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Westlake Vinnolit

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Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo of Westlake Vinnolit.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1993
Sitz Ismaning DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung James Yuan Chao, Albert Yuan Chao, M. Steven Bender, Robert F. Buesinger, Karl-Martin Schellerer
Mitarbeiterzahl 1400 (2022)<ref name="Ueber uns">Westlake Vinnolit - Über uns.</ref>
Umsatz 900 Mio. Euro (2022)<ref name="Ueber uns" />
Branche Kunststoffe
Website westlakevinnolit.com

Die Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG (bis 15. Mai 2022 Vinnolit GmbH & Co. KG) ist ein Unternehmen zur Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC) mit Hauptsitz in Ismaning bei München, sie ist seit 2014 ein Unternehmen der amerikanischen Westlake-Gruppe. Mit einer Produktionskapazität von 730.000 Tonnen PVC und 500.000 Tonnen Natronlauge pro Jahr<ref name="Ueber uns" /> gehört das Unternehmen zu den führenden PVC-Rohstoffherstellern in Europa. Westlake Vinnolit unterhält Produktionsstätten in Burghausen, Gendorf, Köln und Knapsack.

Geschichte und Organisation

Datei:Vinnolit logo.svg
Logo der Vinnolit Vinnolit GmbH & Co. KG (bis 2022)

Die Gesellschaft wurde 1993 als Joint Venture der Hoechst AG und der Wacker Chemie GmbH in Ismaning gegründet. Sie übernahm die PVC-Produktion der Hoechst AG an den Standorten Knapsack und Gendorf sowie der Wacker Chemie AG in Köln-Merkenich und Burghausen.<ref>Horst-Dieter Schüddemage, Werner Pieper: Knapsack Chemie – Von der Carbidfabrik zu Chemiepark. Klartext-Verlag, Essen 2002; ISBN 3-89861-097-7.</ref>

Im Jahr 2000 wurde die Advent International mit Sitz in Boston Hauptgesellschafter des Unternehmens und kaufte im gleichen Jahr die Vintron GmbH in Knapsack, die zusammen mit der Vinnolit Monomers Division die Rohstoffversorgung der Vinnolit GmbH sicherte. Im April 2003 wurde eine Integration der Vintron GmbH in die Vinnolit GmbH beschlossen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Integration von Vintron in die Vinnolit GmbH & Co. KG beschlossen (Memento vom 4. Juni 2009 im Internet Archive), Chemie.de vom 5. August 2003.</ref> In den Folgejahren wurde vor allem in Knapsack und Burghausen stark in die Produktion von Vinylchlorid als Monomer für die PVC-Herstellung (VCM) und in die PVC-Produktion investiert. Bereits im April 2002 wurde eine neue Vinylchlorid-Anlage in Knapsack eingeweiht, die mit 130 Millionen Euro von Advent International finanziert wurde,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dr. Michael Winhold neuer Geschäftsführer bei Vintron (Memento vom 10. Juni 2009 im Internet Archive), Chemie.de vom 23. Januar 2003.</ref> 2004 erfolgten Erhöhungen der Kapazitäten in der Direktchlorierung und der Vinylchloridproduktion sowie in der Herstellung von PVC im Suspensions-Verfahren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vinnolit investiert am Standort Knapsack (Memento vom 25. Mai 2009 im Internet Archive), Chemie.de vom 16. Dezember 2004.</ref>

Im Juli 2007 übernahm Vinnolit den Bereich Pasten-PVC der britischen Ineos-Gruppe mit den Produktionsstätten Schkopau und Hillhouse (Großbritannien) sowie die Vermarktung der Produktion in Porto Torres (Italien).<ref>Vinnolit erwirbt Pasten-PVC-Geschäft von INEOS, Chemie.de vom 4. Juli 2007.</ref> 2014 verkaufte Advent International Vinnolit an die amerikanische Westlake Chemical.<ref>Advent International verkauft Vinnolit (2013: 917 Mio. € Umsatz, 1400 MA) an Westlake Chemical Corporation 28. Mai 2014</ref>

Zum 16. Mai 2022 wurde aus der Vinnolit GmbH & Co. KG die Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG.<ref>Aus Vinnolit wird „Westlake Vinnolit“</ref>

Umweltschutz

Die Vinnolit GmbH setzt sich im Rahmen ihrer Produktionstätigkeit mit verschiedenen Aktivitäten für eine nachhaltige und umweltgerechte PVC-Herstellung ein. Seit 2003 existiert ein validierter Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens.

Bereits 2006 wurde angekündigt, dass in den Werken Gendorf und Knapsack die Chlorkonversion von der Nutzung von Amalgam auf die energiesparende und umweltfreundlichere Membranelektrolyse umgestellt werden soll, verbunden mit einer Erhöhung der Chlorkapazitäten an beiden Standorten von 390.000 Tonnen auf insgesamt 430.000 Tonnen pro Jahr.<ref>Vinnolit rüstet Elektrolysen in Gendorf und Knapsack auf Membrantechnologie um, Chemie.de vom 20. November 2006.</ref> Die Umsetzung erfolgte wie vorgesehen zum Ende Juni 2009 sowohl für Knapsack wie für Gendorf, nach eigenen Angaben lag das Investitionsvolumen bei etwa 100 Millionen Euro.<ref>Vinnolit: Erfolgreiche Inbetriebnahme der neuen Membranelektrolysen in Gendorf und Knapsack, Chemie.de vom 31. Juli 2007.</ref><ref>Neue Technik spart Energie, Kölnische Rundschau vom 30. Juli 2009.</ref>

Im April 2008 konnte im Werk Knapsack eine von der Europäischen Kommission geförderte Anlage zum Recycling des Prozessabwassers eines Suspensions-PVC-Betriebs im großtechnischen Maßstab in Betrieb genommen werden. Bezeichnet wird diese Anlage als „PVClean“. Im Jahr sollen nach Angaben des Unternehmens durch eine Ultrafiltration mit einer Keramikmembran mit einem Porendurchmesser von 50 Nanometern 200.000 m3 Abwasser pro Jahr recycelt und wieder verwendet werden. Da das Suspensions-Verfahren mit einem Anteil von etwa 90 Prozent das weltweit wichtigste Verfahren zur Herstellung von PVC ist, wird dem Recyling-Verfahren eine besondere Bedeutung zugesprochen.<ref>EU fördert Vinnolit-Projekt zum Wasserrecycling, Chemie.de vom 9. Dezember 2008.</ref>

Produkte

Polyvinylchlorid, Vinylchlorid, Natronlauge, Zinn(IV)-chlorid

Einzelnachweise

<references />