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Werner Haas (Tänzer)

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Vorlage:Hinweisbaustein Werner Haas (* 9. Dezember 1936 in Hamburg<ref name="Who">Karl Strute und Theodor Doelken (Hrsg.): Who’s Who in the Arts and Literature, Bd. 2: Applied Arts and Music. 3. Auflage, Zürich 1982, S. 238.</ref>) ist ein deutscher ehemaliger Solotänzer, Ballettdirektor, Choreograph, Regisseur, sowie Unternehmer, Journalist und Lokalpolitiker (CDU).

Leben und Leistungen

Werner Haas wurde als Sohn von Max Haas und dessen Ehefrau Cery [sic!] Timm geboren.<ref name="Who" /> Seine Schullaufbahn beendete er 1955 mit dem Abitur.<ref name="Who" />

1953 begann er seine tänzerische Ausbildung an der Hamburgischen Staatsoper, wo er 1956 unter der Ballettdirektorin Helga Svedlund sein erstes Festengagement als Gruppentänzer erhielt.<ref name="Who" /> Ab der Spielzeit 1956/57 wirkte er als Solo-Tänzer an verschiedenen in- und ausländischen Theaterbühnen, unter anderem für zwei Spielzeiten am Operettenhaus Hamburg.<ref name="Who" /><ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1957. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 65. Jg., Hamburg 1957, S. 233 und S. 466 (Register).</ref><ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1958. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 66. Jg., Hamburg 1958, S. 238 und 478 (Register).</ref> Ab der Spielzeit 1958/59 war er als Solo-Tänzer und später auch als Ballettmeister-Assistent am Städtebundtheater Biel-Solothurn verpflichtet.<ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1959. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 67. Jg., Hamburg 1959, S. 430 und 510 (Register).</ref><ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1960. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 68. Jg., Hamburg 1960, S. 424 und 506 (Register).</ref><ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1961. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 69. Jg., Hamburg 1961, S. 441/442 und 523 (Register).</ref> Zur Spielzeit 1961/62 wurde er als jüngster Ballettmeister Deutschlands an die Städtischen Bühnen Würzburg engagiert, wo er bis 1965 blieb.<ref name="Who" /><ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1962. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 70. Jg., Hamburg 1962, S. 391 und 522 (Register).</ref><ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1966. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 74. Jg., Hamburg 1966, S. 421 und S. 573 (Register).</ref> Es folgten Engagements am Landestheater Salzburg und an der Israel National Opera in Tel-Aviv,<ref name="Who" /> wo er von der amerikanischen Sopranistin und damaligen Leiterin der Oper, Edis de Philippe (1918–1978), als Ballettchef und Choreograf engagiert wurde.<ref name="Who" /> Im Sommer 1967 gastierte er als Solotänzer bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg.<ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1969. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 77. Jg., Hamburg 1969, S. 459 und S. 661 (Register).</ref> In der Spielzeit 1967/68 war er als Ballettmeister und Solotänzer an der Landesbühne Schleswig-Holstein engagiert.<ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1968. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 76. Jg., Hamburg 1968, S. 439 und S. 647 (Register).</ref> Ab der Spielzeit 1968/69 war er als Ballettmeister und „I. Solotänzer“ an den Städtischen Bühnen Hagen verpflichtet.<ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1969. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 77. Jg., Hamburg 1969, S. 311 und S. 661 (Register).</ref><ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1970. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 78. Jg., Hamburg 1970, S. 312/313 und S. 665 (Register).</ref><ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1971. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 79. Jg., Hamburg 1971, S. 309/310 und S. 681 (Register).</ref> Haas arbeitete auch mit dem St. Petersburger Staatsballett unter der Leitung von Askold Makarov (1925–2000) zusammen. Zum Ende der Spielzeit 1972/73 beendete Haas seine Theaterlaufbahn am Staatstheater Mainz als Chefchoreograph und Ballettdirektor auf Grund einer Verletzung.<ref>Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1973. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 81. Jg., Hamburg 1973, S. 382 und S. 694 (Register).</ref>

Als Regisseur inszenierte Haas u. a. die Mozart-Oper Ascanio in Alba als deutsche Erstaufführung sowie verschiedene Musicals und das Ballett Das Fest im Süden von Boris Blacher.

Nach seiner Theaterlaufbahn eröffnete Haas 1973 eine Ballettschule in Mainz,<ref name="Who" /><ref name="DBJB75">Werner Haas. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1975. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 83. Jg., Hamburg 1975, S. 718 (Register).</ref> eine weitere in Wiesbaden<ref name="DBJB75" /> und ein Aerobic-Studio in Mainz-Kastel. In den Ballettschulen wurden Klassisches Ballett, Stepptanz, Jazz-Dance, Modern Dance und Pantomime unterrichtet.<ref name="Who" /> Zudem eröffnete er Fachgeschäfte für Ballett-, Tanz- und Theater-Ausstattungen in Hamburg, Mainz und Lübeck. Er gründete zusammen mit Gilberto Pacchiotti einen Großhandel für Ballettschuhe.

Haas ist Mitglied im Ballett-Pädagogen-Fachverband [sic!], im Verband der Ballettschulen in Deutschland [heute: Deutscher Berufsverband für Tanzpädagogik e.V.] und in der Accademia Italia delle Arti e del Lavoro.<ref name="Who" /> Haas ist außerdem Mitglied im Deutschen Fachjournalisten-Verband (DFJV).

Haas engagierte sich auch aktiv in der Politik. Er war 1. Vorsitzender des CDU-Verbandes Maschen-Horst-Hörsten in Seevetal, 1. Stellvertreter von Norbert Böhlke (MDL) sowie bis 2009 Mitglied in Orts- und Gemeinderäten.

Auszeichnungen

1980 wurde er mit der Gold-Medaille der Accademia Italia delle Arti e del Lavoro ausgezeichnet.<ref name="Who" />

1988 erhielt er für seine künstlerische Vermittlung zwischen Deutschland und Israel auf Vorschlag des damals an der National Opera in Tel-Aviv tätigen italienischen Dirigenten Sergio Sossi die Ehrendoktorwürde.

Literatur

  • Who is Who in Foto, Film & TV. Eine Prominentenenzyklopädie mit ca. 6.000 Biographien von deutschsprechenden Persönlichkeiten aus Foto, Film & TV. Who is Who Verlag. Zürich 1979, Seite 82/83. ISBN 3-7290-0801-3.
  • Strute, Karl/Doelken, Theodor (Hrsg.): Who’s Who in the Arts and Literature. A Biographical Who’s WHO by the International Red Series Containing Some 20.000 Prominent Artists and Authors From the Federal Republic of Germany, Austria and Switzerland. Vol. 2: Applied Arts and Music. Who is Who Verlag. Zürich 1982, Seite 238. ISBN 978-3 92122-053-5.

Einzelnachweise

<references />

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