Werder (Märkisch Linden)
Werder Gemeinde Märkisch Linden
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(334)&title=Werder 52° 55′ N, 12° 42′ O
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| Höhe: | 45 m | |||||
| Fläche: | 8,3 km² | |||||
| Einwohner: | 334 (31. Dez. 2019)<ref name="Einwo2019">Amt Temnitz – Einwohnerzahlen. (PDF) Abgerufen am 3. April 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 40 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 30. Dezember 1997 | |||||
| Postleitzahl: | 16818 | |||||
| Vorwahl: | 033920 | |||||
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Werder (auch Werder bei Neuruppin genannt) ist ein Ortsteil der Gemeinde Märkisch Linden im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Land Brandenburg. Ortsvorsteher des Dorfes ist Günther Noack.
Geografie und Naturraum
Werder liegt auf der Ruppiner Platte, zentral im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, etwa 65 km nordwestlich von Berlin und 7 km westlich der Kreisstadt Neuruppin unmittelbar an der Bundesautobahn 24.
Das Dorf befindet sich dicht am Ostrand einer vergleichsweise ausgedehnten flachwelligen Grundmoräneninsel, die wie ein Werder aus den rings umfassenden, zur Zeit des Frankfurter Stadiums angelegten Schmelzwassertälern herausragt.
Kurz vor Werder, an der Straße in Richtung Walsleben, liegt der Buchtenpfuhl und in der Nähe des ehemaligen Gutsparks ist der Giernpfuhl zu finden. Südwestlich vom Dorf sind die Schafswäschen gelegen. Der Steinfurtgraben bildet im Wesentlichen die nordöstliche und östliche Grenze der Dorfgemarkung. Die Südgrenze der Dorfgemarkung befindet sich am Landwehrgraben.
Das Gebiet Werder besteht neben dem Dorf überwiegend aus Feldern, Wiesen und einigen wenigen Wäldchen, wie den Kleinen Tannen, dem Heidplan und einem kleinen Wald zwischen Gottberg und Werder.
Dabergotz, Kränzlin, Darritz, Walsleben, Paalzow und Gottberg sind Nachbarorte des Dorfes.
Geschichte
Der mutmaßliche Namensgeber des Dorfes ist Arnoldus de Werder, der 1362 urkundliche Erwähnung fand.<ref>Codex diplomaticus Brandenburgensis. Vierter Band, S. 293/294 von 1844.</ref> Um 1490 war Werder ein Teil der im Kern reichsunmittelbaren Herrschaft Ruppin unter der Landesherrschaft der Grafen von Lindow-Ruppin.
Gut Werder
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Rittergut mehrmals die Besitzer. Der letzte Besitzer Baussen wurde 1945 durch die Bodenreform enteignet und das Land an Bauern, Landlose und Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten aufgeteilt. 5 Hektar bekamen sie jeweils zugesprochen. Nach der Bodenreform 1945 bearbeiteten die sowjetischen Soldaten das Grundstück eine Zeit lang. Da das Herrenhaus zu baufällig war, entschied man sich für den Abriss des Gebäudes, der im Winter 1970/1971 erfolgte. Vorher war es als Kindergarten und Schwesternstation genutzt worden. An seiner Stelle befinden sich heute das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr und das Dorfgemeinschaftshaus. Das Wirtschaftsgebäude des Gutes war das heutige Wohnhaus Nr. 67.
Einwohnerentwicklung
- 1766: 153 Einwohner<ref name="RuppinerTageblatt">Ruppiner Tageblatt. Mittwoch, 21. Dezember 2005, S. 18.</ref>
- 1800: 232 Einwohner<ref name="RuppinerTageblatt" />
- 1946: 641 Einwohner<ref name="RuppinerTageblatt" />
- 1964: 356 Einwohner<ref name="RuppinerTageblatt" />
- 1995: 262 Einwohner<ref>Kreiskalender Ostprignitz-Ruppin 1996, S. 189</ref>
- 2003: 344 Einwohner<ref>Kreiskalender Ostprignitz-Ruppin 2004, S. 254</ref>
- 2015: 327 Einwohner<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />amt-temnitz.de ( des Vorlage:IconExternal vom 11. Juli 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF).</ref>
- 2019: 334 Einwohner<ref name="Einwo2019" />
Sehenswürdigkeiten
- Kirchturm:<ref name="RuppinerTageblatt" /> Die Dorfkirche Werde wurde 1726 in Fachwerkbauweise erbaut. Wegen Schwammbefalls musste das Kirchenschiff 1982 abgerissen werden. Im Jahr 2002 wurde der Kirchturm renoviert. Die Handwerker fanden bei den Arbeiten in der Kugel unterhalb der Turmspitze mit der Jahreszahl 1726 alte Dokumente von 1929. Die Geschichte des Ortes ab dem Zweiten Weltkrieg ist jetzt in der Kupferkugel versteckt. Der Turm ist mit zwei Glocken bestückt: eine große, die 1677 von Martin Heintz aus Berlin gefertigt wurde und eine kleine mit einem Durchmesser von 44 Zentimetern. Gottesdienste finden seit den 1960er-Jahren im Pfarrhaus statt.
- Außerdem steht vor dem Kirchturm noch ein Mahnmal für Kriegsopfer. Es wurde nach dem Ersten Weltkrieg erbaut. Ein Umbau erfolgte 1992.
Vereine
- Feuerwehrverein „Freunde der Feuerwehr Werder“ e. V.
- Frauensportgruppe
- Schützenverein Werder e. V.
- Heimatverein Märkisch Linden e. V.
Verkehr
Werder liegt an der Kreisstraße 6808, dazu gibt es einige Nebenstraßen im Dorf. Zentral gelegen im Ort befindet sich beiderseits an der Hauptstraße eine Bushaltestelle der ORP. Befestigte Straßen führen von Werder aus nach Dabergotz, Walsleben, Kränzlin bzw. Darritz und nach Gottberg. In Richtung Dabergotz existiert ein Radweg. Die Bundesautobahn 24 verläuft nördlich des Dorfes.
Von 1902 bis Dezember 2006 hatte Werder Bahnanschluss durch die Bahnstrecke Neustadt–Neuruppin,<ref>Ruppiner Kreisbahn auf bahnstrecken.de.</ref> die zuletzt im Personenverkehr von der Prignitzer Eisenbahn GmbH bedient wurde. Der Bahnhaltepunkt Werder (b Neuruppin) befand sich außerhalb des Dorfes.
Bildung
Die zentral im Dorf gelegene Kita „Sonnenschein“ hat eine Aufnahmekapazität von 25 Kindern. Die Einrichtung hat Montag bis Freitag von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Zurzeit arbeiten 3 Erzieher in der Kindertagesstätte.<ref>amt-temnitz.de</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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Vorlage:Klappleiste/Anfang Darritz-Wahlendorf | Gottberg | Kränzlin | Werder Vorlage:Klappleiste/Ende