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Werkdienstwohnung

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Werkdienstwohnungen sind in Deutschland Wohnungen, die dem Arbeitnehmer bzw. Beamten im Rahmen des Arbeits- bzw. Beamtenverhältnisses durch den Arbeitgeber bzw. Dienstherrn zur Verfügung gestellt werden. Dies geschieht in der Regel, wenn es für die ordnungsgemäße Erfüllung der dem Arbeitnehmer bzw. Beamten obliegenden arbeitsvertraglichen bzw. dienstlichen Pflichten notwendig oder zumindest sinnvoll ist. Beispiele sind Hausmeister, Chauffeur, Schrankenwärter, Stallpfleger oder Erntearbeiter.

Die Verpflichtung zum Bewohnen einer Werkdienstwohnung ist fester Bestandteil des Arbeitsvertrags; ein gesonderter Mietvertrag über die Werkdienstwohnung ergeht nicht. Dies hat zur Folge, dass die Werkdienstwohnung nicht gesondert gekündigt werden kann; vielmehr ist das gesamte Beschäftigungsverhältnis aufzulösen.<ref>BAG, Urteil vom 23. August 1989, AZ 5 AZR 569/88</ref> Für Streitigkeiten über eine Werkdienstwohnung ist nicht der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten, sondern der Rechtsweg zu den Gerichten für Arbeitssachen gegeben.<ref>BAG, Beschluss vom 2. November 1999, AZ 5 AZB 18/99</ref> Bei Beamten ergeht die Verpflichtung zum Bewohnen einer Werkdienstwohnung durch Verwaltungsakt des Dienstherrn; entsprechend ist der Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten gegeben.<ref>BVerwG, Urteil vom 21. September 2000, AZ 2 C 5.99</ref>

Die bürgerlich-rechtlichen Vorschriften über Mietverträge finden auf Werkdienstwohnungen nicht, auch nicht entsprechend, Anwendung.<ref>BAG, Urteil vom 18. September 2007, AZ 9 AZR 822/06</ref> Dementsprechend kann etwa eine Mieterhöhung nur durch eine Änderung des Arbeitsvertrags ausgesprochen werden, bei der die gesetzlichen Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats, bzw. im öffentlichen Dienst des Personalrats zu beachten sind.<ref>BAG, Urteil vom 15. Dezember 1992, AZ 1 AZR 308/92</ref>

Nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses besteht kein Kündigungsschutz, der ehemalige Arbeitnehmer muss die Werkdienstwohnung sofort räumen. {{#switch: juris

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Literatur

Einzelnachweise

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