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Werner Meyer-König

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Werner Meyer-König (* 26. Mai 1912 in Böblingen; † 26. Dezember 2002 in Bad Krozingen) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Analysis (Funktionentheorie, Approximationstheorie) beschäftigte. Er wirkte unter anderem als Ordinarius und Dekan an der Universität Stuttgart.

Leben und Wirken

Meyer-König, geboren in Württemberg, war der Sohn von Karoline Meyer-König, geborene Laggai, und des praktischen Arztes Ernst Meyer-König. Er studierte ab 1930 Mathematik und Physik an der Universität Tübingen, der Universität Kiel und der Universität Stuttgart (damals Technische Hochschule (TH)). Er wollte zunächst Lehrer werden und legte 1936 in Tübingen sein Lehramtsexamen ab, wurde dann aber Assistent in Stuttgart und 1939 bei Konrad Knopp in Tübingen zum Dr. rer. nat. promoviert mit der Dissertation Limitierungsumkehrsätze mit Lückenbedingungen.<ref>Werner Meyer-König im Mathematics Genealogy Project (englisch) Vorlage:MathGenealogyProject/Wartung/id verwendet abgerufen am 11. August 2024.</ref> Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er am Forschungsinstitut Graf Zeppelin in Stuttgart. 1947 habilitierte er sich in Stuttgart, wo er im selben Jahr Privatdozent und ab 1953 außerplanmäßiger Professor wurde. Seine Bearbeitung des Buches Variationsrechnung von Gerhard Grüß erschien 1955.<ref>Gerhard Grüß: Variationsrechnung. Bearbeitet von Werner Meyer-König, Verlag Quelle & Meyer, Heidelberg 1955, DNB 451695933.</ref> Nach einer Gastprofessur 1956/57 an der University of Cincinnati wurde er 1958 außerordentlicher und 1960 ordentlicher Professor für Mathematik der TH bzw. Universität Stuttgart. 1967/68 war er Gastprofessor an der University of Wisconsin und 1969 Dekan der Fakultät für Natur- und Geisteswissenschaften an der TH Stuttgart. Zu seinen Doktoranden zählt Dieter Gaier. 1980 wurde der in Leinfelden-Echterdingen lebende Meyer-König emeritiert und zog nach Freiburg im Breisgau. Er war Mitglied der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik sowie der American Mathematical Society. Werner Meyer-König war evangelisch, ab 1948 verheiratet mit Annemarie Meyer-König, geborene Munz, und hatte drei Töchter.<ref>Meyer-König, Werner. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 839.</ref>

Literatur

  • Meyer-König, Werner. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 839.

Weblinks

Einzelnachweise

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