Westfälische Ferngas
| Westfälische Ferngas-AG (WFG) | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1928 |
| Auflösung | 2000 |
| Auflösungsgrund | Fusion |
| Sitz | Dortmund, Deutschland |
| Branche | Energieversorgung |
Die Westfälische Ferngas-AG (kurz WFG) war ein regionaler Gasversorger in Süd- und Ostwestfalen. Seit 2000 ist sie mit der Gasabteilung dem Vereinigten Elektrizitätswerk Westfalen (VEW) verschmolzen und Teil der RWE.
Geschichte
Die Westfälische Ferngas Aktiengesellschaft wurde am 24. Juli 1928 in Dortmund vom Provinzialverband der Provinz Westfalen, dem Freistaat Lippe sowie mehreren Kreisen, Städten und Ämtern in Westfalen gegründet. Hinter der Gründung stand der Wunsch gegenüber der Ruhrgas AG als Verhandlungspartner auf Augenhöhe aufzutreten und so zum einen eine flächendeckende Gasversorgung Westfalens zu sichern und zum anderen die günstigen Bezugspreise an die Endverbraucher weitergeben zu können.<ref name="LWL" />
Im Jahr 1968 stimmten die Aktionäre, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der Landesverband Lippe sowie 14 Landkreise, 19 Städte, ein Amt und fünf Gemeinden, einstimmig der Erhöhung des Aktienkapitals von 12,2 Millionen DM auf 22,75 Millionen DM zu.<ref name="Michael" />
Die Gesellschaft belieferte 1968 25 Städte und Gemeinden als selbständige Weiterverteiler, 15 Ortsversorgungen als Konzessionsgebiete und über 400 Groß- und Mittelbetriebe. Diesem Zweck dienten 505,5 km Hockdruck-Leitungen und 316 km Niederdruck-Leitungen in den WFG-eigenen Ortsversorgungen.<ref name="Michael" />
Die WFG hat seit 1966 dem wirtschaftlich und angebotsseitig bedingten Strukturwandel der Gaswirtschaft folgend etwa 55 % ihrer Abgabe auf Erdgas umgestellt.<ref name="Michael" />
Im 40. Jahr ihres Bestehens (1968) betrug die gesamte nutzbare Gasabgabe (Verkaufsgasabgabe und Durchleitungen) der Gesellschaft 1101 Millionen m³. Soweit die Gesellschaft wirtschaftlich oder technisch ihren Versorgungsauftrag nicht mit leitungsgebundenem Kokereigas oder Erdgas erfüllen konnte, hatte sie zum damaligen Zeitpunkt ein Flüssiggasvertriebsnetz mit etwa 400 Agenturen ausgebaut.<ref name="Michael" /> Vorstandsvorsitzender in den 1980er Jahren war der Diplom-Volkswirt Joachim König.<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 670.</ref>
Literatur
- Fritz Michael: Dortmund. Das Profil einer Stadt. Crüwell/Schropp, Dortmund 1969.
Weblinks
- Karl Ditt: 24. Juli 1928 – Gründung der Westfälischen Ferngas AG. Der Start der provinzialen Ferngasversorgung in Westfalen. In: Internet-Portal „Westfälische Geschichte“. LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, abgerufen am 9. Februar 2012.
- Beständeübersicht über das im Historischen Konzernarchiv RWE archivierte Aktengut der Westfälische Ferngas beim Internetportal „Archive in NRW“
- Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur Westfälische Ferngas in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
<references>
<ref name="LWL"> Karl Ditt: 24. Juli 1928 – Gründung der Westfälischen Ferngas AG. Der Start der provinzialen Ferngasversorgung in Westfalen. In: Internet-Portal „Westfälische Geschichte“. LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, abgerufen am 9. Februar 2012. </ref> <ref name="Michael"> Fritz Michael: Dortmund. Das Profil einer Stadt. Crüwell/Schropp, Dortmund 1969. </ref>
</references>
Koordinaten: 51° 30′ 54″ N, 7° 27′ 26,7″ O
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