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Ach (Inn)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Waldzeller Ache)

Vorlage:Österreichbezogen Vorlage:Infobox Fluss Die Ach, am Unterlauf auch Mühlheimer Ache und am Oberlauf Waldzeller Ache, im gesamten Verlauf gelegentlich auch Pollinger Ache genannt, ist ein ca. 38 km langer Fluss im Innviertel in Oberösterreich, der im Kobernaußerwald entspringt und bei Mühlheim in den Inn mündet.

Verlauf

Die Ach entspringt am nördlichen Abhang des Kobernaußerwaldes im Gemeindegebiet von Waldzell an der Wasserscheide zur Fornacher Redl in rund 670 m Höhe in den sogenannten "Finsteren Gräben" südlich von Schratteneck.<ref name="doris"/><ref>Nach anderer Ansicht ist die Quelle des Ertlmooser Bacherls (Vorlage:Coordinate) als Ursprung der Ach anzusehen. – Reinhard Burgstaller: Wikipedia korrigiert: Ach entspringt nicht in Redleiten. In: Oberösterreichische Nachrichten, 9. April 2016</ref> Sie fließt zunächst nach Norden und ab Magetsham (Gemeinde Lohnsburg) relativ geradlinig Richtung Nordwesten. Nach rund 38 Kilometern mündet sie nordwestlich von Mühlheim in den Inn. Auf den ersten zwei Kilometern beträgt das Gefälle 4 %, danach verflacht es zunehmend und beträgt im Mittellauf 7,8 ‰ und im Unterlauf 4,3 ‰. Über die gesamte Länge weist die Ach ein durchschnittliches Gefälle von 8,5 ‰ auf.

Orte

Wichtigster Ort am Fluss ist Altheim, daneben sind – flussaufwärts – Polling im Innkreis, Kirchheim im Innkreis, Lohnsburg und Waldzell zu nennen. Der größte Teil des Einzugsgebietes (315 km²) gehört zum Bezirk Braunau, der östliche Teil im Bereich der Gemeinden Waldzell, Mettmach und Kirchheim gehört zum Bezirk Ried.

Nebenbäche

Der bedeutendste Zubringer ist die Mettmacher Ache, deren Einzugsgebiet bei der Mündung mit 93 km² etwa gleich groß wie das der Ach ist. Zwei weitere größere Zubringer, die ebenfalls von links einmünden, sind der Altbach (Einzugsgebiet 36,5 km²) und der Lochbach (78,7 km²).<ref name="gws-ber"/> Die Ach hat ein Einzugsgebiet von 315,1 Quadratkilometern. Die größten Zuflüsse sind:<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Name Mündungsseite Mündungsort Einzugsgebiet
in km²
Anfangerbach links Wies Vorlage:02,2
Schrattenecker Bach (Bindermannbachl) links Vorlage:01,9
Lerzbach rechts Vorlage:04,6
Eidsbach links Höschmühl Vorlage:08,8
Burgstaller Bach (Pfarrbach) rechts Waldzell Vorlage:03,2
Lohnsburger Bach links Lohnsburg Vorlage:05,6
Litzlhamer Bach rechts Kramling Vorlage:04,1
Gunzinger Bach (Schmiedhamer Bach) links Gunzing Vorlage:02,5
Reintaler Bach links Atzing Vorlage:03,9
Schanbach rechts Ramerding Vorlage:09,3
Neundlinger Bach links Stampfl Vorlage:07,4
Riedbach (Roithbach) links Vorlage:03,0
Quadinger Bach rechts Vorlage:02,2
Mettmach (Mettmacher Ache) links Wagham Vorlage:093,0
Altbach links Altheim Vorlage:036,5
Lochbach links Gundholling Vorlage:078,7

Wasserführung

Der mittlere Abfluss am Pegel Mamling beträgt 5,24 m³/s, was einer Abflussspende von 16,6 l/s·km² entspricht. Die Ach weist ein sehr ausgeglichenes Abflussregime auf, der mittlere Abfluss im abflussreichsten Monat März ist mit 6,9 m³/s nicht einmal doppelt so hoch wie in den abflussärmsten Monaten September und Oktober mit 4,2 bis 4,4 m³/s.<ref name="hydr_jb"/>

Umwelt

Während der Oberlauf relativ naturbelassen ist, ist der Unterlauf hart reguliert und weist auf weiten Strecken Längsverbauungen und Querbauwerke in Form von Blocksteinrampen auf. Die heutige Mündung in den Inn ist ein künstlicher Durchstich.

Das Einzugsgebiet der Ach besteht zu etwa je einem Drittel aus Ackerflächen, Waldflächen und Grünland. Es ist eher dünn besiedelt (67 Einwohner/km²), aber durch intensive Viehhaltung geprägt.<ref name="gws-ber"/> Durch die intensive Landwirtschaft und durch Abwässer, die nur zum Teil in Kläranlagen gereinigt werden, ist sie mäßig belastet und weist (Stand 2007) im gesamten Verlauf Güteklasse II auf<ref>Amt der Oö. Landesregierung: Gewässergütekarten</ref>.

Zu den hauptsächlich vorkommenden Fischarten gehören Bachforelle und Koppe im unbelasteten Oberlauf, im weiteren Verlauf Regenbogenforelle und Äsche.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Quellen

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references />Bei den Flussvermessungen für Doris Intermap (um 1990) wurde irrtümlich das kürzere und weniger ergiebige Schmiedferdlbacherl als Quellfluss der Ach registriert, statt dem längeren Ertlmooserbach, der zudem vor und nach dem Zusammenfluss die Parzellennummer 1362/6 Gewässer, KG Haberpoint aufweist. Auch das Einzugsgebiet und die Quellhöhe weisen den Ertlmooserbach als Quellfluss der Ach aus.