Zum Inhalt springen

Warlubie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Ort in Polen

Warlubie (Vorlage:DeS Warlubien, 1942–1945 Warlieb) ist ein Dorf im Powiat Świecki der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen. Es ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde mit etwa 6500 Einwohnern.

Datei:Warlubie church.jpg
Kirche des Dorfs

Geographische Lage

Die Ortschaft liegt im historischen Westpreußen, etwa neun Kilometer südwestlich von Nowe (Neuenburg), 23 Kilometer nordöstlich von Świecie (Schwetz) und 62 Kilometer nördlich von Toruń (Thorn).

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1277 als Warlubie aus einem Privileg des Herzogs von Pomerellen Mestwin II.<ref name="gmina-Historia" /> 1309 bis 1466 gehörte der Ort zum Herrschaftsbereich des Deutschen Ordens, anschließend war er Teil Polens.<ref name="gmina-Historia" /> Um das Jahr 1820 hatte die Ortschaft etwa 380 Einwohner.<ref name="Mützell" />

Im Jahr 1920 musste der Ort als Folge des Versailler Vertrages an das wiedererrichtete Polen abgetreten werden. Im September 1939 wurde der Ort von deutschen Truppen besetzt. Unter dem Namen Warlieb gehörte der Ort bis 1945 zum Landkreis Schwetz (Weichsel), Provinz Danzig-Westpreußen, im Regierungsbezirk Marienwerder. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Warlubien als Warlubie an Polen restituiert, zu dem es völkerrechtlich seit 1920 gehört.

Demographie

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1773 169 katholische Bewohner<ref>Richard Wegner, Hans Maercker: Ein Pommersches Herzogthum und eine Deutsche Ordens-Komthurei. Kulturgeschichte des Schwetzer Kreises, nach archivalischen und anderen Quellen bearbeitet. Band II, Theil II: Spezielle Ortgeschichte. In: Zeitschrift des Westpreussischen Geschichtsvereins, Heft XIX, Th Bertling, Danzig 1888, S. 341–342 (Digitalisat).</ref>
1818 379 <ref name="Mützell">Vorlage:Wörterbuch Preußischer Staat</ref>
1852 1013 <ref>Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 658.</ref>
1864 1315 davon 410 Evangelische und 881 Katholiken<ref>Emil Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder. Danzig 1868, S. 172–173, Ziffer 411.</ref>
1871 1400 <ref>Gustav Neumann: Geographie des Preußischen Staats. 2. Auflage, Band 2, Berlin 1874, S. 54–55, Ziffer 9.</ref>
1910 1963 am 1. Dezember, davon 444 Evangelische, 1399 Katholiken, neun Juden, ein Sonstiger (551 mit deutscher und 1302 mit polnischer Muttersprache, 110 Einwohner sprechen Deutsch und eine andere Sprache)<ref>Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Heft III: Regierungsbezirk Marienwerder, S. 62–63, Ziffer 146: Warlubien</ref>

Gemeinde

Zur Landgemeinde (gmina wiejska) Warlubie gehören neun Dörfer mit Schulzenämtern sowie weitere kleinere Ortschaften. Vorlage:Hauptartikel

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="gmina-Historia"> Website der Gemeinde, Historia, abgerufen am 10. Februar 2013 </ref> </references>

Vorlage:Normdaten