeitet. Im Jahr 2024 gab es:
- 5 U-Bahn-Linien mit 83,0 Kilometern Linienlänge (83,9 km Betriebslänge, 253,7 km Gesamtgleislänge) und 404,8 Millionen Passagieren
- 28 Straßenbahnlinien mit 222,7 Kilometer Linienlänge (171,4 km Betriebslänge, 418,5 km Gesamtgleislänge) und 291,8 Mio. Passagieren
- 135 Buslinien (inkl. Auftragsverkehr und Nachtbusse) mit insgesamt 892,5 km Linienlänge und 176,2 Mio. Passagieren<ref name="Zahlen2" />
Die Linien mit den meisten Passagieren 2013 waren:
| Verkehrsmittel | U-Bahn | Straßenbahn | Linienbus |
|---|---|---|---|
| Platz 1 | 113 Mio. U1 | 29,5 Mio. 11 | 13,0 Mio. 13A |
| Platz 2 | 112 Mio. U4 | 26,5 Mio. 43 | 11,3 Mio. 11A / 11B |
| Platz 3 | 108 Mio. U3 | 21,5 Mio. 26 | 9,9 Mio. 14A |
Im Auftragsverkehr werden Buslinien von Subunternehmen betrieben, die auch eigene Linien in und um Wien betreiben. Dazu kommen noch Rufbusse, die die früheren Anrufsammeltaxis ersetzen.
Die meisten Tages-Linien verkehren ca. von 5:00 bis 0:30 Uhr. Zur Hauptverkehrszeit werden viele Linien im Zwei- bis Fünf-Minuten-Intervall betrieben, in den Abendstunden verkehrt die U-Bahn im 7½-Minuten-Intervall, Straßenbahn- und Buslinien im Zehn- oder 15-Minuten-Takt. In der Zeit von 0:30 bis 5:00 Uhr verkehren die Nachtlinien im Abstand von 15 Minuten (U-Bahn in den Nächten vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen) beziehungsweise 30 Minuten (Nachtbusse). Seit Juli 2020 fahren auch die Nachtbuslinien N8, N25, N60 und N66 im 15-Minuten-Takt. Im Durchschnitt nutzen pro Nacht knapp 45.000 Fahrgäste die U-Bahn. Insgesamt haben sich die Fahrgastzahlen im Nachtbetrieb seit dem Start der Nacht-U-Bahn etwa verdreifacht. Die bisher meisten Fahrgäste verzeichnete die Nacht-U-Bahn in der Silvesternacht mit rund 145.000 Fahrgästen.
Tariflich sind die Wiener Linien integriert in den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR). Das Netz der Wiener Linien liegt zur Gänze in dessen Kernzone (Zone 100). Schüler, Studenten, Sozialhilfeempfänger und Menschen ab 65 Jahren werden zu stark ermäßigten Tarifen befördert. Fahrräder werden kostenlos befördert. Allerdings ist deren Mitnahme nur in der U-Bahn zu bestimmten Zeiten erlaubt.
U-Bahn
Die Wiener U-Bahn existiert unter dieser Bezeichnung seit 1976, als die zwischen 1898 und 1901 als Wiener Dampfstadtbahn eröffnete Wiener Elektrische Stadtbahn (ab 1925) zwischen den beiden Stationen Heiligenstadt und Friedensbrücke versuchsweise für den U-Bahn-Verkehr adaptiert wurde und als Linie U4 in Betrieb ging. Dem Bau der U-Bahn gingen jahrzehntelange politische Diskussionen voraus, da die sozialdemokratische Mehrheit in Wien vorerst andere Verkehrsmittel bevorzugte. Das erste Teilstück einer neu gebauten U-Bahn-Strecke wurde 1978 in Betrieb genommen (Linie U1 von Reumannplatz bis Karlsplatz). Das Wiener U-Bahn-Netz besteht zurzeit aus fünf U-Bahn-Linien, umfasst 109 Stationen<ref name="Zahlen2" /> und ist rund 83 Kilometer lang:
- U1 Oberlaa ↔ Leopoldau
- U2 Seestadt ↔ Karlsplatz (28. Mai 2021 – 6. Dezember 2024: Seestadt ↔ Schottentor; 2030: Seestadt ↔ Matzleinsdorfer Platz)<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Wiener Linien ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
- U3 Ottakring ↔ Simmering
- U4 Hütteldorf ↔ Heiligenstadt
- (ab 2030: U5 Frankhplatz – Altes AKH ↔ Karlsplatz)
- U6 Siebenhirten ↔ Floridsdorf
Straßenbahn
Die Wiener Straßenbahn existiert seit 1865, als die erste Pferdetramway ihren Fahrbetrieb aufnahm; 1897 wurde die erste Linie elektrisch betrieben. Ursprünglich von privaten Verkehrsunternehmen geführt, wurde die Straßenbahn um 1900 von der Stadtverwaltung aufgekauft und in den folgenden Jahrzehnten unter dem Betriebsnamen Gemeinde Wien – Städtische Straßenbahnen massiv ausgebaut. 1925 wurde die auf Kosten der Stadt elektrifizierte Stadtbahn in das Verkehrsnetz integriert. Die Straßenbahn war bis zum U-Bahn-Bau Hauptträger des öffentlichen Verkehrs in Wien.
Nach 1945 wurden zahlreiche Linien zugunsten des Kraftfahrzeugverkehrs aufgelassen bzw. wegen Unwirtschaftlichkeit durch Buslinien ersetzt. Im Zuge des U-Bahn-Baues wurden ab 1978 Straßenbahnlinien, die parallel zu U-Bahn-Strecken verliefen, eingestellt. Trotzdem ist das Straßenbahnnetz in Wien auch heute noch eines der größten der Welt. Derzeit verkehren 28 Linien mit einer Linienlänge von 227,4 km.<ref name="Zahlen2" /> Zwar kommt es aufgrund des U-Bahn-Ausbaus zu vereinzelten Einstellungen, es werden aber auch Neubaustrecken und neue Streckenabschnitte geplant.
Bus
Autobuslinien wurden von der Stadt Wien in den 1920er Jahren eingeführt, größere Bedeutung erlangten sie erst, als die städtische Siedlungstätigkeit in Außenbezirken zusätzliche Verkehrsverbindungen verlangte und als viele Straßenbahnlinien im dicht bebauten Gebiet durch Autobusbetrieb ersetzt wurden.
Die 135 Stadtbuslinien inklusive der Nachtbuslinien (Stand 2024)<ref name="Zahlen2" /> werden fast gänzlich von den Wiener Linien und von ihnen beauftragen Subunternehmen betrieben. Einige Linien verkehren gänzlich oder zu bestimmten Zeiten als Rufbus.
2013 wurden auf etwa 774 Kilometer Linienlänge 469 Busse eingesetzt, die 178 Millionen Fahrgäste beförderten.
Auf den Linien 2A und 3A verkehren seit Ende 2012 Batteriebusse. Im Zuge der Erneuerung wurde die Flotte der Wiener Linien von Flüssiggasbetrieb auf Dieselbetrieb umgestellt, derzeit werden alternative Antriebsformen getestet. Auf einigen Linien im Süden Wiens sind seit 2024 Elektrobusse des Modells eCitaro von Mercedes-Benz im Einsatz<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 6. Mai 2024 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>, auf der Buslinie 39A fahren seit 1. Dezember 2025 regulär ausschließlich Wasserstoffbusse von CaetanoBus.<ref>Wiener Linien: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>
Zwischen 1946 und 1958 betrieben die WVB außerdem den Oberleitungsbus Wien (Linie 22), er verkehrte zwischen dem Währinger Gürtel und Salmannsdorf.
Laufender Betrieb
Kundenservice
Das Kundenzentrum der Wiener Linien befindet sich seit 1994, zusammen mit der Direktion, in Erdberg in unmittelbarer Nähe zur gleichnamigen U-Bahn-Station. An mehreren wichtigen U-Bahn-Knotenpunkten befinden sich zudem Info- und Ticketverkaufsstellen.
Direktionsgebäude
Das Direktionsgebäude steht im Eigentum der WIENER LINIEN Direktionsgebäude GmbH und wird auch von dieser verwaltet. Gesellschafter sind die WIENER LINIEN GmbH & Co KG sowie die WIENER LINIEN Verkehrsprojekte GmbH.<ref>Gesellschaftsvertrag der WIENER LINIEN Direktionsgebäude GmbH vom 30. Mai 2018, FN 164492a.</ref>
Stationsnamen
Bezeichnungen der Haltestellen aller Linien werden wiederholt angepasst, um die Verständlichkeit und klare Unterscheidbarkeit zu verbessern. Am 2. Februar 2026 wurden sogar 37 Stationsbezeichnungen geändert.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 2. Februar 2026 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Durchsagen an die Fahrgäste
In allen Fahrzeugen werden nach einem Gong die nächste Station sowie die Umsteigemöglichkeiten (unter Franz Kaida auch Infrastruktureinrichtungen) angesagt. In den Stationen selbst werden überdies Störungsmeldungen und sicherheitsrelevante Informationen kommuniziert. Dies wurde erstmals in den 1960er Jahren in den damals auf schaffnerlosen Betrieb umgestellten Straßenbahnen eingeführt. Seit diesem Zeitpunkt war Franz Kaida die „Stimme der Wiener Linien“. Er war damals Leiter des sicherheitstechnischen Dienstes und ist mittlerweile pensioniert.
Im Rahmen einer neu zu schaffenden „akustischen Identität“ wurde ab 2012 der akustische Auftritt der Wiener Linien überarbeitet. Für sämtliche Durchsagen gibt es seit Jänner 2013 in der U-Bahn, seit Mai 2013 bei der Straßenbahn und seit Herbst 2013 in den Bussen nur noch eine Stimme. Da eine Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Passagiere eine Frauenstimme wünscht, wurde in einem Auswahlverfahren, an dem auch die Fahrgäste teilnehmen konnten, eine neue weibliche Sprecherin gesucht. Ausgewählt wurde die Stimme der österreichischen Schauspielerin Angela Schneider. Sie spricht seitdem alle Stationsansagen und fallweise auch Störungsmeldungen sowie Werbekampagnen der Wiener Linien. Zudem wurden sämtliche Signaltöne, wie der Warnton an den U-Bahn-Türen oder der Haltestellengong, ersetzt.<ref>Die Stimme der Wiener Linien wird weiblich. In: Die Presse, 24. August 2012.</ref><ref>Endstation für die U-Bahn-Stimme. In: Kurier, 24. August 2012.</ref><ref>Neue Öffi-Stimme: Wiener Linien werden weiblich. In: Der Standard, 3. Oktober 2012.</ref>
App
Von 2009 bis 2020 existierte die Software qando – nach Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (wo?) als mobiler Fahrplanservice für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Wien. Die Fahrgäste konnten in der App neben den Planzeiten auch Echtzeitinformationen abrufen, Fahrkarten erwerben und ihre Reiseroute planen. Auf Straßenbahnrouten wurde auch angezeigt, ob auf der nächsten Fahrt ein ULF (Niederflurfahrzeug) eingesetzt wird.
In das System wurden auch aktuelle Störungsmeldungen eingespielt. Dieser Service wurde von den Wiener Linien und dem Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) kostenlos für mobile Endgeräte zum Download bereitgestellt. Entwickelt wurde die App von der Fluidtime Data Services GmbH, einem IT-Anbieter für Mobilitätslösungen aus Österreich.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 3. Dezember 2010 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Die App qando existierte auch im Salzburger Verkehrsverbund (SVV), bei Klagenfurt Mobil, den Linz Linien sowie den Graz Linien.
Die Software wurde mit März 2020 aus den App-Stores für iOS/Android entfernt und durch die neue App WienMobil ersetzt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Sicherheitsdienst
Im Jahr 2017 wurde der Sicherheitsdienst Wiener Linien Security geschaffen, der die Einhaltung der Hausordnung vor allem im U-Bahnbereich überwacht. Im Jahr 2019 sollen insgesamt 120 Mitarbeiter beschäftigt sein, die zu ihrem Schutz mit Stichschutzwesten, Body-Cams und Pfeffersprays ausgerüstet sind.<ref>Neues Sicherheits- und Servicepaket für die Öffis. Website der Wiener Linien.</ref><ref>Öffi-Securities: Was darf das neue Sicherheitsteam der Wiener Linien? In: vienna.at.</ref> Seit 2019 sind die Securities als Eisenbahnaufsichtsorgane auch mit dem Festnahmerecht ausgestattet.<ref>U-Bahn-Securitys dürfen festnehmen. In: wien.ORF.at.</ref>
Weitere Informationen
Betrieb am 1. Mai
Von 1913 bis 1998 begann der Betrieb am 1. Mai erst um 13:30<ref>„Hoch der 1. Mai!“. In: Schienenverkehr aktuell, Juni 1992, S. 29.</ref> oder 14:00 Uhr,<ref name="schienenverkehraktuell7-90">Stadtrundfahrt – fast zum Nulltarif. In: Schienenverkehr aktuell, Juli 1990, S. 32.</ref> um den Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben, am Maiaufmarsch teilzunehmen, wenngleich dies der Betriebspflicht widersprach<ref name="schienenverkehraktuell7-90" /> und auch nicht im Fahrplan kommuniziert wurde. Das erste Fahrzeug jeder Linie fuhr dann, an der Vorderfront festlich geschmückt, mit grünen Girlanden, Blumen und Wiener Flagge aus. Unterbrochen wurde dies durch den Ersten Weltkrieg und von 1934 bis 1945 durch den Ständestaat, die Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg. Am 1. Mai 1934 kämpften Tramwayfahrer gegeneinander, weil die einen am Vormittag fahren wollten, die anderen nicht.<ref>Österreichischer Arbeiterkammertag, Österreichischer Gewerkschaftsbund (Hrsg.): Arbeit und Wirtschaft. Band 52, Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, 1998, S. 36.</ref>
Im Jahr 1998 beschloss der Gemeinderat ganztägigen Betrieb, die Gewerkschaft legte sich jedoch quer. Dies führte zur historisch einmaligen Notlösung, dass die Verkehrsbetriebe vier private Busunternehmen beauftragten, den Verkehr an diesem Vormittag auf den Nachtbusstrecken durchzuführen.<ref>01. 05. 1998: Privatbusbetrieb am 1. Mai 98. In: strassenbahnjournal.at.</ref><ref>Busverkehr Vormittag 1. Mai 1998 (Wien). In: Stadtverkehr Austria Wiki.</ref> Dies war auch das letzte Jahr, in dem die Fahrzeuge geschmückt wurden.<ref>Martin Ortner, Michael Sturm: Autobus Type LU. Themensonderfahrt vom 1. Mai 2008. In: strassenbahn-europa.at.</ref>
Seit 1999 wird ganztägig der gewöhnliche Feiertagsfahrplan gefahren, nur auf der Ringstraße gibt es die bei Großveranstaltungen üblichen Umleitungen oder Kurzführungen.<ref>Wiener-Linien-1999: Vollbetrieb am 1. Mai. In: strassenbahnjournal.at.</ref>
Tramwaytag
Seit 1985 findet jährlich der Tramwaytag statt. Jedes Jahr veranstaltet ein anderer Betriebsbahnhof oder eine andere Betriebsgarage diesen Tag der offenen Tür. Im Rahmen einer Fahrzeugschau werden den Besuchern Alt- und Neufahrzeuge präsentiert und Oldtimer-Rundfahrten angeboten. Außerdem gibt es Einblicke in den jeweiligen Betriebsbereich des Veranstaltungsortes.
Verkehrsmuseum Remise
Im ehemaligen Betriebsbahnhof Erdberg wurde 1992 als Nachfolger des Wiener Tramwaymuseums das Wiener Straßenbahnmuseum, das heutige Verkehrsmuseum Remise, eröffnet. Das Museum war und ist dem öffentlichen Stadtverkehr gewidmet und das größte Straßenbahnmuseum der Welt, das sich mit dem öffentlichen Verkehr einer einzigen Stadt beschäftigt. Der Schwerpunkt der Sammlung des Verkehrsmuseums liegt in einer möglichst kompletten Dokumentation originaler historischer Straßenbahnfahrzeuge und Autobusse, die in Wien eingesetzt worden sind. Das Museum zählt zu den umfangreichsten Originalsammlungen weltweit. 2013 wurde das Straßenbahnmuseum geschlossen und am 13. September 2014 als Verkehrsmuseum Remise mit neuer Gestaltung (Museum des öffentlichen Verkehrs) wiedereröffnet.
Kritik
Im Jahr 2005 erhielt das Unternehmen den Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie „Volkswahl“ wegen „populistischer“ Überwachungspolitik mit Kameraüberwachung.<ref>Big Brother Awards Austria (nicht nur) für österreichische Datenkraken. In: Heise online, 26. Oktober 2005.</ref><ref>Preisträger der Big Brother Awards 2005. In: Website der Big Brother Awards, 2005.</ref><ref>Videomaterial unverschlüsselt und zu lange gespeichert. In: Wikinews mit weiteren Links und Quellen, 2005.</ref> Die Überwachungskameras entsprechen jedoch den gesetzlichen Bestimmungen.
Siehe auch
Literatur
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Weblinks
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Website der Wiener Linien
- bildstrecke.at – Bildarchiv der Wiener Linien
- Vorlage:Wien Geschichte Wiki
- Wiener Linien im Stadtverkehr-Austria-Wiki
- Wiener Linien auf strassenbahnreisen.de
- Bericht zu den Cross-Border-Leasing-Geschäften
Einzelnachweise
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U-Bahn Wien U-Bahn | S-Bahn Wien S-Bahn | Datei:Logo Wiener Lokalbahn.svg Lokalbahn | Straßenbahn | Autobus | Nightline | Wieselbus
Koordinaten: 48° 11′ 23″ N, 16° 24′ 52″ O
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