Waldemar III. (Dänemark)
Waldemar III. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (* 1314; † 1364) war 1326–1329 König von Dänemark. In den Jahren 1325–1326 und 1329–1364 war er als Waldemar V. Herzog von Schleswig.
Leben
Waldemar III. war Sohn von Herzog Erich II. von Schleswig und damit Enkel von Waldemar IV. und Urenkel von Erich I., und Adelheid von Holstein, Tochter von Graf Heinrich I. von Holstein-Rendsburg. Er entstammte der Abelslinie des dänischen Königshauses Estridsson, zu der die 1232–1375 in Schleswig herrschenden Herzöge gehörten.<ref>Detlev Schwennicke, Europäische Stammtafeln Band II (1984) Tafel 98ff.</ref>
Waldemar wurde 1326 im Alter von elf Jahren von seinem Onkel und Vormund, dem Holsteiner Grafen Gerhard III., an Stelle von Christoph II. zum dänischen König erhoben. Damit war Gerhard praktisch der Regent von Dänemark<ref>Karl Jansen: Gerhard III. (Graf von Holstein). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 8, Duncker & Humblot, Leipzig 1878, S. 738–740.</ref> und ließ sich von dem minderjährigen König Waldemar mit dem Herzogtum Schleswig belehnen. Bereits 1330 legte Waldemar die Dänenkrone nieder, da er sie gegen seine Gegner, die Söhne Christophs II., nicht verteidigen konnte, und übernahm wieder die Herzogswürde. Gerhard III. blieb bis 1336 sein Vormund. Zudem war er Regent von Jütland und Fünen, verlor aber zunehmend an Rückhalt beim Adel. Nach Gerhards Ermordung 1340 folgte Christophs II. jüngster Sohn Waldemar IV. Atterdag dem Vater auf den Thron nach.<ref>Sven Tägil: Valdemar Atterdag och Europa. Gleerup, Lund 1962.</ref>
Als Herzog residierte Waldemar V. zunächst auf der Gottorf. Seiner Frau Richardis (auch Rixa oder Regitze) von Schwerin (*um 1320–1386), einer Tochter des Grafen Gunzelin VI. von Schwerin [-Wittenburg] († 1327),<ref></ref> überließ er als Leibgedinge die Sonderburg auf Alsen. Richardis beteiligte sich offensichtlich an der Regierung, ist in Urkunden ihres Mannes erwähnt und führte auch ein eigenes Siegel.<ref name=":0">Stefan Magnussen: Herzoginnen von Schleswig (1232-1386). In: geschichte-s-h.de. Gesellschaft für Schleswig-holsteinische Geschichte, abgerufen am 30. April 2026.</ref>
1338 bestätigte er das der Stadt Schleswig 1325 erteilte Privileg über die Befreiung von allen landesherrlichen Abgaben und vollständiger Handelsfreiheit.<ref>Herzog Waldemar V. von Südjütland bestätigt das der Stadt Schleswig 1325 Juli 20 erteilte Privileg über die Befreiung von allen landesherrlichen Abgaben und vollständiger Handelsfreiheit. 10. März 1338, abgerufen am 20. April 2026.</ref>
Aufgrund seiner beengten finanziellen Lage musste Waldemar seine Residenz Gottorf 1340 samt den südlichen Gebieten seines Herzogtums an die Holsteiner Grafen verpfänden und zog zu seiner Frau auf die Sonderburg. Hier wurde im selben Jahr die Hochzeit seiner Schwester Helvig mit König Waldemar IV. gefeiert.
Als König Waldemar IV. 1358 einen Krieg gegen Herzog Waldemar V. führte, belagerte er auch die Sonderburg. Da Waldemar nicht anwesend war, schloss Richardis einen Vertrag mit ihm, der ihr den Erhalt ihres Wohnsitzes sicherte, indem sie sich und ihren Besitz dem König unterstellte. Ihr Mann dagegen durfte die Sonderburg nur noch für wenige Tage im Jahr betreten.<ref name=":0" /> Waldemar V. verlor damit einen weiteren Teil seines Herrschaftsbereichs. Er starb 1364 in politischer Unbedeutenheit. Richardis behielt die Sonderburg als Witwensitz. Mit seinem Nachfolger Heinrich starb das Schleswiger Herzogshaus der Abelslinie aus.
Familie
Mit seiner Frau Rixa oder Richardis von Schwerin hatte er folgende Kinder:
- Waldemar († 1360), Erbprinz von Schleswig
- Heinrich († 1375), Herzog von Schleswig
Trivia
König Waldemar III. darf nicht mit Waldemar dem Jungen verwechselt werden, der 1209–1215 Herzog von Schleswig gewesen war und als Mitkönig seines Vaters Waldemar II. auch Waldemar III. genannt wird, beispielsweise auf der lateinischen Inschrift auf dessen 1855 verlegten Grabstein in der St.-Bendts-Kirche in Ringsted: Waldemarus Tertius Rex Daniae, Filius Waldemari Secundi, Waldemar III., König von Dänemark, Sohn von Waldemar II.
Auch darf König Waldemar III., der als Herzog die Ordnungsnummer V. trägt, nicht mit Herzog Waldemar III. von Schleswig verwechselt werden, der 1252–1257 regierte.
Siehe auch
Literatur
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Waldemar III. |
| ALTERNATIVNAMEN | Waldemar V. (Herzog von Schleswig) |
| KURZBESCHREIBUNG | König von Dänemark und Herzog von Schleswig |
| GEBURTSDATUM | 1314 |
| STERBEDATUM | 1364 |
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