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Wassili Jegorowitsch Afonin

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Wassili Jegorowitsch Afonin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 3. September 1939 in Schirnowka, Oblast Nowosibirsk, Sowjetunion; † 8. Dezember 2021 in Tomsk<ref>Biografie. In: tomsk.ru. Abgerufen am 7. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein sowjetisch-russischer Schriftsteller.<ref name="livelib">Wassili Afonin. In: livelib.ru. 2021; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er stammte aus einer Bauernfamilie und seine Werke handeln oft vom Leben und den Menschen im Dorf und ihren Problemen. Ab den 1970er Jahren spielen seine Geschichten auch in der Stadt und drehen sich um Städter.

Leben und Werk

Mit 15 ging Wassili Afonin von der Schule ab und arbeitete unter anderem als Mechaniker, Elektriker, Stauer und Viehhirt. 1966 schloss er die zehnjährige Oberschule ab.<ref name="livelib" /> Er studierte in Odessa Jura und hatte 1971 wegen einer fünfzehnminütigen Rede zur Unterstützung Solschenizyns Schwierigkeiten, sein Studium abzuschließen.<ref>Wolfgang Kasack: Lexikon der russischen Literatur ab 1917. Stuttgart 1976</ref> Als in der Universitätsbibliothek dessen Schrift Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch ausgesondert und zerrissen wurde, versteckte Afonin ein Exemplar unter seiner Matratze im Studentenwohnheim. Er wurde denunziert und das Buch wurde bei einer Durchsuchung gefunden.<ref name="litros">Dmitri Tschorny: Warum der Schriftsteller Wassili Afonin dem Tomsker Gouverneur Viktor Kress den Krieg erklärte. In: Literaturnaja Rossija Nr. 26. 1. Juli 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. April 2014; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Afonin absolvierte Kurse am Maxim-Gorki-Literaturinstitut und arbeitete als Lehrer, Journalist und Bibliothekar. Seine ersten literarischen Werke veröffentlichte er ab 1972: u. a. die Erzählung W tom kraju, ein Stück Dorfprosa, das ein Kritiker als „starke, klare Stimme“ („крепкий, чистый голос“) beurteilte. Afonin übersiedelte 1974 nach Tomsk im Süden Russlands. 1976 wurde er Mitglied im Schriftstellerverband der UdSSR.<ref name="livelib" />

In seinem bekanntesten Werk Im Moor (1978) erzählt Afonin die Geschichte der beiden Brüder Michail und Semjon im Dorf Jura in Sibirien.<ref name="ruslit"></ref> Während Semjon während des Krieges in Jura blieb, dort Ansehen und eine hohe Stellung gewinnen konnte, war Michail im Krieg und steht ohne Mittel dar. Als Michail zurückkehrt, ist sein Bruder in das Moor gegangen, um Moosbeeren zu sammeln. Auch Michail geht in das Moor. Er findet die Beeren, die sein Bruder nicht fand, weil er sich einen Fuß verstaucht hatte. Es kommt zum Konflikt zwischen den Brüdern – einer von ihnen greift zur Flinte. Mit sparsamsten Mitteln schafft es Afonin, eine Geschichte zu schaffen, die so dicht ist, dass nichts fortgelassen werden kann. Gleichzeitig wird der Leser in eine Geschichte einbezogen, die bei aller Einfachheit komplex ist und vom mitteleuropäischen Städter des 21. Jahrhunderts nachvollzogen wird. Sie ist, so schreibt der Literaturexperte Wolfgang Kasack, somit „allgemeingültig“.<ref name="ruslit" />

Werke

  • W tom kraju ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Am Ende), Наш современник (Unsere Moderne) 1972, 11.
  • Posledniaia osen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Letzten Herbst: Erzählungen), Moskau, Современник (Zeitgenössischer Verlag), 1976.
  • Na bolotach ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Im Moor) Юность (Jugend), 1978, Nr. 7.
  • Kljukwa jagoda ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Moosbeeren – Romane und Erzählungen), Moskau, Молодая гвардия (Die Junge Garde), 1979.
  • Tjotja Fenja ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Tante Fenja) Дружба народов (Völkerfreundschaft) 1979, Nr. 12.
  • Igra w laptu – Rasskazy ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Das Spiel der Allrounder – Erzählungen), Moskau, (Verlag Sowjetischer Schriftsteller), 1981.
  • Pisma is Jurgi – povesti ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Briefe von Jurga), Moskau, 1984.
  • Wetschera – rasskasy i powesti ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Abende – Erzählungen und Kurzgeschichten), Moskau, Современник (Zeitgenössischer Verlag), 1984.
  • Polenniza – rasskasy ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Holzstapel – Erzählungen), Tomsk, Мосэнерго (Mosenergo), 1985.
  • Tschistye plësy – powesti i rasskasy ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Nicht erreicht – Romane und Kurzgeschichten), Moskau, Молодая гвардия (Die Junge Garde), 1986.
  • Podsolnukchi – povwesti, rasskasy ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Sonnenblumen – Romane und Kurzgeschichten), Moskau, Советский Писатель (Verlag Sowjetischer Schriftsteller) 1989.
  • Poka tekut reki – chronika sibirskoi schizsni ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Solange die Flüsse fließen: Chronik sibirischen Lebens), Tomsk, 1998.
  • Odnaschdy Nawsegda ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Einmal für immer, Roman), 1999.
  • Dom na cholme ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (Das Haus auf dem Hügel – Erzählungen), Tomsk, Красное знамя (Rote Fahne), 2002.
  • Im Moor. Aus dem Russischen von Wolfgang Kasack. Edition Suhrkamp Neue Folge 96, Frankfurt am Main, 1979, ISBN 3-518-11096-9.
  • Abschied der Slawin. In: Sowjetliteratur 1990, S. 3–19.
  • Studie mit Vogel. In: Weiße Städte. Sibirische Erzählungen der Gegenwart. Hrsg. und Nachwort von Rosemarie Tietze 1991, S. 77–82.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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