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Wernesgrüner Brauerei

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Wernesgrüner Brauerei GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Wernesgruener 1W Logo.png
Rechtsform GmbH
Gründung 18. März 1436
Sitz Steinberg, OT Wernesgrün
Leitung Simon Mosegaard Fibiger (Vors.)
Hanna Fabricius
Gunnar Fischer
Marc Kemper
Kay Knepper
Mitarbeiterzahl 106 (2021)<ref>Sächsische Zeitung 14.6.2021</ref>
Branche Herstellung von Bier
Website www.wernesgruener.de
Stand: 2024
Datei:Großindustrie Sachsen T1 0152.jpg
Bergbrauerei H. Günnel in Wernesgrün i. Voigtl. (1892)
Datei:Brauerei Wernesgrün Luftaufnahme - panoramio.jpg
Luftbild der Brauerei
Datei:Wernesgrüner Brauerei-Gutshof (1).jpg
Wernesgrüner Brauerei-Gutshof

Die Wernesgrüner Brauerei GmbH ist eine Brauerei in Steinberg im sächsischen Vogtland, die zu Carlsberg Deutschland gehört. 1436 im Dorf Wernesgrün gegründet, ist sie die älteste existente Brauerei Sachsens.

Geografie

Wernesgrüner Bier war eine geschützte geographische Angabe (Herkunftsbezeichnung).<ref>Denomination Information Nr. DE/PGI/0017/1174</ref>

Das Wasser entnimmt die Brauerei aus einem von Wald umgebenen Brunnen südöstlich des Ortes, der von den Grundwasserströmen am Süd-West-Hang des Kuhbergs gespeist wird, und einem weiteren Brunnen im Wald am Südhang des Steinbergs. Zur Pufferung des Wassers dienen fünf Wasserbehälter in der Nähe der Brauereistandorte.<ref name="Karte-Wern_2012">Topographische Karte 5440-SO-Wernesgrün des Staatsbetriebs Geobasisinformation und Vermessung des Landes Sachsen, 1. Auflage, Dresden 2006, ISBN 3-89679-521-X</ref>

Geschichte

Am 18. März 1436 erhielten die Gebrüder Schorer (Mitglieder der berühmten Glasmacherfamilie Schürer) das Recht, eine Glashütte im Wald anzulegen. Wie damals für abgelegene, gewerbliche Anwesen üblich und zur Selbstversorgung notwendig, beinhaltete das Glashüttenprivileg auch das Brau- und das Schankrecht. Das Schorersche Gut und das 1589 erbaute Gläsersche Anwesen begründeten den Ort Wernesgrün.

1762 erwarb Familie Günnel die Schorersche Brauerei. Das Gläsersche Gut übernahm 1774 Familie Männel. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts existierten noch fünf unabhängige Brauereien in Wernesgrün. Die größten davon gehörten den Familien Günnel und Männel.

Familie Günnel wurde 1946 enteignet, 1972 auch Familie Männel. Beide Brauereien wurden 1974 zum VEB Exportbierbrauerei Wernesgrün vereint. Nach der Wiedervereinigung firmierte das Unternehmen ab 1990 als Wernesgrüner Brauerei AG, wurde 1994 privatisiert und gehörte seit 2002 zur Bitburger Braugruppe. 2003 wurde die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt. Ab 1991 wurde die Brauerei komplett modernisiert und erweitert. Die historische, denkmalgeschützte Brauereifassade wurde dabei erhalten. Sie wurde 1906 nach Entwürfen von Ernst Lenk aus Rodewisch als Lagerbier-Brauerei C. G. Männel neu erbaut.<ref>Auerbach i. V. mit Rodewisch sowie deren Industrie nebst Handel und Gewerbe in Wort und Bild (Seite 95 [99]). Autor: Friedrich Klinkhardt. Chemnitz 1907</ref>

Die Jahresproduktion 2011 betrug 740.000 Hektoliter.<ref name="sz">Sächsische Zeitung vom 28. November 2012</ref> 2012 lag Wernesgrüner in Ostdeutschland, gemessen an der verkauften Menge, an vierter Stelle nach Radeberger, Hasseröder und Krombacher.<ref name="sz" /> Bekannt war die Werbung mit dem Slogan „Die Pils-Legende lebt“.<ref>Bericht in der Berliner Zeitung „Tageszeitung“ am 20. März 1997, abgerufen am 11. August 2017.</ref>

Seit 2021 gehört die Brauerei zu Carlsberg Deutschland.<ref>Übernahme zum 1. Januar 2021 vereinbart / Carlsberg will Standort im Vogtland ausbauen. In: carlsbergdeutschland.de. Carlsberg (Brauerei), 12. Oktober 2020, abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> Unter Carlsberg wurde der seit 1996 kaum veränderte Markenauftritt 2022 komplett überarbeitet. Unter anderem wurden neue Etiketten etabliert.<ref>Dirk Omlor: Wernesgrüner in neuem Look. In: Getränke News. 9. Dezember 2022, abgerufen am 22. Dezember 2022.</ref>

Von 1993 bis 2011 fand die MDR-Sendung Wernesgrüner Musikantenschenke mit 185 Folgen auf dem Gelände der Wernesgrüner Brauerei statt.<ref>Bericht auf Fernsehen.de, abgerufen am 11. August 2017.</ref> Außerdem war die Brauerei bis 2006 namensgebender Hauptsponsor der Fußball-Landesliga Sachsen, der sogenannten „Wernesgrüner Sachsenliga“.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein Koordinaten: 50° 32′ 5″ N, 12° 28′ 27″ O

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