Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Walentin Grigorjewitsch Rasputin – Wikipedia Zum Inhalt springen

Walentin Grigorjewitsch Rasputin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Walentin Rasputin)
Datei:Валентин Распутин.jpg
Walentin Rasputin (2011)

Walentin Grigorjewitsch Rasputin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 15. März 1937 in Atalanka bei Ust-Uda, Oblast Irkutsk; † 14. März 2015 in Moskau) war ein russischer Schriftsteller und Umweltaktivist.<ref name="3sat">Interview mit Klaus Bednarz/WDR am 15.06.2004. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. September 2007; abgerufen am 6. Dezember 2007.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.3sat.deValentin Rasputin, einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller der Gegenwart, der am Baikal geboren ist, war der Vorkämpfer der ganzen Umweltbewegung am Baikal. Seinen politischen Kampf, etwa um die Schließung des Papierwerks, hat er aufgegeben, wie er mir sagte. Seiner Meinung nach gibt es offensichtlich politische und wirtschaftliche Kräfte, die stärker sind als die Umweltbewegung.</ref>

Leben

Der Vater Rasputins war Kleinbauer und Holzarbeiter. Von 1954 bis 1959 studierte Rasputin an der historisch-philologischen Fakultät der Universität Irkutsk und war anschließend in Irkutsk und Krasnogorsk bei verschiedenen Zeitungen und Jugendzeitschriften tätig. Dabei lernte er auf seinen Reisen in Sibirien viele Großbaustellen kennen. 1961 veröffentlichte er seine erste Erzählung. 1966 gab er seine journalistische Tätigkeit auf und ließ sich als freier Schriftsteller nieder. Er brachte zahlreiche Romane und mehrere Erzählbände heraus.

Rasputin engagierte sich schon in den 1970er Jahren in der Umweltbewegung zum Schutze seiner sibirischen Heimat, wobei er auch marxistische Klassiker und Beschlüsse des ZK der KPdSU zur Argumentation nutzte.<ref name="Ganz man selbst sein 442">Jewgeni Ossetrow: Ganz man selbst sein. Gespräch mit Valentin Rasputin (aus Kunst und Kultur 5/77). In: Valentin Rasputin: Die letzte Frist/Leb und vergiß nicht. 3. Auflage. Reclam, Leipzig 1990, ISBN 3-379-00561-4, S. 442 f. Vor allem bewegt mich, wie viele anderen auch, das Schicksal des Baikalsees. Schon heute ist Süßwasser die größte Kostbarkeit. ... Dieses Wasser zu bewahren ist unsere größte Aufgabe. Wenn wir damit nicht haushalten, werden uns das die Nachkommen nie verzeihen.</ref> Er wurde 1988 mit dem vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gestifteten Global 500 Award ausgezeichnet. 1993 wurde der Asteroid (4537) Valgrirasp nach ihm benannt.<ref>Minor Planet Circ. 22502</ref>

In den 1990er Jahren engagierte er sich in der kommunistisch-nationalistischen Opposition gegen Jelzins Reformen, indem er z. B. das perestroikakritische Manifest Ein Wort an das Volk unterzeichnete und die Front der Nationalen Rettung unterstützte.

Werk

Valentin Rasputin galt als einer der wichtigsten russischen Schriftsteller der 1970er Jahre. Er wurde zu der sogenannten Dorfliteratur gezählt,<ref name="Ganz man selbst sein">Jewgeni Ossetrow: Ganz man selbst sein. Gespräch mit Valentin Rasputin (aus Kunst und Kultur 5/77). In: Valentin Rasputin: Die letzte Frist/Leb und vergiß nicht. 3. Auflage. Reclam, Leipzig 1990, ISBN 3-379-00561-4, S. 439. Bisweilen werden die Schriftsteller in „Städter“ und „Dörfler“ eingeteilt. Mich zählt man zu den letzteren, obwohl ich schon lange in der Stadt lebe und das Fabrik- wie das Bauernmilieu kenne.</ref> da er als sehr naturverbundener Autor die Grundsatzprobleme an verschiedenen Einzelschicksalen eines Dorfes darstellte.

Mit seinem Roman Abschied von Matjora, der das Versinken seines Heimatdorfes in den Fluten der vom Irkutsker Wasserwerk aufgestauten Angara schildert, erlangte er Weltruhm. In seinen Skizzen über den Baikal erzählt er eine der vielen Legenden über die Entstehung des Sees.

Seit den 1970er Jahren hat sich Valentin Rasputin nicht nur literarisch, sondern auch politisch für die Rettung des Baikalsees engagiert.<ref name="Ballade vom Baikalsee">Klaus Bednarz: Ballade vom Baikalsee. Begegnungen mit Menschen und Landschaften. Bastei Lübbe Tb., Bergisch Gladbach 1998, ISBN 3-404-60485-7, S. 421.</ref>

Werke

  • Harte Gräser der neuen Städte. Skizzen. 1966
  • Das Land direkt neben dem Himmel. Skizzen. 1966
  • Geld für Maria. Novelle 1967. Berlin 1988.
  • Die letzte Frist. Roman 1970. Berlin 1977.
  • Leb und vergiß nicht. Roman 1974. Berlin 1977.
  • Abschied von Matjora. Roman 1976.
  • Natascha. Erzählungen 1982
    • Verlag Volk und Welt, Berlin 1985
    • Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main 1986, ISBN 3-518-37770-1
  • Der Brand. Erzählung. Goldmann, München 1989, ISBN 3-442-09346-5.
  • Wassilij und Wassilissa. Erzählung. Reclam, Stuttgart 1991, ISBN 3-15-008241-2 (deutsch/russisch).
  • Der Junge, der Fluss und der große Wald. Kinderbuch, illustriert von Waltraut Fischer. (Originaltitel: Zemlja rodiny), Kinderbuchverlag, Berlin 2000, ISBN 3-358-02238-2.

Literatur

  • Gerhard Steiner u. a. (Hrsg.): Lexikon fremdsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1980; Band 3, S. 134/135

Weblinks

Commons: Walentin Grigorjewitsch Rasputin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein