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Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung

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Die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), UNCED, auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ‚Erdgipfel‘ oder auch „Rio-Konferenz“) fand vom 3. bis 14. Juni 1992 im brasilianischen Rio de Janeiro statt. Sie gilt als Meilenstein für die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen und war seit der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen in Stockholm 1972 die erste größere internationale Konferenz, die Umweltfragen in einem globalen Rahmen diskutierte.

Auch bezüglich der Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen an internationalen Prozessen setzte der Erdgipfel neue Maßstäbe. Insgesamt 2.400 Vertreter von nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) nahmen an der Konferenz teil, weitere 17.000 Menschen beteiligten sich am parallel stattfindenden NGO-Forum.

Im Vorfeld der Konferenz verständigten sich die Vertragsstaaten des Antarktis-Vertrags auf ein Bergbauverbot, was eine beginnende Abkehr vom kurz zuvor verabschiedeten Abkommen CRAMRA darstellte, in der Angst, dass die Vereinten Nationen bei der Konferenz ansonsten ein Regelungsregime für die Antarktis erlassen könnten. Die Entscheidung führte später zur Verabschiedung des Umweltschutzprotokolls zum Antarktis-Vertrag.<ref name=":268">Jörn Axel Kämmerer: Die Antarktis in der Raum- und Umweltschutzordnung des Völkerrechts. Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-08159-5, S. 56–57.</ref>

Wichtige Ergebnisse der UNCED sind die Agenda 21,<ref>Un.org: AGENDA 21 (359 Seiten, 3,3 MB, 5. Juni 2022)</ref> die Biodiversitätskonvention, die Forest Principles (‚Waldgrundsatzerklärung‘), die Klimarahmenkonvention sowie die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung;<ref>UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (Rio-Konferenz 1992). Abgerufen am 5. Juni 2022.</ref> außerdem wurde hier der Grundstein für das dann zwei Jahre später im Juni 1994 in Paris unterschriebene Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung gelegt (-> Desertifikationsbekämpfung auf der Rio-Konferenz).

Im Nachfolgeprozess der Rio-Konferenz wurde die Kommission für Nachhaltige Entwicklung (Commission on Sustainable Development, CSD) gegründet, die den Umsetzungsprozess der Konferenzergebnisse überwacht.

Als Nachfolgekonferenzen fanden 1997 die Konferenz Rio+5 in New York und 2002 der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg statt. Vom 20. bis 22. Juni 2012 fand mit Rio+20 erneut ein Gipfeltreffen in Brasilien statt, das unter dem Titel Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung lief.

Ein Ereignis auf der Konferenz war 1992 auch die Rede der zwölfjährigen Severn Suzuki vor dem Gremium, in der sie versuchte, die Bedeutung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Welt für die Entwicklung der Kinder ihrer Generation herauszustellen.<ref>Severn Suzuki - Das Mädchen, das die Welt zum Schweigen brachte (UN Weltklimagipfel Rio 1992) auf YouTube, vom 17. Januar 2015</ref><ref>Severn Suzuki UN Konferenz über Umwelt und Entwicklung Rio 1992 – German Deutsch Audio auf YouTube, vom 22. September 2014</ref><ref>Cesil Fernandes: „Das Mädchen von Rio“ blickt zurück. In: Deutsche Welle. 20. Juni 2012, abgerufen am 5. September 2016.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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