Westhausen (Bodenrode-Westhausen)
Westhausen Gemeinde Bodenrode-Westhausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(640)&title=Westhausen 51° 24′ N, 10° 12′ O
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dim=10000 | globe= | name=Westhausen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 268 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 8,18 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Westhausen, Gemeinde Bodenrode-Westhausen. In: GEOindex. Abgerufen im Januar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 640 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Ortsteil Westhausen. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Januar 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 78 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 6. November 1993 | |||||
| Postleitzahl: | 37308 | |||||
| Vorwahl: | 03606 | |||||
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Westhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Bodenrode-Westhausen im Landkreis Eichsfeld in Thüringen.
Geographische Lage
Westhausen liegt östlich vom Heilbad Heiligenstadt und westlich vom Partnerortsteil Bodenrode. Die Landesstraße 2021 führt durch den Ortsteil und die Bundesautobahn 38 tangiert nördlich die Flur. Die Gemarkung befindet sich im Leinetal und den angrenzenden Buntsandsteinplateaus im Eichsfelder Hügelland in kupiertem Gelände.
Geschichte
Westhausen wurde am 24. September 1146 erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 312.</ref> Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort stark zerstört. 1867 erhielt Westhausen im benachbarten Bodenrode Anschluss an die Eisenbahn. Am 2. Januar 1992 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Leinetal gegründet, der die damals noch selbstständigen Mitgliedsgemeinden Bodenrode und Westhausen angehörten, die am 6. November 1993 fusionierten. Der Reiterhof Riethmüller ist ein Beispiel für den neuen Weg auf dem Lande. 700 Bewohner leben 2012 im Ortsteil. Eine Kindertagesstätte befindet sich im Ort.
Herren von Westhausen
Aus dem Ort entstammten das adlige Geschlecht derer zu Westhausen. Ähnlich wie jene zu Hanstein oder zu Uslar zählten die Herren von Westhausen zu den Raubgrafen des Eichsfeldes. Sie wirkten als Zeugen, Ministeriale, standen im Dienst verschiedene Dynastenstämme (Grafen von Gleichen, Mainzer Erzbischöfe) und besaßen ferner das Recht, in ihren Dörfern kleinere Befestigungen zu errichten. Erstmal traten sie 1023 in Erscheinung, von dem Zeitpunkt an, trugen sie wesentlich zum Erscheinungsbild Westhausens bei. Im Laufe der Zeit errangen sie Besitztümer weit über das Eichsfeld und Thüringen hinaus. Viele Konventsmitglieder des Klosters Beuren stammten aus dem regionalen Adel, wie denen von Westhausen. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Kemenate derer von Westhausen zerstört. 1548 starb das Geschlecht mit dem letzten erbberechtigten Nachfolger Pankratius von Westhausen aus.<ref>Heinz Nolte: Chronik von Westhausen. Mecke, Duderstadt 1996, ISBN 3-923453-74-4, S. 26.</ref> Das Lehen wurde daraufhin von Kurmainz eingezogen und Westhausen wurde vom Amt Rusteberg aus verwaltet. Das Wappen zeigt zwei gestürzte Jagdhörner nebeneinander stehend.<ref>Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 7 (Ergänzungen), 3. Abt., d: Abgestorbener Preußischer Adel, Provinz Sachsen, mit Ausschluß der Altmark. Supplement, Nürnberg 1900, Seite 23</ref> Weitere Vertreter des Adelsgeschlechtes waren:
- Ernst und Albert von Westhausen (1263)<ref name=":0">Johann Wolf: Eichsfeldisches Urkundenbuch nebst der Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel. Göttingen 1819 (Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel, als Beitrag zu dessen Geschichte. Seite 21, 32)</ref> / (1293)<ref name=":0" />
- Brüder Helmbold (1320 Pfarrer in Westhausen), Dietrich (Knappe), Lampert und Ernst von Westhausen (1315), verkaufen dem Stift in Heiligenstadt ihre Güter in Hadewarderode<ref>Johann Wolf: Eichsfeldisches Urkundenbuch nebst der Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel. Göttingen 1819 (Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel, als Beitrag zu dessen Geschichte. Seite 14, 54)</ref>
- Apel von Westhausen (1341), Burgmann auf Burg Scharfenstein<ref>Carl Duval: Das Eichsfeld. Sondershausen 1845, Seite 229 ff</ref>
- Homann von Westhausen (1381), Bürger in Heiligenstadt<ref>Johann Wolf: Geschichte und Beschreibung der Stadt Heiligenstadt mit Urkunden. Göttingen 1800, Seite 34</ref>
- Thilo von Westhausen (1395), Hauptmann in Mühlhausen<ref>Johann Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch: Ausgestorbener Adel der Fürstenthümer Schwarzburg, zugleich als Entwurf eines Lexicons des früheren Schwarzenburgischen Adels. Nürnberg 1908, Seite 34</ref>
Sehenswürdigkeiten
- Römisch-katholische Kirche St. Pankratius
- Mariengrotte
- Festplatz Unter der Eiche
Persönlichkeiten
- Werner Hagedorn (1831–1894), Chirurg
Literatur
- Heinz Nolte: Chronik von Westhausen. Mecke, Duderstadt 1996, ISBN 3-923453-74-4.
- Heinz Nolte, Hermann Bittner: Festschrift 850 Jahre Westhausen / Eichsfeld. Hrsg.: Gemeindeverwaltung Bodenrode-Westhausen. Mecke, Duderstadt 1996, S. 64, Format A5.
Weblinks
Einzelnachweise
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