Wera Igorewna Swonarjowa
| Wera Swonarjowa Tennisspieler | |||||||||||||
| Swonarjowa 2019 in Roland Garros | |||||||||||||
| Nation: | Datei:Flag of Russia.svg Russland | ||||||||||||
| Geburtstag: | 7. September 1984 (41 Jahre) | ||||||||||||
| Größe: | 172 cm | ||||||||||||
| Gewicht: | 59 kg | ||||||||||||
| 1. Profisaison: | 2000 | ||||||||||||
| Rücktritt: | 1) 2016 | ||||||||||||
| Spielhand: | Rechts, beidhändige Rückhand | ||||||||||||
| Trainer: | Michel van de Sanden | ||||||||||||
| Preisgeld: | 16.549.599 US-Dollar | ||||||||||||
| Einzel | |||||||||||||
| Karrierebilanz: | 597:325 | ||||||||||||
| Karrieretitel: | 12 WTA, 3 ITF | ||||||||||||
| Höchste Platzierung: | 2 (25. Oktober 2010) | ||||||||||||
| Aktuelle Platzierung: | 354 | ||||||||||||
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| Doppel | |||||||||||||
| Karrierebilanz: | 314:193 | ||||||||||||
| Karrieretitel: | 16 WTA, 2 ITF 2 WTA Challenger | ||||||||||||
| Höchste Platzierung: | 7 (19. Februar 2024) | ||||||||||||
| Aktuelle Platzierung: | 101 | ||||||||||||
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| Mixed | |||||||||||||
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| Olympische Spiele | |||||||||||||
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| Letzte Aktualisierung der Infobox: 14. April 2025 | |||||||||||||
| Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks) | |||||||||||||
Wera Igorewna Swonarjowa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), englische Transkription Vera Zvonareva; * 7. September 1984 in Moskau, Russische SFSR, Sowjetunion) ist eine russische Tennisspielerin.
Karriere
Wera Swornajowa stammt aus einer sehr sportlichen Familie. Ihre Mutter gewann unter ihrem Mädchennamen Natalja Bykowa mit der sowjetischen Hockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau und der Feldhockey-Weltmeisterschaft der Damen 1981 in Buenos Aires jeweils die Bronzemedaille, während ihr Vater Igor bei Dynamo Moskau in den sowjetischen Bandy-Meisterschaften spielte.
Im Alter von sechs Jahren begann sie mit dem Tennissport, im Jahr 2000 wurde sie Profispielerin. 2002 erreichte Swonarjowa bereits die Top 50 der WTA-Rangliste im Einzel, im Jahr 2003 stieg sie in die Top 20 auf, 2004 kam sie mit Platz neun erstmals unter die Top Ten. Ihr erstes Finale bei einem Grand-Slam-Turnier erreichte sie 2010 bei den Lawn Tennis Championships in Wimbledon, wo sie Titelverteidigerin Serena Williams mit 3:6, 2:6 unterlag. Für die russische Fed-Cup-Mannschaft hat sie bis zum Jahr 2011 zehn Partien bestritten, von denen sie acht gewinnen konnte.
Swonarjowa gewann in ihrer Karriere bislang zwölf WTA-Titel im Einzel, drei Grand-Slam-Titel im Doppel (US Open 2006, Australian Open 2012 und US Open 2020), sechs WTA-Doppeltitel sowie drei ITF-Einzeltitel. Zudem trug sie sich im gemischten Doppel 2004 bei den US Open und 2006 in Wimbledon in die Siegerliste ein.
2008 stieß sie bis ins Finale von Doha vor, in dem sie ihrer Landsfrau Marija Scharapowa mit 1:6, 6:2 und 0:6 unterlag. Außerdem erreichte sie die Endspiele von Hobart und Charleston. Bei den Olympischen Spielen in Peking gewann sie die Bronzemedaille. Beim Turnier in Charleston kam sie mit Siegen über Marion Bartoli, Jelena Janković und Jelena Dementjewa bis ins Finale, das sie jedoch mit 4:6, 6:3 und 3:6 gegen Serena Williams verlor.
Swonarjowa gewann 2009 das erste Turnier der Masters Series in Indian Wells, wo sie Titelverteidigerin Ana Ivanović mit 7:6 und 6:2 besiegte. Beim Family Circle Cup in Charleston verletzte sie sich in der Partie gegen Virginie Razzano am rechten Fußgelenk und musste einen Monat lang pausieren. Sie verpasste die French Open und beendete das Jahr auf Position 9 der Weltrangliste. Im November 2009 wurde ihre Verletzung schließlich chirurgisch behandelt.
Ihre größten Saisonerfolge im Jahr 2010 waren das Erreichen der Endspiele von Wimbledon (Niederlage gegen Serena Williams in zwei glatten Sätzen) und der US Open, wo sie ebenso deutlich Kim Clijsters unterlag. Außerdem stand sie im Finale von Montreal. Bei den Australian Open unterlag sie im Achtelfinale Wiktoryja Asaranka in drei Sätzen. In Charleston verlor sie das Endspiel gegen Samantha Stosur und im Viertelfinale von Dubai erneut gegen Asaranka. In Pattaya verteidigte sie dagegen mit einem klaren Endspielsieg über die Lokalmatadorin Tamarine Tanasugarn ihren Titel. Am Jahresende war Swonarjowa Weltranglistenzweite.
Nach dem erneuten Einzug ins Halbfinale von Melbourne gewann sie 2011 im Februar bereits ihren elften WTA-Einzeltitel. Im Endspiel von Doha bezwang sie die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki mit 6:4 und 6:4. In Roland Garros erreichte sie das Achtelfinale. In Wimbledon kam das Aus diesmal bereits in Runde drei, wo sie als Nummer zwei der Setzliste Zwetana Pironkowa 2:6, 3:6 unterlag – im Vorjahr war sie mit einem glatten Sieg über die Bulgarin ins Finale eingezogen. Beim Hartplatzturnier in Baku (Aserbaidschan) sicherte sie sich mit einem Zweisatzsieg über Xenija Perwak ihren 12. WTA-Titel. Auch in Carlsbad erreichte sie mit Siegen über Lisicki und Ivanovic das Finale, unterlag aber erneut wie eine Woche zuvor im Achtelfinale von Toronto der an 3 gesetzten Agnieszka Radwańska. In dieser erfolgreichsten Zeit ihrer Karriere wurde sie von ihrem Landsmann Sergei Demjochin trainiert.
Beim Turnier in Sydney Anfang des Jahres 2012 verlor Swonarjowa ihr Erstrundenmatch gegen Swetlana Kusnezowa. Bei den Australian Open schied sie in der dritten Runde gegen Jekaterina Makarowa aus, in der Doppelkonkurrenz gewann sie jedoch an der Seite von Kusnezowa den Titel. Bei den folgenden Turnieren musste sie jeweils frühe Niederlagen hinnehmen. Lediglich in Charleston erreichte sie das Viertelfinale. Aufgrund einer Schulterverletzung sagte sie ihre Teilnahme am Fedcup im April und am WTA-Turnier in Rom ab, später verzichtete sie auch auf die French Open. In Wimbledon musste sie in der dritten Runde gegen Kim Clijsters beim Stand von 4:6 und 3:4 aufgeben. Anschließend erreichte sie bei den Olympischen Spielen in London ebenfalls die dritte Runde, unterlag dort jedoch Serena Williams klar mit 1:6 und 0:6. Danach nahm sie verletzungsbedingt an keinem Turnier mehr teil und rutschte in der Weltrangliste bis zum Jahresende auf Rang 98 ab.
Am 12. Februar 2013 wurde Swonarjowa an ihrer rechten Schulter operiert.<ref name="Verletzung2013">Schulteroperation: Weiter Zwangspause für Zvonareva. In: tennisnet.com. 15. Februar 2013, abgerufen am 9. August 2013.</ref> Anfang August nahm sie nach einem Jahr Pause das Training wieder auf und kündigte ihre baldige Rückkehr an.<ref name="Rückkehr">Baldige Rückkehr: Zvonareva wieder im Training. In: tennisnet.com. 9. August 2013, abgerufen am 9. August 2013.</ref>
Beim WTA-Turnier in Shenzhen feierte sie im Januar 2014 ihr Comeback. Sie scheiterte dort aber ebenso in Runde eins wie zwei Wochen später in Melbourne. Im April 2015 spielte sie in Kattowitz ihr vorläufig letztes Match, im August 2016 gab sie schließlich offiziell ihr Karriereende bekannt, nachdem sie zwischenzeitlich geheiratet hatte und Mutter geworden war.<ref name="tennisnet.com">Vera Zvonareva gibt große Dinge bekannt. In: tennis.net. 24. August 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. August 2016; abgerufen am 24. August 2016.</ref>
Ende März 2017 kehrte sie auf die Tour zurück. Sie erhielt für das ITF-Turnier in Istanbul eine Wildcard, musste dort aber ihr Match gegen Katie Boulter beim Stande von 7:68 und 2:3 aufgeben.<ref>$15,000 Istanbul. itftennis.com, abgerufen am 30. März 2017.</ref> Im Juli 2017 gewann sie dann, wieder mit einer Wildcard angetreten, das ITF-Turnier in Scharm asch-Schaich, im Finale besiegte sie Tereza Mihalíková mit 1:6, 7:64, 7:5. Im Jahr 2018 gewann sie zwei WTA-Turniere im Doppel.
Im September 2020 gewann Swonarjowa zusammen mit ihrer Partnerin Laura Siegemund die Doppelkonkurrenz der US Open.<ref>US-Open-Champion im Doppel: Laura Siegemund – "Es ist ein unglaubliches Gefühl", tennisnet.com vom 12. September 2020.</ref> Nach einer längeren Verletzungspause von Siegemund siegte das Doppel-Duo Siegemund/Swonarjowa im März 2022 dann erneut, zuerst im Turnier in Lyon und später im April 2022 auch im Turnier in Miami.<ref>US-Open-Champion im Doppel: An der Seite der Russin Zvonareva – Siegemund erneut im Doppel erfolgreich, kicker.de vom 4. April 2022.</ref>
Turniersiege
Einzel
Doppel
Mixed
| Nr. | Datum | Turnier | Kategorie | Belag | Partner | Finalgegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 12. September 2004 | Datei:Flag of the United States.svg US Open | Grand Slam | Hartplatz | Datei:Flag of the United States.svg Bob Bryan | Datei:Flag of Australia (converted).svg Alicia Molik Datei:Flag of Australia (converted).svg Todd Woodbridge |
6:3, 6:4 |
| 2. | 9. Juli 2006 | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Wimbledon | Grand Slam | Rasen | Datei:Flag of Israel.svg Andy Ram | Datei:Flag of the United States.svg Venus Williams Datei:Flag of the United States.svg Bob Bryan |
6:3, 6:2 |
Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren
Einzel
Vorlage:TennisGrandSlamResultate-Dameneinzel
Doppel
Vorlage:TennisGrandSlamResultate-Damendoppel
Mixed
Vorlage:TennisGrandSlamResultate-Mixed
Persönliches
Swonarjowa studierte neben ihrer Tenniskarriere in Moskau Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums und schloss das Studium nach sechs Jahren während ihrer verletzungsbedingten Auszeit im Sommer 2013 mit dem Mastergrad ab.<ref>Zvonareva Graduates In Moscow. In: wtatennis.com. 10. Juli 2013, abgerufen am 25. Oktober 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach dem vorläufigen Ende ihrer aktiven Karriere hat Swonarjowa geheiratet, 2016 wurde sie Mutter. Bei den US Open im selben Jahr arbeitete sie für Eurosport am Mikrofon.<ref name="tennisnet.com" />
Weltranglistenposition am Jahresende
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einzel | 357 | 365 | 45 | 13 | 11 | 42 | 24 | 23 | 7 | 9 | 2 | 7 | 98 | - | 251 | 182 | - | 204 | 123 | 141 | 163 | 87 | 273 | 256 |
| Doppel | - | 539 | 387 | 73 | 15 | 10 | 18 | 72 | 48 | 58 | 33 | 83 | 33 | - | 345 | 174 | - | - | 56 | 71 | 40 | 53 | 31 | 9 |
Weblinks
- WTA-Profil von Wera Igorewna Swonarjowa (englisch)
- ITF-Profil von Wera Swonarjowa (englisch)
- Billie-Jean-King-Cup-Statistik von Wera Swonarjowa (englisch)
- Website von Wera Swonarjowa (russisch, englisch)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Swonarjowa, Wera Igorewna |
| ALTERNATIVNAMEN | Звонарёва, Вера Игоревна; Zvonareva, Vera |
| KURZBESCHREIBUNG | russische Tennisspielerin |
| GEBURTSDATUM | 7. September 1984 |
| GEBURTSORT | Moskau, Russische SFSR, Sowjetunion |