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Aachener Stiftung Kathy Beys

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Die Aachener Stiftung Kathy Beys ist eine Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Aachen. Ziel der Umweltstiftung ist es, der Gesellschaft Denkanstöße und Handlungsoptionen für eine lebenswerte Zukunft aufzuzeigen.<ref>Regionalität & Nachhaltigkeit. Strategie & Taktik. 25 Jahre Aachener Stiftung</ref>

Geschichte

Die Stiftung wurde im Jahr 1988 gegründet und trug zunächst den Namen „Mensch und Natur“. Kathy Beys-Baldin (1949–1995), Tochter der Aachener Unternehmerfamilie Martini-Sommer, legte zusammen mit ihrem Mann Stephan Baldin den finanziellen Grundstein für die Stiftung. Nach dem Tod von Kathy Beys-Baldin erhielt die Stiftung deren Namen, sie wurde seitdem von Stephan Baldin<ref>Kuratorium - Aachener Stiftung Kathy Beys. Abgerufen am 31. Januar 2019.</ref> weitergeführt. Wesentliche Anregungen für das Thema Ressourcenproduktivität kamen von der ehemaligen Lokalpolitikerin Stephanie Weis-Gerhardt, die 1995 – 2008 ehrenamtlich für die Stiftung tätig war. Bis 2016 war die Stiftung mit eigenen Projekten ausschließlich operativ tätig, seit 2017 als Förderstiftung<ref>Aachener Stiftung Kathy Beys, 2018: Die Stiftung - Aachener Stiftung Kathy Beys. Abgerufen am 28. August 2018.</ref>. Mit dem Wechsel von Stephan Baldin in das Kuratorium der Stiftung wurde im Jahr 2019 Ruth Malangré-Baldin<ref>Vorstand: Ruth Malangré-Baldin. Abgerufen am 31. Januar 2019.</ref> Vorstand der Stiftung.

Ziele und Aktivitäten

Die Projekte der Jahre 1995 – 2016 nahmen die Schnittstelle von Ökonomie und Ökologie in den Blick.<ref>"Große Chancen mit Ressourcenproduktivität", in: ÖkologischesWirtschaften, Nr. 4, 2005</ref> Durch Beauftragung von Studien, die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Argumentationspapieren<ref>Factsheet "Measuring Resource Extraction"</ref> und die Veranstaltung von Parlamentarischen Abenden<ref>Parlamentarische Abende</ref> wurden Experten und Allgemeinheit informiert. Die Stiftung wurde auch selber als Expertin für Stellungnahmen angefragt.<ref>Z.B. zum Thema <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Emissionsrechtehandel (Memento vom 12. November 2011 im Internet Archive)</ref> Ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit war die Begleitung nachhaltiger Regionalentwicklung.

In Pilotprojekten erprobte die Stiftung mit Partnern seit 2011 einen neuen Weg jenseits der bloßen Einsparung von Heizenergie<ref>Städte besser für die Zukunft rüsten. In: Salzburger Nachrichten. 23. Dezember 2013, abgerufen am 1. Oktober 2018.</ref>. In zwei Siedlungen in Inden und Eschweiler wurden Gebäude errichtet, die gegenüber dem Energiestandard KfW 55 mindestens die Hälfte an Ressourcen einsparen.<ref>Strukturentwicklung Indeland. Abschlussdokumentation. Entwicklungsgesellschaft Indeland:, S. 53 – 62, abgerufen am 1. Oktober 2018.</ref><ref>Faktor X, Grundlage für Bauherren, Architekten und Planer. In: www.inden-seeviertel.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. August 2017; abgerufen am 21. März 2024.</ref><ref>"Neue Höfe Dürwiß": Einzigartiges Bauvorhaben nimmt Gestalt an. In: Aachener Zeitung. 10. Juni 2016, abgerufen am 1. Oktober 2018.</ref>

2010 – 2013 arbeitete die Stiftung zusammen mit der Städteregion Aachen an einem Projekt über die Zukunft dieser Region. Das wichtigste Instrument war dabei die Szenariotechnik, ein Kommunikationsprozess unter Einbeziehung der Bürger vor Ort.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zukunftsprogramm der StädteRegion Aachen (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

1999 – 2016 begleitete die Stiftung den Prozess rund um den Braunkohletagebau Inden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 23. März 2011 im Internet Archive). Abgerufen am 7. April 2024.</ref> In dem Projekt „Indeland 2050“ wurden in den Jahren 2008–2009 Visionen für dieses Gebiet erarbeitet und veröffentlicht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aachener Nachrichten, 27. Mai 2009 (Memento vom 23. Juli 2015 im Internet Archive). Abgerufen am 7. April 2024.</ref>

In den Jahren 2000 bis 2005 organisierte die Stiftung vier „Aachener Foren“ mit bekannten Vertretern der Nachhaltigkeitsdiskussion rund um das Thema Ressourcenproduktivität.<ref> Es informierten dort z. B. Dennis Meadows, Friedrich Schmidt-Bleek, Franz Josef Radermacher, Fritz Vahrenholt und Mathis Wackernagel</ref>

Internetportale

Um die Ideen der Stiftung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, betreibt die Stiftung verschiedene Informationsportale im Internet:

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />