Mettensau
Als Mettensau oder auch Weihnachter<ref>Theaterstück Der Weihnachter</ref> wurde in der bäuerlichen Tradition ein Schlachtschwein bezeichnet, das in der Vorweihnachtszeit besonders nahrhaft gemästet, am Thomastag (21. Dezember) geschlachtet und nach der Christmette am 24. Dezember als Schweinebraten verspeist wurde.
Beschreibung
Die Adventszeit stellte ursprünglich in der katholischen Kirche nach der Martinsgans am 11. November bis einschließlich des 24. Dezember eine strenge Fastenzeit mit dem darin enthaltenen Fleischverbot dar. Selbst am Heiligen Abend war demzufolge nur Fisch erlaubt. Daraus entwickelte sich die Tradition des Weihnachtskarpfens.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Traditionelles Essen in der Weihnachtszeit ( des Vorlage:IconExternal vom 28. Januar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Der Schweinebraten, entweder direkt im Anschluss an den Besuch der Christmette oder am darauffolgenden 1. Weihnachtsfeiertag, stellte für die Gläubigen ein Festessen nach wochenlangem Fasten im Ablauf des Kirchenjahrs dar.<ref>Die Tiroler "Mettensau" oder vom Weihnachtlichen Schweinebraten (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Mediale Rezeption
Der Münchner Autor Gerhard Loew verfasste ein Theaterstück mit dem Titel Da Weihnachter. In dieser, in bairischer Mundart abgefassten, Komödie werden die Geschehnisse am traditionellen Tag der Hausschlachtung der Mettensau dargestellt. Am Gedenktag des Heiligen Thomas (21. Dezember) sollen die potenziellen Erben den Bauern bei den Arbeiten im Zusammenhang mit der Schlachtung des Schweines unterstützen.<ref>www.theatertexte.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Literatur
- Georg Lohmeier, Mettensau oder warum den Alten früher die Feiertage nicht langweilig geworden sind, 26. Dezember 1979, Sonntagssendung des Bayerischen Rundfunks<ref>Archiv des Bayerischen Rundfunks (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Quellen
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