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Weißkopf-Dampfschiffente

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Weißkopf-Dampfschiffente
Datei:Tachyeres leucocephalus 27199396.jpg

Weißkopf-Dampfschiffente (Tachyeres leucocephalus)

Systematik
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Anatinae
Tribus: Schwimmenten (Anatini)
Gattung: Dampfschiffenten (Tachyeres)
Art: Weißkopf-Dampfschiffente
Wissenschaftlicher Name
Tachyeres leucocephalus
Humphrey & Thompson, 1981

Die Weißkopf-Dampfschiffente (Tachyeres leucocephalus) ist eine flugunfähige Vogelart aus der Familie der Entenvögel (Anatidae) und gehört hier zur Tribus der Schwimmenten (Anatini). Die Art wurde erst 1981 und somit als vorletzte der fünf Arten der Dampfschiffenten wissenschaftlich beschrieben.

Vorkommen

Datei:Tachyeres leucocephalus 253320674.jpg
Zwei Weißkopf-Dampfschiffenten an Land
Datei:Tachyeres leucocephalus map.svg
Verbreitungsgebiet der Weißkopf-Dampfschiffente (grün)

Die Weißkopf-Dampfschiffente lebt endemisch an der Südküste der Provinz Chubut in Argentinien. Sie ist ganzjährig auf dem Meer anzutreffen und brütet auf der Küste vorgelagerten, unzugänglichen Inseln. Außerhalb der Brutsaison unternimmt die Art Kurzstreckenwanderungen und wird dann auch an der nördlichen Küste der Provinz Santa Cruz gesichtet.

Aussehen

Die Weißkopf-Dampfschiffente erreicht eine Körperlänge von 61 bis 74 cm und ein Gewicht von 2,95 bis 3,8 kg. Das Männchen weist ein im Gegensatz zu den anderen Arten der Dampfschiffenten sehr helles Gefieder am Kopf auf. Der Körper ist im Kontrast dazu dunkel befiedert, lediglich der Bauch ist weiß, die Schwingen weisen einen weißen Spiegel auf. Das Weibchen ist am Kopf dunkelbraun befiedert, ein schmaler weißer Strich verläuft halbmondförmig vom Auge entlang des Halses bis zur Brust.

Lebensweise

Die Brut findet zwischen Oktober und Februar, also im Frühling und Sommer der Südhalbkugel statt. In der Regel brütet die Art in Einzelpaaren, obgleich es auf einigen vorgelagerten Inseln auch Brutkolonien gibt. Das Nest findet sich stets in der Nähe des Wassers und wird bevorzugt im Schutz von dichter Vegetation angelegt.

Nahrung wird vor allem in Form von marinen Crustaceen und Mollusken aufgenommen, welche fast ausnahmslos tauchend erbeutet werden.

Quellen

  • Josep del Hoyo, Andrew Elliott, Jordi Sargatal: Handbook of the Birds of the World. Volume 1: Ostrich to Ducks. Lynx Edicions, Barcelona 1992, ISBN 84-87334-10-5.

Weblinks