Frankenburger Redlbach
Der Redlbach<ref>Österreichische Karte 1:50.000</ref>, auch Frankenburger Redlbach<ref name="doris" /> oder Frankenburger Redl<ref name="hydr_jb" />, ist ein größerer Bach mit einer Länge von etwa 13 Kilometern im Hausruckviertel in Oberösterreich.
Verlauf
Er entspringt als Edter Bach am Südabhang des Hengstbergs im Hauptkamm des Hausruck-und-Kobernaußerwald-Zuges<ref>Die Zuordnung zu Hausruck (Ostteil des Zugs) oder Kobernaußerwald (Westteil) ist weitgehend beliebig, deren Abgrenzung wird irgendwo hier im Raum gesehen, teils direkt am Hengstberg selbst: Etwa die der Gebirgsgruppengliederung nach Trimmel Hundstalbach – Kammhöhe am [Hamberg (Hausruck und Kobernaußerwald)|Hamberg] östlich Kote 722 – Ertlmoos; als die Wasserscheide Ager/Traun (Donau unterhalb Jochenstein) zu Inn (Donau oberhalb J.) zwischen Schwemmbach und Redl und dann weiter über den Hengstberg ostwärts; oder landschaftlich Frankenburg – Kobernaußerwaldwarte – Kobernaußen </ref> nördlich von Redleiten im Gemeindegebiet von Waldzell, an der Wasserscheide zum Einzugsgebiet des Inns (Ach, Oberach)<ref>Waldzell liegt nördlich des Hausruck-und-Kobernaußerwald-Zuges, hat am Hengstberg aber Gemeindegebiet am Kamm südlich der Wasserscheide. Das amtliche Quellgerinne rinnt dann nach 50 Metern ein Stück nur auf Frankenburger Gebiet und bildet dann die Grenze Redleiten–Frankenburg. Am Quellkessel an Hengsberg haben alle drei Gemeinden Anteile.</ref> zur Traun.
Er fließt zunächst nach Südosten (von „Edter Bach“ spricht man bis Winkl/Dorf), dann nach Süden durch die weite Frankenburger Talung, passiert den Ort Frankenburg am Hausruck, und mündet bei Redl (Gemeinde Vöcklamarkt) im Vöcklatal von links in die Vöckla, welche zur Ager fließt.
Wasserführung
Der mittlere Abfluss am Pegel Redl beträgt 1,20 m³/s, was einer Abflussspende von 20,7 l/s·km² entspricht. Der Redlbach weist ein winterpluviales Abflussregime<ref>Helmut Mader, Theo Steidl, Reinhard Wimmer: Abflussregime österreichischer Fließgewässer. Beiträge zu einer bundesweiten Fließgewässertypologie. Umweltbundesamt, Monographien Band 82, Wien 1996, S. 101 (PDF; 14,7 MB)</ref> ohne extreme Schwankungen auf, das Monatsmittel des abflussreichsten Monats März ist mit 1,92 m³/s etwa doppelt so hoch wie das des abflussärmsten Monats Oktober mit 0,85 m³/s.<ref name="hydr_jb" />
Die Breite beträgt im Unterlauf fünf Meter.
Natur
Der Bach ist teils naturbelassen mit Mäandern und Verzweigungen, teils reguliert, mit Rückstaubereich. Durch seine ausgezeichnete Wasserqualität der Güteklasse I ist das Gewässer reich an Bach- und Regenbogenforellen. Mit einem Streifen von 50 Metern an beiden Ufern ist der Redlbach als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.<ref>Land Oberösterreich - Schutzgebiete Vöckla-Agertal</ref>
Name
Wie bei den anderen gleichnamigen vom Südabhang des Hausrucks bzw. Kobernaußerwaldes kommenden Bächen wird der Name „Redl“ auf die rötliche Färbung des Wassers zurückgeführt.<ref>Franz Rosenauer: Über das Wasser in Oberösterreich. In: Jahrbuch des oberösterreichischen Musealvereines. 84. Band, Linz 1932, S. 380, Vorlage:OoeGeschichte.</ref>
Einzelnachweise
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