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Württembergische F 1c

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

F 1c (Württemberg)
DR-Baureihe 53.84 (geplant)
Eröffnungszug der Hohenstaufenbahn Schwäbisch Gmünd–Göppingen mit zwei F 1c im Mai 1912
Eröffnungszug der Hohenstaufenbahn Schwäbisch GmündGöppingen mit zwei F 1c im Mai 1912
Eröffnungszug der Hohenstaufenbahn Schwäbisch GmündGöppingen mit zwei F 1c im Mai 1912
Baujahr(e): 1893
Bauart: C n2v
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 14.805 mm
Treibraddurchmesser: 1.380 mm
Dienstmasse: 41,6 t
Reibungsmasse: 41,6 t
Radsatzfahrmasse: 13,6 t
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h zulässig
Kesselüberdruck: 14 bar
Rostfläche: 1,40 m²
Verdampfungsheizfläche: 116,70 m²
HD-Zylinderdurchmesser: 480 mm
ND-Zylinderdurchmesser: 685 mm
Kolbenhub: 612 mm
Tenderbauart: 2 T

Die Klasse F 1c der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen umfasste sechs dreifach gekuppelte Güterzug-Dampflokomotiven, die 1893 von der Maschinenfabrik Esslingen gebaut wurden.

Auffallend bei diesen zweizylindrigen Verbunddampflokomotiven war der Achsstand von fünf Metern. Die vordere und hintere Achse waren zudem mit dem Rahmen und untereinander so verbunden, dass sie sich mittels Klose-Lenkwerk an den jeweils durchfahrenen Kurvenradius anpassten. Die Wahl war auf dieses komplizierte Triebwerk gefallen, weil zu große feste Achsstände den Bogenlauf erschweren und zu hohem Verschleiß führen, kurze Achsstände aber keine hohen Geschwindigkeiten zulassen und die fünffach gekuppelte Klasse G seit 1892 erfolgreich im Einsatz war.<ref>Dampflok-Archiv 2, S. 85</ref>

Die Lokomotiven hatten Kessel der Bauart Belpaire, der Rost war aus drei Feldern aufgebaut. Die Maße der Zylinder entsprachen denen der Klasse Fc, der Raddurchmesser betrug 1380 mm und der Kesseldruck 14 bar.<ref>Dampflok-Archiv 2, S. 86</ref>

Die geforderte Höchstgeschwindigkeit war mit 60 km/h deutlich höher als die 45 km/h der Klassen F 2 und Fc, zugelassen wurden jedoch nur 50 km/h. Der unruhige Lauf wurde auf die Außentriebwerke zurückgeführt.<ref> Baureihe 59.0, S. 33 f</ref>

Ab 1894 wurde daher die ähnliche Klasse F 1 mit Innentriebwerk gebaut.<ref> Baureihe 59.0, S. 36</ref>

Drei Exemplare sollten noch durch die Reichsbahn übernommen werden, zwei sollten die Nummern 53 8451 und 53 8452 erhalten. Über die Nummer der dritten Maschine ist nichts bekannt. Sie sind aber vor 1925 ausgemustert worden.

Die Fahrzeuge besaßen Schlepptender der Bauart 2 T.

Literatur

  • Manfred Weisbrod, Hans Müller, Wolfgang Petznick: Baureihen 41 bis 59. In: Dampflok-Archiv. 2. Auflage. Band 2. Transpress, 1978.
  • Rudolf Röder: Die Baureihe 59.0: Württembergs Güterzuggigant und seine Vorgänger. EK-Verlag, 2007, ISBN 978-388255-159-4

Einzelnachweise

<references/> Vorlage:Klappleiste/Anfang Deutsche Reichsbahn (1920–1945): Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

Deutsche Bundesbahn: Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

Deutsche Reichsbahn (1945–1993): Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

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