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Weißbauch-Waldsänger

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Weißbauch-Waldsänger
Datei:White-bellied Warbler.jpg

Weißbauch-Waldsänger (Basileuterus culicivorus hypoleucus)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Waldsänger (Parulidae)
Gattung: Basileuterus
Art: Weißbauch-Waldsänger
Wissenschaftlicher Name
Basileuterus culicivorus hypoleucus
Bonaparte, 1850

Der Weißbauch-Waldsänger (Basileuterus culicivorus hypoleucus)<ref>Treat Basileuterus hypoleucus as conspecific with Basileuterus culicivorus</ref> ist ein kleiner Singvogel aus der Familie der Waldsänger (Parulidae).

Merkmale

Weißbauch-Waldsänger erreichen eine Körperlänge von 12,5 Zentimetern und wiegen um die 9,5 Gramm. Die Flügellänge beträgt beim Männchen 5,8 bis 6,1 Zentimeter, beim Weibchen 5,5 Zentimeter. Adulte Weißbauch-Waldsänger und Jungvögel ab dem ersten Jahr haben einen orange-roten Scheitelstreifen mit grauen Spitzen, schwarze Scheitelseitenstreifen, weiße breite Superciliarstreifen, die ab dem hinteren Augenbereich grauer gefärbt sind und bis zum Nacken verlaufen und einen schwarzen Augenstrich, der ebenfalls bis zum Nacken reicht. Der Wangenbereich ist grau; das Kehlgefieder weiß. Das Oberseitengefieder ist olivgrün bis olivgrau; das Unterseitengefieder weißlich, mit verwaschenen olivgrauen Flanken.

Vorkommen

Datei:Basileuterus hypoleucus map.svg
Verbreitungsgebiet des Weißbauch-Waldsängers

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Brasilien (São Paulo; Minas Gerais) über nordöstliches Paraguay (Río Apa; Puerto Pinasco) bis südöstliches Bolivien. Sie bewohnen paarweise oder in kleinen Gruppen Uferwälder, trockene laubwechselnde Wälder in niedergelegenen Regionen oder auch offene Landschaften mit viel Baumbestand sowie dichtes Gestrüpp an Waldrändern, gewöhnlich unterhalb einer Höhe von 1000 Metern. Sie ernähren sich überwiegend von Insekten und suchen ihre Beutetiere in den unteren Bereichen und im Unterholz. Über das Brutverhalten gibt es keine Informationen. Im Bundesstaat Minas Gerais von Brasilien kommt es manchmal zu Hybridisierung mit dem Goldhähnchen-Waldsänger (Basileuterus culicivorus), dem der Weißbauch-Waldsänger ähnelt.

Von der IUCN werden sie als „nicht gefährdet“ (Least Concern) geführt.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Weißbauch-Waldsängers erfolgte 1850 durch Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte unter dem wissenschaftlichen Namen Basileuterus hypoleucus. Als Verbreitungsgebiet gab er Brasilien an.<ref name="bonaparte313">Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte (1850), S. 313</ref> Bereits 1848 hatte Jean Louis Cabanis die für die Wissenschaft neue Gattung Basileuterus eingeführt.<ref name="cabanis666">Jean Louis Cabanis (1850), S. 666</ref> Dieser Begriff leitet sich von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für König ab.<ref name="cabanis666"/> Der Artname ist ein Wortgebilde aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für darunter, unten und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für weiß.<ref>hypoleucus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann berichtete von gesammelten Exemplaren während der „3. Gran-Chaco-Expedition“ durch Hans Krieg (1888–1970) im Gran Chaco und Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) im Bergland des Río Apa sowie von einem von Alexander Wetmore beschrieben Exemplar vom Puerto Pinasco.<ref name="wetmore368">Alexander Wetmore (1850), S. 368</ref><ref name="laubmann210">Alfred Laubmann (1940), S. 210</ref> Untersuchungen von Sibelle Torres Vilaça und Fabrício Rodrigues Santos zeigen auf, dass der Weißbauch-Waldsänger eine Unterart des Goldhähnchen-Waldsängers (Basileuterus culicivorus hypoleucus) ist.<ref name="torres587">Sibelle Torres Vilaça u. a. (2010), S. 585–597</ref>

Quellen

Literatur

  • Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: Conspectus generum avium. Band 1. E. J. Brill, Leiden 1850 (biodiversitylibrary.org).
  • Jean Louis Cabanis: Reisen in Britisch-Guiana in den Jahren 1840–1844 : nebst einer Fauna und Flora Guiana's nach Vorlagen von Johannes Müller, Ehrenberg, Erichson, Klotzsch, Troschel, Cabanis und Andern. Band 3. J. J. Weber, Leipzig 1848 (biodiversitylibrary.org).
  • Jon Curson, David Quinn, David Beadle: New World Warblers. Helm, London 1994, ISBN 0-7136-3932-6, S. 86 & 219.
  • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 2. Strecker und Schröder, Stuttgart 1940, S. 210 (google.de).
  • Alexander Wetmore: Observations on the birds of Argentina, Paraguay, Uruguay, and Chile. In: Bulletin of the United States National Museum. Nr. 133, 1926, S. 1–448 (biodiversitylibrary.org).
  • Sibelle Torres Vilaça, Fabrício Rodrigues Santos: Biogeographic history of the species complex Basileuterus culicivorus (Aves, Parulidae) in the Neotropics. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. Band 57, Nr. 2, 2010, S. 585–597, doi:10.1016/j.ympev.2010.07.010.

Weblinks

Einzelnachweise

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