Weißköpfchen
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| Weißköpfchen | ||||||||||||
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| Datei:Whitehead-Roger-South.jpg
Weißköpfchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mohoua albicilla | ||||||||||||
| (Lesson, 1830) |
Das Weißköpfchen (Mohoua albicilla) ist ein kleiner, in Neuseeland endemischer Sperlingsvogel.
Beschreibung
Weißköpfchen haben eine Länge von 15 cm. Die Männchen haben ein Gewicht von 18,5 g, die Weibchen 14,5 g.<ref name="FGB">Barrie Heather and Hugh Robertson, "The Field Guide to the Birds of New Zealand" (revised edition), Viking 2005.</ref> Die Rumpfoberseite, Schwingen und Schwanz des Männchens sind hellbraun, Kopf und Unterseite sind weiß, der Kopf nahezu reinweiß – daher der Name. Weibchen und die Jungvögel haben eine ähnliche Färbung, aber Nacken und Kopfoberseite sind braun getönt.<ref name="FGB" /><ref name="NGBNZ">R.A Falla, R.B. Sibson and E.G. Turbott, " The new guide to the Birds of New Zealand", Collins, 1979.</ref> Schnabel und Augen sind schwarz, auch die Füße und die langen Beine sind dunkel gefärbt.<ref name="Leuschner">N. Leuschner Whitehead. 2013. In Miskelly, C.M. (ed.) New Zealand Birds Online. (Online)</ref>
Verbreitung und Lebensraum
Die Art ist ein Endemit der Nordinsel Neuseelands und mehrerer vorgelagerter Inseln. Unter diesen Inseln sind {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), wo es der häufigste Waldvogel ist,<ref name="GG">B.J. Bill, Ian G. Maclean: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1986, Band 13, S. 267–271.</ref> Great Barrier Island und Kapiti Island.<ref name="BNZ" />
Die früher auf der Nordinsel weit verbreitete Art erlebte in den letzten zwei Jahrhunderten einen deutlichen Rückgang und ist heute auf einen kleinen Teil des ursprünglichen Verbreitungsgebietes beschränkt. Sie wurde im Rahmen einer Kampagne zur Erhaltung der Art in Reservaten nahe Auckland und Wellington wieder angesiedelt. Gründe für den Rückgang liegen besonders in menschlichen Einflüssen.
Weißköpfchen leben in den wenigen größeren Flächen von altem Buschwerk und heimischem Wald, die auf der Nordinsel verblieben sind, haben aber auch ihre Anpassungsfähigkeit bewiesen, indem sie besonders auf dem Volcanic Plateau Populationen in Neuseeland nicht heimischen Kiefernwäldern bilden.<ref name="FGB" /><ref name="NGBNZ" />
Lebensweise
Weißköpfchen bewegen sich schnell durch die Baumkronen, sind aber eher zurückhaltende Flieger.<ref name="Leuschner" /> Bei Bedrohung bilden sich oft kleine Schwärme aus mehreren Familiengruppen.<ref name="FGB" />
Ernährung
Das Weißköpfchen ernährt sich hauptsächlich von auf Bäumen lebenden Kleintieren.<ref>John Dawson and Rob Lucas,"The Nature Guide to the New Zealand Forest", Godwit, 2000.</ref> Dazu gehören Spinnen, Schmetterlinge, Raupen und Käfer,<ref name="FGB" /> die von Baumstümpfen, Blättern und Zweigen in den Baumkronen und darunter gesammelt werden. Nur selten ist die Art auf dem Waldboden anzutreffen.<ref name="NGBNZ" /><ref name="BNZ">Chloe Talbot Kelly," Collins handguide to the Birds of New Zealand", Collins, 1982.</ref> Sie ergänzen ihre Insektenkost mit Früchten von heimischen Pflanzen wie Mahoe und Matipo. Wie die Gelbköpfchen hängen sie beim Fressen oft kopfüber von Zweigen. Weißköpfchen bilden oft mit anderen Arten wie Tieke, Kākāriki und Graumantelbrillenvogel gemischte Schwärme, um die von diesen Vögeln aufgestöberten Insekten zu fangen.<ref name="FGB" />
Fortpflanzung
Weißköpfchen bauen ein schalenförmiges Nest in 1 bis 15 m Höhe über dem Boden in Baumkronen oder tiefer gelegenen kleineren Bäumen und Sträuchern.<ref name="FGB" /> Zwei bis vier Eier werden etwa 18 Tage bebrütet. Die Jungen werden von beiden Eltern gefüttert und sind nach 16–19 Tagen flügge.<ref name="NGBNZ" /> Im November und Dezember tritt der Langschwanzkoel (Eudynamys taitensis) oft als Brutparasit auf, indem er die Eier aus dem Nest wirft und ein einzelnes Ei in das Nest legt.<ref name="HCNZB">F. C. Kinsky, C. J. R. Robertson, illustrated by Janet Marshall, " Handbook of common birds of New Zealand", Reed Methuen, 1987.</ref><ref name="WNZB">Andrew Crowe, illustrated by David Gunson, "Which New Zealand bird?", Penguin, 2001.</ref>
Systematik
Das Weißköpfchen bildet zusammen mit dem Gelbköpfchen (M. ochrocephala) und dem Braunköpfchen (M. novaeseelandiae) die in Neuseeland endemische Singvogelgattung Mohoua. Seit 2013 wird die Gattung in die neue monotypische<ref name="IOC">Frank Gill, David Donsker: IOC World Bird List v 3.5 (Online)</ref> Familie Mohouidae<ref name="Aidala_et_al">Zachary Aidala et al.: Phylogenetic relationships of the genus Mohoua, endemic hosts of New Zealand’s obligate brood parasitic Long-tailed Cuckoo (Eudynamys taitensis). In: Journal of Ornithology. 154.4, 2013, S. 1127–1133. (Online)</ref> gestellt. Die Verbreitung des Weißköpfchens und des Gelbköpfchens sind allopatrisch, wobei umstritten ist, ob das Gelbköpfchen tatsächlich nur auf die Südinsel beschränkt ist.
Etymologie und Forschungsgeschichte
René Primevère Lesson beschrieb das Weißköpfchen als „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ und verlieh ihm den wissenschaftlichen Namen Fringilla albicilla. Das Typusexemplar stammte von der Bay of Islands in Neuseeland.<ref name="lesson662">René Primevère Lesson, S. 662f.</ref>
Der Begriff »Mohoua« (auch Mohua, Mohuahua oder Momohua) bedeutet in der Sprache der Māori »Gelbkopf«, da der Gattungsname ursprünglich für das Gelbköpfchen eingeführt wurde.<ref name="jobling258">James A. Jobling, S. 258.</ref> Das Artepitheton »albicilla« setzt sich aus den lateinischen Worten »albus« für »weiß« und »capillus« für »Kopfhaar« zusammen.<ref name="jobling38">James A. Jobling, S. 38.</ref>
Literatur
- Zachary Aidala, Nicola Chong, Michael G. Anderson, Luis Ortiz-Catedral, Ian G. Jamieson, James V. Briskie, Phillip Cassey, Brian J. Gill & Mark E. Hauber: Phylogenetic relationships of the genus Mohoua, endemic hosts of New Zealand’s obligate brood parasitic Long-tailed Cuckoo (Eudynamys taitensis). In: Journal of Ornithology. Band 154, Nr. 4, 2013, S. 1127–1133, doi:10.1007/s10336-013-0978-8.
- James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
- René Primevère Lesson: Voyage autour du monde exécuté par Ordre du Roi, sur la Corvette de Sa Majesté, La Coquille pendant les années 1822, 1823, 1824 et 1825. Band 1, Nr. 2. Arthus-Bertrand, Paris 1830 (online [abgerufen am 6. Dezember 2013]).
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- BirdLife International: Species Factsheet – Whitehead (Mohoua albicilla)
- Vorlage:EBird.org
- Weißköpfchen (Mohoua albicilla) bei Avibase
- Mohoua albicilla im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Weißköpfchen (Mohoua albicilla)
- Whitehead (Mohoua albicilla) in der Encyclopedia of Life. (englisch).