Walter Lichtenberger (Politiker)
Walter Lichtenberger (* 31. März 1906 in Idar; † 28. August 2000 in Idar-Oberstein) war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU).
Leben und Beruf
Lichtenberger besuchte die Volksschule und die Oberrealschule in Idar-Oberstein, die er 1925 mit dem Abitur abschloss. Nach diesem studierte er Rechtswissenschaften in Tübingen, München und Bonn. Er bestand 1928 das erste juristische Staatsexamen und absolvierte anschließend das Referendariat bei Gerichten, Verwaltungsbehörden und einem Rechtsanwalt. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen und der Promotion zum Dr. jur. arbeitete er von 1932 bis 1940 als Rechtsanwalt in Idar-Oberstein. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Soldat vor allem an der Ostfront, zum Ende des Kriegs geriet er in französische Gefangenschaft. 1945 nahm er seine Anwaltstätigkeit wieder auf, seit 1949 auch als Notar. 1976 ging er in den Ruhestand.
Partei
Nach 1945 war Lichtenberger Gründungsmitglied der Christlich Demokratischen Partei (CDP) in Idar-Oberstein, aus der später der Landesverband der CDU Rheinland-Pfalz hervorging. Er war Vorsitzender der CDU in Idar-Oberstein sowie des CDU-Kreisverbandes Birkenfeld.
Abgeordneter
Lichtenberger war 1946/47 zunächst Mitglied der Beratenden Landesversammlung und von 1947 bis 1955 dann Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtages. Hier war er von 1947 bis 1951 Vorsitzender des Rechts- und Geschäftsordnungsausschusses. Außerdem war er Mitglied des Stadtrats von Idar-Oberstein. 1954 gehörte er der 2. Bundesversammlung an, welche Theodor Heuss erneut zum Bundespräsidenten wählte.
2000 war er der letzte lebende Abgeordnete der Beratenden Landesversammlung.
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lichtenberger, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und Politiker (CDU), MdL |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1906 |
| GEBURTSORT | Idar |
| STERBEDATUM | 28. August 2000 |
| STERBEORT | Idar-Oberstein |